diagnose funk

Empfehlungen für Schulen, die bereits ein WLAN betreiben

Empfehlungen und Vorsorgemaßnahmen
In dem Fall, wo eine Bestrahlung durch WLAN bereits stattfindet, sollte folgende nach Priorität geordnete Reihenfolge geprüft werden:

1. Das bestehende WLAN durch ein Kabelnetz ersetzen. Dies ist aus gesundheitlicher Sicht die beste Lösung.

2. Das bestehende WLAN durch ein VLC-Netz ersetzen, sobald die VLC-Technik verfügbar ist. (vgl. Fall A und 4.2).

3. Ein bereits vorhandenes WLAN einer Schule kann durchaus risikoärmer genutzt werden, sofern das bestehende Netz auf ein strahlungsschwaches Kleinstzellennetz umgerüstet wird (vgl. Fall A):

  • Aufhebung der flächendeckenden Dauerbestrahlung aller Räume durch wenige, strahlungsintensive WLAN-Router. Deklarierung ausgewählter Räume zu einer mobilen Kommunikationszelle. Dazu muss geprüft werden, ob die Sendeleistung der vorhandenen Router reduzierbar ist. Eine Leistungsminimierung der WLAN-Strahlung auf das absolut Nötigste ist durch Einstellungen über Soft– und Hardware in manchen Fällen möglich, erfordert aber in der Regel fachliches Knowhow. Ggf. ist eine weitere Leistungsdämpfung zwischen Router und nutzenden Personen im Raum erforderlich, welche mit WLAN-Dimmern realisierbar wäre.
  • Die Installation eines Netzes von dezentralen Access-Points, deren Reichweite jeweils auf ein Klassenzimmer begrenzbar ist und die individuell abschaltbar sind.
  • Viele Laptops und PCs verfügen in den Einstellungen des Betriebssystems über die Möglichkeit, die Leistung der WLAN-Strahlung manuell stufenweise zu reduzieren. Da die Einstellung die meisten Schüler/innen überfordern würde, müssen hier Hilfen organisiert werden (Infoblätter oder Youtube-Videos zur Verfügung stellen). Bei richtiger Einstellung ist die Bestrahlung der Nutzer durch Laptops und PCs dann geringer als die von Tablets und Smartphones, da diese heute noch über keine Leistungsregelung verfügen.

Die Reduktion bestehender WLAN-Strahlung ist ein notwendiger und sofort machbarer Schritt auf dem Weg zu einer strahlungsarmen Schule. Es ist aber nur ein Zwischenschritt und nicht schon ausreichende Gesundheitsprävention.