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Was diagnose:funk zum Senderbau fordert

Überfällige Vorsorgepolitik
Strahlungsminimierung, eine Schutz– und Vorsorgepolitik im Rahmen der Mobilfunkversorgung sind schon lange überfällig. Zu dem bereits vorhandenen Level der Bestrahlung hätte es eigentlich nie kommen dürfen. Die Verantwortungsträger wissen das, verstecken sich aber immer noch hinter einer Rahmengesetzgebung und Grenzwerten, die nicht Menschen und Umwelt, sondern das Mobilfunk-Geschäft schützen und die Betreiber vor Schadensersatzansprüchen bewahren sollen.
Entscheider brauchen Alternativen. Die gibt es. Auf vielen Ebenen hat die Politik Möglichkeiten die Mobilfunkversorgung - auf die der Endverbraucher keinen Zugriff hat - so zu steuern, dass wir die Risiken massiv minimieren und Schäden an Gesundheit und Wohlbefinden vermeiden könnten:

Senkung der Strahlenbelastung

auf max. 100 µWatt/m² im Außenbereich als einklagbarer Schutzstandard/Grenzwert an Orten wo sich Menschen länger aufhalten können und ein Vorsorgewert von max. 1 µWatt/m² für den Innenbereich zum Schutz der Wohnung. Beide Werte sind technisch umsetzbar, sofern folgende Forderungen umgesetz werden.

Trennung der Innen- und Außenversorgung

Mobilfunk wurde eingeführt um eine mobile Kommunikation im Außenbereich zu ermöglichen. Alle Mobilfunkbetreiber aber legen ihre Netze nach den Konzepten von Gestern auf die volle Indoorversorgung aus. Das physikalische Hinderniss Baumasse muss dabei durchstrahlt werden. Diese Konzept zwingt zu hohen Sendeleistungen, nicht nur bei den Basisstationen, sondern auch bei den Endgeräten. Damit muss schnellstmöglich Schluss sein. Mit der Trennung der Innenversorgung von der Außenversorgung ist ein wichtiger Baustein zur Strahlungsminimierung, das Grundrecht auf Schutz der Wohnung wird umsetzbar und Drittschutz für sog. By-Stander kann gewährleistet werden.
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Kleinzellennetze

Viele sehr schwach strahlende Sendeanlagen, sog. Femtozellen, anstelle wenige stark strahlende Sendeanlagen, sog. Makrozellen. 20 Kleinstzellen anstelle einer großen bedeutet auch eine Verzwanzigfachung der Datenkapazität - diese verdoppelt sich bekanntlich nahezu jedes Jahr und ist damit der aktuelle Treiber zum ständigen Aufrüstung der Mobilfunknetze und zur ständigen Erhöhung der Strahlenbelastung. Allein die Einführung des neuen Mobilfunkstandards LTE bedeutet eine Verdoppelung der Strahlenbelastung. Mit dem Konzept der Kleinzellennetze machen wir die Funkstrecke so kurz wie möglich und schaffen mehr Daten mit weniger Strahlung.
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Ein Netz für alle Anbieter

(wie bei Gas, Strom, Wasser, Straßenbau ...). Was für alle großen Infrastrukturbereiche Usus ist, wurde und ist bei der Mobilfunkinfrastruktur außer Kraft gesetzt. Unnötige Vielfachbestrahlung durch mehr als ein Dutzend parallel betriebene Mobilfunknetze, hohe Energieverbräuche sowie Stadt- und Landschaftsverschandelung sind die Folge. Es gilt Überflüssiges überflüssig zu machen.
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Breitband/Glasfaser für jeden Haushalt

Für die Trennung der Innen- und Außenversorgung ist eine flächendeckende Breitband-Infrastruktur wichtig. Z.Zt. reichen hierfür bereits 16 MBit aus, besser sind 50 MBit oder mehr. In der Fläche gibt es hier Defizite, die schnellstmöglich zu beheben sind. Wie das geht und warum Kabel besser ist als Funk, dazu hat diagnose:funk die Konzepte aufbereitet und zusammengestellt.
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Deshalb ist das St. Galler Modell zukunftsweisend.
Es bringt die Daten schon heute in der emissionsfreien Glasfaser so nahe wie möglich zum Verbraucher. Zwischen dem Endgerät und der (...) Antenne befinden sich somit nur wenige Meter und kaum Hindernisse, welche die Funkwellen überwinden müssen.

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Für Jürg Baumann, Chef der Sektion NIS beim BAFU, zeigt das St. Galler Pilotprojekt einen Lösungsweg auf, um die Kapazitäten für die Datenübertragung auszubauen, ohne dadurch eine Zunahme der Strahlung zu verursachen. BAFU-Schweiz; umwelt 3/2015, S.45