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Freie WLAN-Zugänge in den Städten

Kostenloses Internet in immer mehr Kommunen
Nachdem Städte wie Pforzheim mit Unterstützung lokaler Unternehmer und der Sparkasse im Sept. 2013 als eine der ersten Kommunen in Deutschland ein öffentlich zugängliches WLAN-Angebot erstellt haben, lassen immer mehr Kommunen WLAN-Netze in ihren Städten errichten. In der Regel werden diese durch Drittanbieter erstellt und stehen zeitbegrenzt kostenfrei zur Verfügung. Die Geschäftsmodelle dahinter sind vielfältig.
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Abgesehen von den ´freifunkern` stehen hintern den Angeboten für freies WLAN in den Städten harte Geschäftsinteressen. Nur selten übernimmt eine Kommune die vollen Kosten dieses zusätzlichen Mobilfunknetzes. Die Kunden zahlen i.d.R. mit ihren Daten, wie bei fast allen freien Internet- und Programmangeboten und Teile sind werbefinanziert.

Beim Aufbau dieser zusätzlichen Mobilfunknetze spielt der Aspekt Strahlenschutz meist keine Rolle. WLAN-Router als auch die Endgeräte haben i.d.R. keine Leistungsregelung. Der Schutz der Wohnung vor ungewollter Einstrahlung durch die 24/7 Dauerbefeldung mit den Standby-Signalen, wird bei der Installation der Router nicht beachtet. Zudem wird mit WLAN eine Technik genutzt, zu der Stand Mitte 2015 mehr als 50 wissenschaftliche Studien vorliegen, die negative biologische Effekte dieser Strahlung belegen.

Mithilfe eines speziellen medizinischen Testverfahrens konnte zudem gezeigt werden, dass eine Exposition durch WLAN-Strahlung eine stärkere biologische Wirkung hat als z.B. das ebenfalls häufig genutzte kabelose Telefon mit DECT-Standard.

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Anhand der mit diesem Testverfahren gewonnenen Ergebnisse wissen wir vor allem, dass eine WLAN- Immission von 20 μW/m² auf unser Klientel der Elektrosensiblen eine stärkere Wirkung hat als 1.000 μW/m² des schnurlosen Telefons (DECT-Telefon). Hier liegt also die besondere Problematik, da die WLAN-Nutzung zunehmend auch als Langzeitexposition zu sehen ist und bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen Handlungsbedarf zur frühzeitigen Diagnose besteht.

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Dr. Lebrecht von Klitzing, Inst. Envirom. Physics. "Einfluss elektromagnetischer Felder auf kardiovaskuläre Erkrankungen" umg-Magazin 27, 1/2014