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Zunehmende Krebserkrankungen von Kindern und Jugendlichen

Gesundheitsgefährdungen durch WLAN-Strahlung
Das Krebsrisiko einer Langzeitbelastung durch Mobilfunkstrahlung über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren ist zwar in der Wissenschaft noch nicht abschließend geklärt, die folgenden Fakten zeigen aber deutlich, dass hier eine Zeitbombe tickt: Das Robert Koch Institut (RKI)veröffentlichte in seinem Bericht „Krebs in Deutschland 2009/2010“ von 201350 aktuelle Zahlen zur Krebsentwicklung von Kindern bis 15 Jahren (Abb. unten).

Die Abbildung zeigt, dass die Zahl der Neuerkrankungen für bösartige Tumore (Malignome) insgesamt, insbesondere für Leukämien und Tumore des Zentralnervensystems (ZNS) seit 1993 stetig ansteigt, jährlich etwa um 1%. Das RKI schreibt dazu:

„Die Ursachen von Leukämien im Kindesalter sind auch heute noch weitgehend unklar. Umwelteinflüsse wurden lange verdächtigt, kindliche Leukämien zu verursachen. Inzwischen hat sich für die meisten Umweltfaktoren (ionisierende Strahlung im Niedrig - Dosisbereich, sowie nicht-ionisierende Strahlung oder Pestizide) gezeigt, dass der Anteil dadurch verursachter Fälle doch eher gering ist, selbst wenn ein schwacher Zusammenhang mit dem Auftreten von Leukämien im Kindesalter nicht ausgeschlossen werden kann. Eine Reihe von Indizien hat mittlerweile verstärkt zu Hypothesen geführt, die infektiösen Erregern eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Leukämien im Kindesalter zuordnen. … Der in den vergangenen Dekaden in einer Reihe von westlichen Ländern beobachtete Inzidenzanstieg für ZNS-Tumoren mag mit allgemeinen Veränderungen in den Umweltfaktoren und dadurch bedingten Expositionen zusammenhängen. So beschäftigt sich eine Reihe epidemiologischer Studien z. B. mit Fragen zum möglichen Einfluss von ionisierender Strahlung, elektromagnetischen Feldern oder Pestiziden sowie mit der Ernährung der Mütter oder genetischen Aspekten.“

Bemerkenswert ist, dass im Jahr 1993 der DECT-Standard für schnurlose Telefone eingeführt wurde. Sie stellen sozusagen den Beginn der digitalen mobilen Kommunikation für die Öffentlichkeit dar. Die DECT-Basisstationen sendeten rund um die Uhr auch außerhalb der Gesprächszeit Mobilfunkimpulse hoher Intensität mit einer Reichweite in Gebäuden von 30 - 50m. Viele Haushalte installierten damals diese Dauerstrahler in ihrer Wohnung, ohne sich über mögliche Risiken bewusst zu sein.

Der schwedische Onkologe Lennart Hardell stellte durch seine Forschungen bereits 2008 fest, dass bei Kindern und Jugendlichen, die vor dem 20. Lebensjahr beginnen, ein Mobiltelefon zu benutzen, ein bis zu 5-fach erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines bösartigen Hirntumors in ihrem späteren Leben besteht.

In seiner jüngsten Studie von 2013 konnte Hardell nachweisen, dass das Risiko für die Entwicklung eines bösartigen Hirntumors mit der Nutzungsdauer (in Jahren oder Stunden gemessen) kontinuierlich ansteigt (vgl. Abb. unten, ausgezogene schwarze Linie).

Die gestrichelten Linien geben an, in welchen Grenzen das ermittelte Risiko vertrauenswürdig ist. Außerhalb dieser Linien ist die Irrtumswahrscheinlichkeit für das ermittelte Risiko vernachlässigbar gering. Die Grafik zeigt z.B. an, dass das Risiko, einen bösartigen Hirntumor zu entwickeln, für Nutzer von Mobilfunkgeräten gegenüber denen, die schnurgebunden telefonieren, in den ersten 500 Stunden nicht erhöht ist, was einer Odds Ratio = 1 entspricht. Nach etwa 7000 Stunden Nutzungsdauer drahtloser Mobilfunkgeräte liegt die Odds Ratio aber bereits bei 2, das heißt, dass das Risiko sich bereits verdoppelt hat. Bei einer Nutzungsdauer von 2 Stunden / Tag entsprechen 7000 Stunden knapp 10 Jahren. Ab ca. 3000 Stunden ist das Risiko einschließlich aller Unsicherheit in jedem Fall erhöht, der von den gestrichelten Linien eingegrenzte Bereich liegt vollständig über 1 (grüne Linie).

Hardell zeigte darüber hinaus auch, dass seine Forschungsergebnisse die Kriterien von Bradford Hill (siehe http://t1p.de/4x1w) in vollem Umfang erfüllen. Das bedeutet, dass man in diesem Sinne sogar davon sprechen kann, dass Mobilfunkstrahlung als Ursache für den Anstieg der Häufigkeit von Hirntumoren verantwortlich gemacht werden muss! Die Studien von Hardell u.a. werden durch die Realität in vielen Ländern bestätigt: Zum Beispiel hat in den letzten Jahren die Häufigkeit von Hirntumoren in den Vereinigten Staaten zugenommen: Eine Studie untersuchte die Inzidenzraten (Neuerkrankungen) im Zeitraum von 1992 bis 2006 von drei Krebsregistern und kam zu dem Schluss: In allen Krebsregistern wurden erhöhte altersstandardisierte Inzidenzraten für den gefährlichsten Hirntumor, das Glioblastom, festgestellt. Die jährliche prozentuale Änderung (sog. APC = annual percentage change) der Neuerkrankungen für Gliobla-stome im Kleinhirn erreichte im kalifornischen Krebsregister sogar 11,9%.

In einer Pressemitteilung der dänischen Krebsgesellschaft vom 08.11.2012 hieß es: „Die Gesamtzahl der Gehirntumore in Dänemark in den letzten 10 Jahren hat sich statistisch signifikant verdoppelt hat, darunter eine 4-fache Zunahme der bösartigen Gliome.“

Eine australische Studie wertete Daten von 2000 bis 2008 aus und stellte – ganz besonders seit 2004 – einen signifikanten Anstieg bei den bösartigen Tumoren des Gehirns fest (APC = 3,9%).

Im Mai 2011 hatte bereits die IARC, eine Teilorganisation der WHO, Mobilfunk in die Kategorie 2B „potentiell krebserregend“ („possible carcinogens“) eingestuft. Dazu gehören alle Arten hochfrequenter Strahlung, eingeschlossen Emissionen von Basisstationen, Radio/TV-Sende-anlagen, Radar, WLAN, Smart Meter usw. Die neuen Forschungsergebnisse von Hardell werden erneute Diskussionen darüber auslösen, ob Mobilfunkstrahlung nicht in die höhere Stufe 2A „wahrscheinlich krebserregend“ einzuordnen ist.

Die beobachtete Zunahme von Hirntumoren betrifft die ganze Bevölkerung. Auch für die kommenden Jahre wurde kürzlich von der WHO eine allgemeine Zunahme der verschiedenen Krebserkrankungen (bis 40% im Jahr 2025) prognostiziert. Auch wenn diese Fakten nicht beweisen, dass Mobilfunkstrahlung die alleinige Ursache dieser Entwicklung ist, so wird immer deutlicher, dass ihr Anteil daran nicht zu unterschätzen ist.

Zahlen von britischen Statistiken belegen bei Kindern eine Zunahme von Gehirntumoren sogar um 50% zwischen 1999 und 2009, wie auf einer Konferenz in Großbritannien 2012 festgestellt wurde.

 

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(…) Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der gentoxische Effekt der elek-tromagnetischen Strahlung auf nicht-thermischem Weg ausgelöst wird. Ausserdem gilt Aneuploidie (Genom-mutation) als bekanntes Phänomen bei der Erhöhung des Krebsrisikos.

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Swisscom beschreibt bereits im Jahr 2003 in einer eigenen Patentanmeldung zu WLAN die schädigenden Effekte der elektromagnetischen Wellen.