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Intelligente Mobilfunkversorgung in St. Gallen

Alternative Konzepte für strahlungsarme Netze
Aus Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung wurde eine Vision entwickelt: St. Galler-Wireless. Mehr Daten mit weniger Strahlung - das sollte als Pilotprojekt in der Innenstadt verwirklicht werden. Das Projekt wurde entworfen, Stadtparlament und Stadtrat überzeugt, in einer Volksabstimmung genehmigt. Heftiger Widerstand kam von den Mobilfunkbetreibern, die das Projekt als technisch nicht machbar bezeichneten. Doch die Vision wurde in ersten Teilen erfolgreich umgesetzt.

Grafik: Mobilfunkversorgung auf Basis von Femtozellen kann zur massiven Senkung der Strahlenbelastung bei gleichzeitiger Ausweitung der Datenkapazität führen. Versorgungstechnisch kann eine innerstädtische Makrozelle durch ca. 10 bis 20 Femtozellen ersetzt werden. Die maximale Strahlenbelastung sinkt um mehrere Zehnerpotenzen und die Bandbreite steigt entsprechend der Anzahl der Anlagen. Diagnose-Funk und der BUND fordern einen Grenzwert von 100 µW/m² als einklagbaren Schutzstandard (für alle Orte an denen sich Menschen länger aufhalten können) und einen Vorsorgewert von 1 µW/m² für Orte sensibler Nutzung (Wohnung, Kindergärten etc.). Mit neuen Versorgungskonzepten könnten diese Maximal-Werte auch technisch realisiert werden.

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«Deshalb ist das St. Galler Modell zukunftsweisend.
Es bringt die Daten schon heute in der emissionsfreien Glasfaser so nahe wie möglich zum Verbraucher. Zwischen dem Endgerät und der (...) Antenne befinden sich somit nur wenige Meter und kaum Hindernisse, welche die Funkwellen überwinden müssen.»

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Für Jürg Baumann, Chef der Sektion NIS beim BAFU, zeigt das St. Galler Pilotprojekt einen Lösungsweg auf, um die Kapazitäten für die Datenübertragung auszubauen, ohne dadurch eine Zunahme der Strahlung zu verursachen. BAFU-Schweiz; umwelt 3/2015, S.45