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Empfehlungen zum Umgang mit Bildschirmmedien

Was Eltern bedenken sollten
Seit den 70er Jahren hat der Bewegungsradius von Kindern um 90% abgenommen. Nur noch 1/3 der Kinder zwischen 8 und 12 Jahren spielt heutzutage einmal pro Woche außer Haus.

Für eine gute geistige und körperliche Entwicklung brauchen Kinder aber eigene Welt- und Naturerfahrungen. Ihr Gehirn entwickelt sich mit allen Sinnen. Bildschirm-Medien sollten erst dann zur Verfügung gestellt werden, wenn notwendige Entwicklungsschritte des Kindes abgeschlossen sind.

Kleinkinder sollten keine Bildschirmmedien nutzen. Dies kann den Kontakt von Eltern, Kindern und Umwelt stören.

Die Kinderrasseln für SmartPhone – mit Spuckschutz. Das Umweltbundesamt (UBA) teilte in einer Pressemitteilung vom 11.09.2013 mit: „Handys sollten grundsätzlich aus dem Kinderzimmer verbannt werden. Sie sind kein geeignetes Spielzeug für Säuglinge und Kleinkinder.“

Keine Handys oder Smartphones im Grundschulalter nutzen.

Wenn Eltern ihren drängelnden Kindern kein SmartPhone geben wollen, gibt es mit den Multimediaplayern wie dem I-Pod oder dem YEPP-Gerät Alternativen. Diese Geräte sehen aus wie ein SmartPhone und können vieles von dem, was so ein Gerät kann, aber telefonieren ist damit nicht möglich. Die eingebaute WLAN Funktion sollte nach Möglichkeit ausgeschaltet bleiben.

Begleiten Sie Ihre Kinder bei der Nutzung von Digitalen Medien - besonders beim Internet

Jugendliche sollten in ihrer Eigenverantwortung gefördert werden.

Unterstützen Sie Ihr Kind in realen Aktivitäten und in der Pflege von realen Kontakten. Dies ist unerlässlich für seine Entwicklung.

Eltern haben immer eine Vorbildfunktion und Verantwortung für die geistige, seelische und körperliche Entwicklung ihrer Kinder.

Wenn Sie auf die Nutzung von WLAN-Anwendungen, wie Spielekonsolen, u.a. nicht verzichten wollen, sollte Sie auf jeden Fall die Nutzungszeit begrenzen, die Sendeleistung reduzieren, nach der Nutzung immer ausschalten, aber auf jeden Fall eine Nachtabschaltung aktivieren.

Fragen Sie im Spielwarengeschäft nach funkfreien Spielen. Prüfen Sie die Gebrauchsanweisung nach Angaben zu Funkstandards wie WLAN (WIFI), Bluetooth, DECT, WHDI, UWB o.a..

Für viele Anwendungen gibt es Adapter für die Verkabelung. Ansonsten sollte auf Alternativen ohne WLAN zurückgegriffen werden. Technologien auf Infrarot-Basis sind nach dem Stand der Wissenschaft unproblematisch.

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Empfehlung besonders für Kinder und Jugendliche:
Ganz besonders wichtig ist die Minimierung der Strahlenbelastung für Kinder. Sie befinden sich noch in der Entwicklung und könnten deshalb gesundheitlich empfindlicher reagieren.

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Bundesamt für Strahlenschutz, Tipps zum Umgang mit SmartPhones, 21. Januar 2013