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Einführung

Vorsicht WLAN!
Funkverbindungen im Nahbereich über WLAN durchdringen immer stärker unser privates und öffentliches Umfeld und werden derzeit als scheinbar risikolose Basistechnologie vermarktet: Hotels, Bibliotheken, Gaststätten, Erholungsparks, sogar Städte und Gemeinden werben mit ihren WLAN-Hot-Spots. Diese ermöglichen u.a. eine Verbindung zum Internet über leistungsstarke, unter Umständen mehrere 100m weit reichende WLAN-Basisstationen.

„Sendeleistungsstark“ bedeutet nicht „daten-transferstark“, wenn viele Nutzer parallel arbeiten. Dieser Situation kann Abhilfe geschaffen werden, wenn man der Informations- und Kommunikationsindustrie nicht nach „immer mehr mobilen Endgeräten in allen Lebensbereichen“ folgt, sondern Funktions- und Zukunftsfähigkeit, Störungsarmut, Abhörsicherheit, Qualität bei Diensten und Geräten, geringeren Energieverbrauch und Gesundheitsverträglichkeit fordert. Alle genannten Vorteile sind durch eine strikte Reduzierung der Funkstrecken und Funkleistungen auf ein Mindestmaß durch die vielerorts bereits vorhandenen Breitbandkabel einlösbar.

Auch in immer mehr Schulen wird WLAN eingesetzt, Tendenz steigend. Dabei werden überwiegend nur die Vorteile hervorgehoben: Denn WLAN-Komponenten ermöglichen digital gestütztes Lernen mit Laptops, Tablets und Smartphones jederzeit und an jedem Ort, obwohl für die Entwicklung von Medienkompetenz eine Funkverbindung absolut nicht erforderlich ist! Werden alle Endgeräte in einem Raum über WLAN mit dem Netzwerk verbunden, ist dies eben meist viel einfacher und viel billiger. Aber hierbei sind ernstzunehmende Probleme zu klären, die in der Bevölkerung oft nicht wahrgenommen, nicht verstanden oder nicht ernst genug genommen werden:

Kann die durch WLAN und andere Mobilfunkgeräte verursachte Strahlung bei der mobilen Kommunikation, der insbesondere Kinder und Jugendliche zunehmend dauerhaft ausgesetzt werden, einfach ignoriert werden? Wie hoch sind die Gesundheitsrisiken durch WLAN-Strahlung für Schüler einzuschätzen? Sind sie vernachlässigbar oder erheblich? Können sie in Kauf genommen werden? Darf man um der Vorteile willen die Risiken einfach verharmlosen, vor allem, wenn die Risiken bei gleichzeitiger Verbesserung aller technischen Eigenschaften sogar vermeidbar sind?

Der WLAN-Ratgeber von Diagnose-Funk (s.u.) möchte aufzeigen,

  • dass die gesundheitlichen Gefahren insbesondere für Kinder und Jugendliche durch die zunehmende Funkstrahlung (mobiler Datenfunk und WLAN) nach heutigem Kenntnisstand der Wissenschaft erheblich sind und nicht abgetan werden dürfen (vgl. Abschnitt 5),
  • durch welche Maßnahmen jeder seine persönliche Strahlenbelastung – insbesondere durch WLAN – minimieren kann,
  • welche Möglichkeiten Schulen haben, ihre Schüler, ihre Lehrer und andere Mitarbeiter vor WLAN-Strahlung weitestgehend zu schützen,
  • dass es begehbare Wege für Schulen gibt, augenblicklich die Risiken durch WLAN-Strahlung abzusenken, ohne evtl. gerade erst getätigte WLAN-Investitionen abschreiben zu müssen, und
  • dass es eine technisch viel leistungsfähigere Alternative zu heutigem WLAN gibt – Visible Light Communication (VLC) –, die derzeit erprobt wird. Erste Prototypen werden in anderen Ländern (z.B. China, Japan) bereits eingesetzt. VLC ist aller Voraussicht nach gesundheitlich unbedenklich und wird bereits in naher Zukunft auf dem Markt erhältlich sein (vgl. Abschnitt 4).

Neue Techniken müssen mit Mensch und Umwelt verträglich sein!

Jede Technik, von der Mensch und Natur betroffen sind, stand in der Vergangenheit unter dem Druck sich weiterzuentwickeln, sobald sich zeigte, dass Mensch und Natur mit ihren Sicherheits- und Schutzbedürfnissen nicht genügend berücksichtigt sind, ja vielleicht sogar geschädigt werden. Dies ist z.B. bei den Röntgengeräten zur Durchleuchtung der Schuhe so gewesen – mittlerweile abgeschafft –, bei den Autos und bei vielen anderen Techniken. Z.B. werden derzeit immer CO2-ärmere Autos gebaut, um der Klimaerwärmung nicht Vorschub zu leisten. Und auch in diesem Falle ist es so, dass in der Wissenschaft umstritten ist, ob der weltweite vom Menschen verursachte CO2-Anstieg wirklich für die Klimaerwärmung ursächlich und allein verantwortlich gemacht werden kann. Dennoch werden die Hinweise und Indizien als ausreichend empfunden, der Autotechnik in dieser Hinsicht Verbesserungen (ein Minimierungsgebot) abzuverlangen und dies auch umzusetzen.

Genauso muss man auch von der Mobilfunktechnologie verlangen, dass sie sich an Mensch und Natur anpasst, wenn sich Hinweise auf Risiken zeigen, die zwar nicht vollständig bewiesen werden können - und auch bei den hohen wissenschaftlichen Kriterien in absehbarer Zeit nicht bewiesen sein werden -, die aber anerkannt werden sollten. Dies umso mehr, als alternative ungefährlichere Datenträger (Licht, Infrarot) in vielen Bereichen dasselbe - sogar mehr - leisten können wie Mikrowellenstrahlung.

Es ist also nicht einzusehen, dass man hohe und unkalkulierbare Risiken für Mensch und Natur eingeht, wo die Technik selbst jetzt schon risikoärmere Alternativen bereitstellt. Fördern wir die heute produzierte WLAN-Technik weiter, gehen wir hohe Gesundheitsrisiken ein. Das kann vermieden werden. Es kann nicht sein, dass die derzeit verfügbaren mobilen Kommunikationstechniken sich nicht an den Sicherheits- und Schutzbedürfnissen von Mensch und Natur orientieren.

Weder lehnen wir die Entwicklung der digitalen Kommunikation ab, noch wollen wir WLAN in seinen Anwendungsmöglichkeiten vertrauensselig und kritiklos propagieren, sondern Wege aufzeigen, wie die derzeitige Entwicklung so gestaltet werden kann, dass die Gesundheitsrisiken durch die Funkstrahlung für jeden von uns so weit wie möglich minimiert und teilweise sogar ganz vermieden werden. 

3. überarbeitete und aktualisierte Auflage Format: A5Seitenanzahl: 56, farbig, incl. 8-seitiger Beilage Studienrecherche WLAN Veröffentlicht am: 16.03.2016 Bestellnr.: 103Sprache: Deutsch

Vorsicht WLAN!

Risiken und Alternativen beim Einsatz von WLAN in Schulen, am Arbeitsplatz und Zuhause.
Autor:
diagnose:funk - Dr. K. Scheler, Dipl.-Ing. (FH) G. Krause
Inhalt:
Dieser Ratgeber zeigt auf, dass die gesundheitlichen Gefahren insbesondere für Kinder und Jugendliche durch die zunehmende Funkstrahlung erheblich sind; dass es begehbare Wege für Schulen gibt, die Risiken durch WLAN-Strahlung abzusenken; welche Möglichkeiten Schulen haben, ihre Schüler, ihre Lehrer und andere Mitarbeiter vor WLAN-Strahlung weitestgehend zu schützen; durch welche Maßnahmen jeder seine persönliche Strahlenbelastung durch WLAN minimieren kann; dass es eine technisch viel leistungsfähigere Alternative zu heutigem WLAN gibt. Die Autoren, verfügen über langjährige berufliche Erfahrung mit dem Aufbau von Kommunikationsnetzen, mit der Problematik von Strahlung und Gesundheit und mit der Situation an Schulen.
Beilage zum Diagnose-Funk Ratgeber 3: Vorsicht WLAN!Format: A5Seitenanzahl: 8 Veröffentlicht am: 15.04.2015

Studienrecherche 2015 zu Funkfrequenz WLAN / WiFi

(2450 MHz)
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
In dieser Beilage zum Ratgeber "Vorsicht WLAN!" sind 52 Studien dokumentiert, die bei der Frequenz 2450 MHz (WLAN, WiFi) biologische Effekte zeigen. Summarys dieser Studien können auf www.emf-portal.de (Referenzdatenbank WHO & deutsche Bundesregierung) abgerufen werden (Stand April 2015).
Format: A4Seitenanzahl: 8 Veröffentlicht am: 09.05.2013 Bestellnr.: 223Sprache: Deutsch

Tablet-PCs und andere WLAN-Geräte: Ein Bildungs- und Gesundheitsrisiko für Kinder und Jugendliche

Experten warnen vor zu frühem Einsatz von digitalen Medien an Schulen
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
WLAN soll an Schulen eingesetzt werden. Was sind die Risiken? Der Brennpunkt listet 40 Forschungen aus der WHO-Referenzdatenbank, die Gesundheitsrisiken der WLAN-Frequenz nachweisen und er weist auf Alternativen hin.
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Die Bundesregierung empfiehlt allgemein, die persönliche Strahlenexposition durch hochfrequente elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten, d.h. herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen, wenn auf den Einsatz von funkgestützten Lösungen verzichtet werden kann.

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Deutscher Bundestag (2007) zu Strahlenbelastung durch drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN)
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Alle Empfehlungen im Ratgeber sind dem Ziel verpflichtet, eine unnötige Bestrahlung der Schüler_innen und auch der Lehrer_innen und des weiteren Schulpersonals durch die Nutzung funkbasierter Medien zu vermeiden.

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Dr. Klaus Scheler