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Interphone-Forscher warnt vor Mobilfunk-Risiken

20.05.2008

Ein anderer Interphone-Forscher warnt vor Mobilfunk-Risiken
Microwave News vom 28.April 2008
Deutsche Übersetzung Evi Gaigg, Diagnose-Funk
mit freundlicher Erlaubnis durch Mirowave News/Louis Slesin


Ein anderer Interphone-Forscher drückt seine Besorgnis über die Tumorrisiken aus, die mit dem Langzeitgebrauch von Mobiltelefonen verbunden sind. „Ich denke, der zunehmende Beweis, weist auf den Effekt von Mobiltelefonen auf Tumoren hin, “ so Professor Bruce Armstrong von der Universität Sydney-Schule für öffentliche Gesundheit zu „Today Tonight“, einer täglich laufenden australischen Sendung auf Kanal 7, einem nationalen Netzwerk: „Ich möchte nicht gerne Benutzer eines Mobiltelefons sein“, sagte er. „Die Leute könnten darüber schockiert sein zu hören, dass sich der Beweis stärker auf schädliche Effekte stützt.“

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Beitrag in "Today Tonight"


Die Zehnjahres-Daten der Interphone haben ganz klar Armstrongs Sicht verändert. Vor ein paar Jahren sagte er der Sydney Morning Herald, dass „es keinen konsistenten Beweis für den Anstieg eines Krebsrisikos gebe,“ aber sogar dann gab er zu, „es könnte 15 Jahre dauern, bevor wir einen Effekt sehen.“
Armstrong, der den australischen Teil des Interphone-Projekts leitet, ist der zweite Hauptforscher des 13 Länder-Teams der zur Vorsorge mahnt. Letzten Dezember hat Siegal Sadetzki vom Chaim Sheba Medical Center in Israel Haaretz, einer nationalen Zeitung gesagt, "die Zeit ist vorbei, als man sagen konnte, dass diese Technologie keine Schäden verursacht, offensichtlich schädigt sie die Gesundheit."

Weder die australischen noch die israelischen Resultate über die Risiken für Hirntumor und Hörnervgeschwulste wurden bisher öffentlich gemacht. Sadetzki hat über einen signifikanten Anstieg von Ohrspeicheldrüsentumor nach 10 Jahren Mobiltelefongebrauch berichtet. Ihre Arbeit erschien im Februar in der 15. Ausgabe des American Journal of Epidemiology.

Das endgültige Interphone-Dokument indessen ist noch nicht vollendet. Gerade vor ein paar Tagen hat Elisabeth Cardis, die die ganze Interphone-Studie leitet, Microwave-News gesagt, sie hoffe, dass die zusammengefassten Resultate aller 13 Länder in „nicht allzuferner Zukunft“ für die Veröffentlichung vorliegen werden. Cardis verliess vor kurzem IARC, um dem Center for Research in Environmental Epidemiology (CREAL) in Barcelona beizutreten.

Die neunminütige Sequenz brachte auch ein Interview mit Chris Zombolas, dem technischen Direktor der EMC-Technologies. In von der TV-Show beauftragten Messungen fand Zombolas, dass eine Anzahl von Mobiltelefonen den 2W/kg Sar-Standard nicht erreichten, wenn sie in einer Tasche platziert waren und mit einem Freihand-Set oder einem Blue Tooth Transmitter benutzt wurden. Das schlechteste der getesteten Telefone war ein Nokia E65. Zombolas mass einen SAR-Wert von 3.35 W/kg bei 1800 MHz und einen SAR-Wert von 5.84W/kg bei 2100 MHz. Der australische Standard (Anm. internationale Richtwert) liegt bei 2W/kg.


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