I. DIE STUDIENLAGE
Die Studienlage wird von diagnose:funk kontinuierlich recherchiert und dokumentiert, in der Datenbank www.EMFData.org und mit der Herausgabe des Fachmagazins ElektrosmogReport.
Studienlage gesamt & kompakt: diagnose:funk hat im ÜBERBLICK Nr. 1 "Wie wirkt Mobilfunk auf Menschen, Tiere und Pflanzen?", der kontinuierlich aktualisiert wird, den Stand der Forschung zusammengefasst. Dieses Papier ist das zentrale Dokument, das alle Initiativen und Aktiven als Argumentationsgrundlage kennen sollten.
Mobilfunkstrahlung und Krebsrisiko: Im diagnose:funk ÜBERBLICK Nr. 2 "Ist Mobilfunk krebserregend?" vom 01.06.2024 werden folgende Fragen behandelt: Wie ist der aktuelle Forschungsstand zum Krebsrisiko? Wenn die Studien, die ein Krebs auslösendes und Krebs promovierendes Potenzial nachweisen, stimmen würden, müsste sich dies in erhöhten Krebsinzidenzen in der Bevölkerung zeigen! Was sagen die Krebsstatistiken? (Anlagen zum ÜBERBLICK >>>)[1]
Studienlage WLAN: Die WLAN-Frequenz von 2,45 GHz hat besondere Relevanz. Sie wird besonders viel genutzt, da sie lizenzfrei und kostenlos ist und durch WLAN an Schulen Kinder, Jugendliche und Lehrer ihr dauerhaft ausgesetzt sind. Im diagnose:funk Webinar 27 wurde der Forschungsstand (Mai 2023) präsentiert. Zum Download: Das Vortragsmanuskript "WLAN an KiTas und Schulen - ein Hype verdrängt die Risiken", entsprechender Artikel in umwelt-medizin-gesellschaft.
- Aktueller Stand der Forschung zu WLAN 2024: ÜBERBLICK Nr. 6: "Ist WLAN schädlich? Welche Alternativen gibt es, die auf die Gesundheit vermehrt Rücksicht nehmen?
Elektrohypersensibilität (EHS): Die Ursachen liegen in einem geschwächten Immunsystem und Vorerkrankungen. Die Überproduktion von freien Radikalen (s. Wirkmechanismus) mit der Folge entzündlicher Erkrankungen (Oxidativer Zellstress) schlägt sich bei EHS in Beschwerden nieder. Mehr dazu auf unserer extra Webseite zu Elektrohypersensibilität www.diagnose-ehs.org. Dort findet sich auch ein EHS-Ärztenetzwerk mit derzeit 100 Ärzten. Neue Publikationen: Die Studie von Thoradit et al. (2024) kommt zu dem Ergebnis, dass EHS mit einem geschwächten Immunsystem und oxidativem Zellstress zusammenhängt. Belpomme / Irigaray (2022) legen einen Überblick zu Erkenntnissen über EHS vor. Warum EHS keine Einbildung ist, erläutern Bernd I. Budzinski / Peter Hensinger (2024) in ihrem Artikel "Warum Elektrohypersensibilität (EHS) eine biologisch erwartbare Reaktion auf eine schädliche Strahlung ist". Zu EHS publiziert diagnose:funk das Buch "Die unerlaubte Krankheit" von Renate Haidlauf, >>> Landingpage zum Buch mit vielen Zusatzinfos zu EHS.
ÜBERBLICK Nr. 5 "Gibt es Elektrohypersensibilität" zeigt, dass Elektrohypersensibilität (EHS) sehr wohl durch Strahlung ausgelöst werden kann, und fasst die medizinischen Erkenntnisse dazu zusammen.
Auswirkungen auf das Gehirn: In fast jeder Ausgabe des ElektrosmogReport werden Studien besprochen, die Wirkungen auf den Gehirnstoffwechsel nachweisen. Im diagnose:funk ÜBERBLICK Nr. 4 "Wirkt Mobilfunk auf das Gehirn?" wird zu diesem Endpunkt die gegenwärtige Studienlage dokumentiert.
Studienlage zu Embryotoxizität: Mit dem ÜBERBLICK Nr. 10 „Beeinflusst Mobilfunkstrahlung die Entwicklung von Embryos und Babys?“ legt diagnose:funk ein Risikodossier mit besorgniserregenden Ergebnissen vor. Über 90 Studien und 8 Reviews weisen Risiken durch Mobilfunkstrahlung für Schwangere, Embryos und Babys nach.
Flora und Fauna: Angesichts der Umweltzerstörung und des Artensterbens bekommt die Studienlage zur Wirkung der elektromagnetischen Felder (EMF) auf die Umwelt große Bedeutung. Bereits in den "Leitlinien Strahlenschutz" (2005, S.46) des Bundesamtes für Strahlenschutz wurde dazu Forschung angemahnt. Die Leitlinien wurden auf Druck der Industrie zurückgezogen. Im BUND-Positionspapier von 2008 wurde die schädigende Wirkung dokumentiert, inzwischen gibt es neue signifikante Ergebnisse und Reviews. Zu den Auswirkungen von EMF auf Insekten haben wir eine eigene Webseite >>> Insekten. Zu potenziellen Baumschäden durch Mobilfunkstrahlung verweisen wir auf eine Bilddokumentation mit beispielhaften Beobachtungen aus den Jahren 2005–2025: >>> Bäume. Unsere Artikelserien >>> Digitalisierung, Mobilfunk, 5G und ihre Auswirkungen auf das Klima und >>> Die Gefährdung von Insekten und Bienen durch Hochspannungsleitungen und Mobilfunkstrahlung behandeln das Thema umfassend.
Stand der Forschung zu Mobilfunkmasten: Der systematische Review von A. Balmori (2022) zeigt, dass die Mehrheit der ausgewerteten Studien gesundheitsschädigende Wirkungen bei Menschen berichten, die in der Nähe von Mobilfunk-Basisstationen leben. Unsere Artikelserie zur >>> ATHEM-3-Studie zeigt, dass Mobilfunkexposition signifikante Schäden an Chromosomen (DNA‑Strangbrüche) verursacht.
Wirkmechanismus: Der Nachweis zwischen Ursache und Wirkung der Schädigung ist durch viele Studien, die oxidativen Stress als Auslösung von pathologischen Veränderungen in den Zellen nachweisen, erbracht. Die wichtigsten Reviews sind von Yakymenko et al. (2015) und Schürmann/Mevissen (2021). Weller et al. (2025) zeigen in ihrem Review, dass oxidativer Stress der zentrale biologische Mechanismus hinter den beobachteten genotoxischen Effekten wie DNA‑Schäden und Chromosomenveränderungen ist: In 83 % aller ausgewerteten Studien wurden signifikante oxidative Schäden nach HF‑Exposition nachgewiesen.
Einen Gesamtüberblick über die Studienlage gibt unsere Zusammenstellung von 159 Reviews.
Selbst Recherchieren: auf unserer Datenbank www.emfdata.org. Die Datenbank enthält aktuell 762 Studien (26.06.2026) zu elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks, davon sind 576 detailliert ausgewertet. Mithilfe der Filterfunktionen finden Sie gewünschten Studien.
Immer auf dem Laufenden sein: Vierteljährlich erscheint der ElektrosmogReport mit 12 neuen Studien. Nur noch diagnose:funk wertet im deutschsprachigen Raum kontinuierlich die Studienlage aus. Bis 2017 machte das in vorbildlicher Weise das offizielle EMF-Portal, dann strich die Bundesregierung die Mittel für die Summaries.














