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Mobilfunk bedroht Vogelarten

Umwelt & Landwirtschaft
Elektromagnetische Strahlung von Mobilfunkantennen stört die biologischen Systeme von Vögeln, so die Aussage einer Studie des indischen Umweltministeriums.

Die Expertengruppe beurteilte 919 Studien aus Indien und dem Ausland. Dabei wurden in 593 Studien schädigende Effekte durch Mobilfunk auf Vögel, Bienen, Menschen, Tierwelt und Pflanzen aufzeigt. Aufgrund dieser Erkenntnisse wird nun ein Gesetz zum Schutz von Flora und Fauna gefordert.

Auch das Europaparlament, der Europarat fordern angesichts wissenschaftlicher Erkenntnisse über die zellschädigenden Wirkungen bei Menschen, Tieren und Pflanzen eine Vorsorgepolitik, der BUND verlangt darüber hinaus einen Ausbaustopp. Mobilfunkstrahlung wurde 2011 von der Weltgesundheitsorganisation als möglicherweise krebserregend eingestuft.

 

Am Lehrstuhl von Prof. Michael Winklhofer an der Ludwig Maximilian Universität in München  wurde 2012 der Nachweis erbracht, dass sich Fische, Vögel, Meeresschildkröten, Rehe, Hirsche und Kühe am Magnetfeld der Erde orientieren und zwar durch Magnetite, die wie ein Kompass funktionieren. Zugvögel, Brieftauben oder Bienen, die ihre Richtungsinformation aus dem Erdmagnetfeld gewinnen, können durch Veränderungen die Orientierung verlieren. Winklhofer führt aus, dass diese Erkenntnisse wichtig sind im Zusammenhang mit Elektrosmog, der u.a. auch durch Mobilfunksendeanlagen und anderen Funk-Anwendungen verursacht wird.