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3.1 Empfehlungen für den privaten Bereich

Schutz- und Vorsorgemöglichkeiten vor (erhöhter) Mobilfunkstrahlung können in drei Gruppen eingeteilt werden:

1. Begrenzung der Nutzung strahlender Geräte ggf. bis hin zu ihrem Ersatz durch strahlungsfreie Alternativen.

Das bedeutet im Einzelnen:

  • Möglichst verkabeln! Ersatz strahlender Geräte durch strahlungsarme oder sogar strahlungsfreie: Ersetzen Sie z. B. DECT-Telefone durch schnurgebundene Telefone, WLAN-Drucker durch kabelgebundene Drucker, Babyphone durch strahlungsarme (www.babyphone-testsieger.de) u.v.m.
  • Bei vielen Tablets und Smartphones (Android und iOS basiert) können Sie mit einem kleinen USB-LAN-Adapter (OTG: On-The-Go) drahtgebunden ins Internet gehen (www.t1p.de/lsiq). Prüfen Sie das Vorhandensein dieser Fähigkeit bei Ihren Tablets und Smartphones! Hilfen finden Sie im Internet: Für Android-Smartphones: www.t1p.de/nn4a, für iPhones: www.t1p.de/0qqd (für ein iPhone brauchen Sie zusätzlich einen Lightning-USB-Adapter), für Tablets: www.t1p.de/2pms.
  • Vermeidung von Dauerbestrahlung – gerade auch bei geringen Strahlungsintensitäten! Der dadurch verursachte Zellstress beansprucht ständig die individuelle Regenerationsfähigkeit des Körpers. Dies macht plausibel, warum viele Krankheiten erst nach langer Zeit entstehen und erst dann deutlich erkennbar werden, wenn die kompensatorischen Möglichkeiten des Körpers nicht mehr ausreichen oder sogar erschöpft sind. D. h. zum Beispiel: Möglichst nur kurze Gespräche mit dem Smartphone führen.
  • Zeitschaltung aktivieren [81]! Begrenzung der Nutzungszeit von WLAN auf das Nötigste: Schalten Sie WLAN am Smartphone, Tablet, Computer und anderen Geräten ab, wenn Sie es nicht benötigen. (Vorteil: Die Akkulaufzeit wird erheblich verlängert). WLAN-Router lassen sich in der Regel so einstellen, dass sie z. B. in der Zeit, wo Sie nicht zu Hause sind, und insbesondere nachts die Strahlung automatisch abschalten und zur gewünschten Zeit erst wieder einschalten. Meist gibt es auch direkt am Gerät einen Ausschaltknopf.

Generell sollten Sie in allen Fällen, wo Daten zwischen einem festen Ausgangs- und Endpunkt (z. B. zum Drucker, zur externen Festplatte) übertragen werden müssen, anstelle der billigeren, drahtlosen einer drahtgebundenen Informationsübertragungen den Vorzug geben.

2. Vermeidung hoher Strahlungsintensitäten: Dies können Sie erreichen durch einen größeren Abstand zur Strahlungsquelle und/oder durch Reduzierung der Sendeleistung, falls Ihr Gerät dies zulässt. Denn: Je näher Sie der Strahlenquelle sind, desto höher ist die Strahlungsintensität und damit Ihr Gesundheitsrisiko!

Daraus folgt:

  • Alle Geräte, die Sie unmittelbar in der Nähe Ihres Körpers mit eingeschalteter Funkstrahlung betreiben, stellen das größte Risiko für Ihre Gesundheit dar! Stehen neben Ihnen Personen, so sind diese auch unnötig gefährdet!
  • Prüfen Sie, ob Sie die Sendeleistung Ihrer mobilen Geräte in der Systemsteuerung reduzieren können! Leider ist dies (Stand: 2018) nur bei den wenigsten Laptops, Notebooks und Tablets der Fall.
  • Vermeiden Sie die Aufstellung von zentralen WLAN-Zugangspunkten (Routern oder Access-Points) in unmittelbarer Nähe der Orte, an denen sich Personen länger aufhalten.
  • Auch in Klassenräumen ist insbesondere ein größtmöglicher Abstand zu den Schülerinnen und Schülern zu gewährleisten.
  • Falls vorhanden, stellen Sie die Reichenweitenbegrenzung an Ihrem WLAN-Router durch Reduzierung der Ausgangsleistung ein. Dies setzt die maximale Strahlungsleistung herab und beschränkt so die Reichweite Ihres WLAN. Außerdem senkt es den Elektrosmog auch für Ihre Nachbarn und macht deren System weniger störanfällig. Darüber hinaus erschwert es Hackern, Ihr Netz zu finden. Bei einigen WLAN-Routern (z. B. Fritz!Box 7170) gibt es die Möglichkeit, die Sendeleistung an den Bedarf der angemeldeten WLAN-Geräte jeweils separat anzupassen. Außerdem können Sie die Sendeleistung für das gesamte WLAN-Funknetz in Stufen begrenzen (z. B. auf ein Minimum von 6 %). Eine Anleitung finden Sie unter www.t1p.de/dskb.
  • Nutzen Sie WLAN-Dimmer, wenn die Sendeleistung des Routers nicht reduziert werden kann! WLAN-Router sind für den normalen Betrieb in ihrer Sendeleistung oft stark überdimensioniert, reichen weit über die eigenen vier Wände hinaus und können von anderen empfangen werden. Das bedeutet einerseits ein Sicherheitsrisiko, andererseits eine Gesundheitsgefährdung für Sie und die Mitbewohner eines Gebäudes. WLAN-Dimmer reduzieren die WLAN-Intensität auf das kleinste erforderliche Maß. Sie sind einfach anzuwenden und bieten sich für Wohnungen ebenso an wie für Büros, Cafés, Hotels oder Schulen. Es gibt sie in drei Varianten: a) als Siebhülse, die über die WLAN-Antenne gestülpt wird, b) als Dimmertasche für Router ohne Antenne oder c) als Box. Nähere Informationen finden Sie unter www.t1p.de/mefm. Wenn möglich, sollten Sie durch eine Messung den Effekt des Dimmers überprüfen (lassen)!
  • Einschränkung: Wenn die Sendeleistung des Routers reduziert werden kann oder diese sogar geregelt wird (TPC), erübrigt sich eine Dimmermaßnahme. Sie wird sogar kontraproduktiv, sobald Endgeräte mit TPC eingesetzt werden: Denn wenn das Sendesignal des gedimmten Routers sehr schwach im Endgerät ankommt, dreht das Endgerät seine Sendeleistung unnötig stark auf.
  • Wenn Sie einen WLAN-USB-Stick an ein z. B. 5 m - USB-Verlängerungskabel anschließen, können Sie die im PC / Laptop eingebaute Strahlungsquelle abschalten und dafür den 5 m entfernten WLAN-USB-Stick nutzen. Durch die größere Entfernung können Sie deutlich Ihre persönliche Strahlenbelastung verringern.
  • Bei einer effektiven Vorsorge kommt es neben der Vermeidung hoher Strahlungsintensitäten darauf an, dass der Körper regelmäßig längere Erholungspausen von der Bestrahlung bekommt (Minimum 2 Stunden), insbesondere muss der Schlafplatz so strahlungsfrei wie möglich gehalten werden.

3. Nutzung technischer Möglichkeiten

Minimierung der persönlichen Strahlenbelastung, durch Abschirmung von Wänden und Fenstern oder durch Nutzung von alternativen, neuen Techniken zum heutigen WLAN wie der Datenübertragung über POF-Heimnetzwerke oder LED-Licht (Visible Light Communication (VLC): Kapitel 4.1).

  • Falls Sie das Internet in der Wohnung nur an einem festen Sitzplatz nutzen, ist eine Kabelverbindung (LAN-Kabel) zwischen Router und Computer unbedingt vorzuziehen. Nutzen Sie Kabelverbindungen, auch wenn es weniger komfortabel erscheint und die Einrichtung / Bereitstellung entsprechender Anschlüsse einen meist einmaligen Aufwand erfordert.
  • Für ein Heimnetzwerk, an dem mehrere Geräte (PCs, Drucker) angeschlossen sind, sind Polymere optische Fasern (POF) zu empfehlen, die sehr dünn sind. Sollten Ihre Stromleitungen z. B. in Leerrohren verlegt sein, können Sie das sehr dünne POF-Kabel dort zusätzlich einziehen. Es kann aber auch unauffällig unter der Tapete verlegt werden. Ausführliche Hinweise hierzu finden Sie unter „diemount.com“ www.t1p.de/p80r und weitere Technikinformationen bei Wikipedia www.t1p.de/60z0. Bei einem Hausneubau empfiehlt es sich, auf jeden Fall Datenleitungen für alle erforderlichen Räume zusammen mit den elektrischen Leitungen installieren zu lassen. Nähere Informationen unter Baulinks: www.t1p.de/p0zh
  • Eine weniger zu empfehlende Alternative zu WLAN sind Powerline Controller (PLC) (vgl. Wikipedia www.t1p.de/t142) - auch dLAN genannt -, um Daten vom Router / Modem zum PC-Arbeitsplatz zu übertragen. Hierbei werden die bereits in der Wand liegenden Stromkabel für die Übertragung von Datensignalen genutzt. An jeder Steckdose kann dann mit einem entsprechenden PLC-Adapter eine Kabelverbindung zum PC hergestellt werden. Das Tückische ist, dass der PLC-Adapter selbst sowie alle Leitungen, welche die PLC-Signale übertragen, hochfrequente Felder an die Umgebung abstrahlen: Ein eingeschaltetes PLC-System sendet während jeder Datenübertragung elektromagnetische Felder im Frequenzbereich von etwa 4 - 30 MHz aus. Diese elektromagnetischen Strahlungsimmissionen sind im ganzen Haus messbar. Trotz der geringeren Sendeleistung von PLC im Vergleich zum Nahbereich von WLAN-Sendern kann man nicht ohne Weiteres auf geringere gesundheitliche Auswirkungen schließen: Die Erfahrung zeigt, dass die PLC-Abstrahlung bei elektrosensiblen Personen Schlafstörungen und andere Beschwerden verursachen kann. Daher: PLC abschalten, wenn es nicht benötigt wird!
  • Es gibt viele Möglichkeiten, die Mobilfunkstrahlung physikalisch abzuschirmen. Dies gilt ebenfalls für die heutigen WLAN-Systeme. Achtung: Die nachfolgenden Empfehlungen gelten nur für den Fall, dass innerhalb des abgeschirmten Raumes keine mobilen Endgeräte auf Funkbasis benutzt werden. Besucher sind darauf hinzuweisen, dass in solchen geschützten Räumen jede funkbasierte Kommunikation erhöht gesundheitsgefährdend ist. Grundsätzlich kann in metallische Behälter (bei vollständiger Umhüllung) keine oder bei Vorhandensein von Lücken nur wenig Strahlung eindringen. Daher bestehen viele abschirmende Materialien aus feinmaschigen Drahtnetzen oder sie enthalten Metallfäden (etwa in Geweben wie in Vorhängen und Baldachinen, Taschen, Kleidung usw.) oder Metallspuren in feinster Verteilung z. B. in Tapeten, Wandfarben und sogar in durchsichtigen Folien, die auf Scheiben und Fenster geklebt werden können. Diese spiegeln die auftreffende Strahlung weitgehend zurück. Auch moderne wärmedämmende Fenster sind für die Strahlung praktisch undurchlässig. Zudem gibt es graphithaltige Gipsplatten, die die Strahlung unterschiedlich stark reduzieren können. Abschirmmaßnahmen an Gebäuden sollten allerdings nie ohne einen Fachmann durchgeführt werden und nur auf der Basis eines auf Messungen beruhenden fundierten Konzepts.
  • Einen orientierenden, leicht verständlichen Überblick über das Thema Abschirmung vermittelt eine kostenlose Broschüre des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz (LfU) mit dem Titel „Schirmung elektromagnetischer Wellen im persönlichen Umfeld“, erhältlich als pdf-Datei unter lfu.bayern.de: www.t1p.de/raet
  • Im Internet finden Sie viele Seiten mit Angeboten zur Abschirmung von Räumen (Farben, Tapeten), zu Abschirmstoffen und -kleidung, zu Messgeräten u. v. m. Suchwort: Abschirmprodukte.

Wichtiger Hinweis: Um die ständig zunehmende Datenflut zu bewältigen, bieten Telekommunikationsunternehmen ihren Kunden Router an, die neben einem persönlich nutzbaren WLAN auch ein öffentliches WLAN als Hotspot bereitstellen, der für andere Nutzer in ihrem Umfeld einen Internetzugang über ihren Router ermöglicht. Wenn Sie sich darauf einlassen, handeln Sie sich einen ständig strahlenden WLAN-Sender in ihrer Wohnung ein, den Sie nicht einzeln abschalten können. Diagnose-Funk empfiehlt daher:

  • Verweigern Sie schriftlich die Aktivierung eines öffentlichen WLAN-Hotspots.

  • Prüfen Sie gelegentlich die Software Ihres Routers, ob die WLAN-Hotspot-Funktion noch deaktiviert ist.

  • Wenn Sie unsicher sind, ob der WLAN-Hotspot ein- oder ausgeschaltet ist, sollten Sie mit Ihrem Anbieter Kontakt aufnehmen und diesen deaktivieren lassen.

 

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WLAN so oft wie möglich ausschalten. Immer Kabel bevorzugen. Sender und Empfänger möglichst körperfern nutzen. Möglichst geringe Sendeleistung oder leistungsgeregelt (TPC).

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