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5G-Technik

Frequenzen & Ausbauziele
Feb. 2019: Im Mobilfunk werden hochfrequente elektromagnetische Felder für die drahtlose Übertragung von Daten genutzt. Hertz (Hz) ist die Maßeinheit für die Frequenz und gibt die Zahl der Schwingungen der elektromagnetischen Wellen pro Sekunde an.

Bis Dato (Anfang 2019) werden für den kommerziellen Mobilfunk Frequenzen zwischen 800 MHz und 2.600 MHz (0,8 bis 2.6 GHz) genutzt.

Für das Funknetz der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS: Polizei, Feuerwehr, Grenzschutz) werden Frequenzen um 400 MHz genutzt. Der Systemstandard ist hier das völlig veraltete (und praktisch untaugliche) TETRA-System aus den 90er Jahren (2G).

  • Anm. am Rande: Dieser "Schrott" wird zur Zeit immer noch auf- und ausgebaut, obwohl alle Beteiligten wissen, dass nur neuere Systeme wie z.B. LTE die wichtigen Anforderungen der Sicherheitsorgane tatsächlich erfüllen können. Die Gesamtkosten für den TETRA-Ausbau lagen gem. letzter uns vorliegender Meldung von 2015 bereits bei mehr als 12 Mrd. Euro, obwohl es dem Staat 2003 für eine Summe von 3,5 Mrd. Euro für den Vollausbau "verkauft" wurde. Hier gäbe es noch viel zu erzählen und zu recherchieren - es will nur niemand wissen...
EMF-Call

5G-Frequenzversteigerung

Ab 2020 soll 5G, die fünfte Generation Mobilfunk auf den Markt kommen. Dafür sollen im Frühjahr 2019 zunächst die Frequenzbänder 3,4 bis 3,7 GHz durch die Bundesnetzagentur (BNA) versteigert werden. Ein viertes Band bis 3,8 GHz ist für den lokalen Gebrauch in Fabriken und Forschungszentren reserviert. Desweiteren soll 26 GHz-Bänder für lokale Nutzungen von der BNA bereit gestellt werden. Die Bereitstellung der Frequenzen zwischen 694 und 790 MHz soll bis Mitte 2019 abgeschlossen sein und dann den Mobilfunkbetreibern für LTE und 5G zur Verfügung stehen.

Später (ab 2022) sollen für die kommerzielle Anwendung auch Bänder von 22 bis 25 GHz, den sogenannten Millimeterwellen, genutzt werden.

In der Schweiz wurden am 07. Februar 2019 die neuen Frequenzbänder im 700 MHz- und 3.5 GHz-Band für 379 Millionen Schweizer Franken versteigert. Die Versteigerung in Deutschland ist für März 2019 vorgesehen. Ob es dazu kommt ist noch offen, da die Mobilfunkbetreiber gegen die Auflagen der BNA Klage eingereicht haben.

Bandbreite

Je breiter das genutzte Frequenzband, umso mehr Daten können pro Zeiteinheit übertragen werden. Für LTE (4G) sind Bandbreiten von 20 bis 60 MHz in Gebrauch. Die 5G-Technik will dagegen 100 MHz nutzen, die nur noch bei höheren Frequenzen in Blöcken verfügbar sind.

Frequenzbereiche können frei genutzt werden

Seit 2015 werden von der BNA nur noch Frequenzblöcke an die Mobilfunkbetreiber vergeben. Was diese mit dem jeweiligen Bandbereich anstellen, bleibt den Anbietern überlassen. Es wird hier sowohl LTE als auch 5G zum Einsatz kommen. Die UMTS-Technik aus Anfang der 2000er Jahre wird Stück für Stück zurückgebaut werden.