diagnose funk

Tipps für Landwirte

Umwelt & Landwirtschaft
  • In Gebäuden selbst sollten keine schnurlosen DECT-Telefone oder kabellose WLAN-Datenübertragungen benutzt werden.
  • Sendeanlagen auf landwirtschaftlichen Gebäuden oder in deren Nähe sollten verhindert werden.
  • Was eine Kommune hinsichtlich der Standortwahl eines Mobilfunksendemastes tun kann, wird ausführlich im Diagnose:Funk Ratgeber Nr. 5 "Kommunale Handlungsfelder" (siehe Publikation unten) beschrieben.

Bei kritischen Standorten sollten vor Inbetriebnahme sowie kontinuierlich bei Betrieb des Mobilfunksenders Strahlungsmessungen erfolgen. Alle Auffälligkeiten bei den Tieren sollten genauestens dokumentiert und veterinärmedizinisch bestätigt werden.

Haftungsfrage

Immobilienbesitzern, die ein Grundstück oder Hausdach für Mobilfunksender vermieten, sollte bewusst sein, dass sie später in Haftung genommen werden können, falls gesundheitliche Folgeschäden nachgewiesen werden. Netzbetreiber weigern sich, entsprechende Klauseln in die Mietverträge aufzunehmen, die den Grundstücksbesitzer von allen Haftungsansprüchen und auch von möglichen Schadenersatzklagen wegen gesundheitlicher Folgeschäden freistellt.

Es ist bezeichnend, dass keine Versicherung die Mobilfunkbetreiber gegen Folgeschäden versichert.

Kontakt und Infos

Falls Sie im Zusammenhang mit einem Mobilfunksendemast Beobachtungen über einen unnatürlichen Anstieg von Anomalien bei Nutztieren machen, einen Rückgang von Vogelpopulationen, Baumschädigungen sowie Schäden bei Bienenvölkern feststellen, sollten Sie sich mit Diagnose-Funk in Verbindung setzen:
umwelt-landwirtschaft at diagnose-funk.org.

4. vollständig überarbeitete Auflage, 2021Format: A5Seitenanzahl: 96 Veröffentlicht am: 26.05.2021 Bestellnr.: 104Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk | Titelfoto: stock.adobe.com

Kommunale Handlungsfelder

Mobilfunk: Rechte der Kommunen - Gefahrenminimierung und Vorsorge auf kommunaler Ebene
Autor:
diagnose:funk | Dipl.-Ing. Jörn Gutbier
Inhalt:
Diese Broschüre gibt Auskunft, welche Möglichkeiten Gemeinden haben, in die Aufstellung von Mobilfunksendeanlagen steuernd einzugreifen. Es wird aufgezeigt, was Kommunen neben dem sog. Dialogverfahren mit den Betreibern noch alles tun können, um ihre Bürger:innen mit einem Vorsorge- und Minimierungskonzept vor der weiterhin unkontrolliert zunehmenden Verstrahlung unserer Lebenswelt zu schützen. Darüber hinaus wird auf Argumente eingegangen, die in der Mobilfunkdiskussion eine wichtige Rolle spielen: die Grenzwerte, der fehlende Versicherungsschutz der Betreiber, der Mobilfunkpakt der kommunalen Spitzenverbände, die Strahlungsausbreitung um Sendeanlagen, die Messung und Bewertung der Strahlungsstärke, der Diskurs um Sendeanlagen versus Endgeräte, Kleinzellennetze, alternative Technologien u.a.m. Die Kommune ist immer noch die einzige Ebene, auf der zur Zeit ein wichtiger Teil einer neuen, effektiven Art der Mobilfunkvorsorgepolitik zum Schutz der Menschen und der Umwelt eingeleitet und umgesetzt werden kann.