diagnose funk

Es gab frühe Warnungen zu Langzeitwirkungen

Mobilfunk: Risiken und Alternativen
Im Bundesamt für Strahlenschutz wurden auf Sachbearbeiterebene die „Leitlinien Strahlenschutz“ (2005) erarbeitet, in denen die „unkontrollierte Exposition“ durch den Mobilfunk noch kritisiert und Regelungen eingefordert wurden.

Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz forderte in einer Rede (2006) weitere Forschung und die Anwendung von Minimierungskonzepten durch eine integrierte Netzplanung. Die Grundlagen waren mit dem MiniWatt-Programm der Bundesregierung bereits erarbeitet. In der Diskussion war z.B. ein gemeinsames Netz für alle Betreiber, ein Minimierungsgebot durch Anwendung neuester Technik. 

Und die Bundesregierung hatte sogar vorausschauend in den 90er Jahren eine Forschungsauswertung über mögliche gesundheitliche Langzeitwirkungen in Auftrag gegeben. Das Ergebnis war eindeutig: Langzeitschäden durch die Strahlenbelastung sind wissenschaftlich nachgewiesen. Das von Prof. Karl Hecht (Charité) erstellte Gutachten durfte jedoch nicht publiziert werden. Es liegt heute als Broschüre der Kompetenzinitiative vor. Der Bundesregierung lagen dazuhin die Ergebnisse der Militärforschung aus der DDR und Sowjetunion und die kontroverse Debatte in den USA vor, in der das Gefahrenpotential analysiert und bestätigt wird.

Chronologie wichtiger politischer und wissenschaftlicher Dokumente

Das EMF-Portal, Referenzdatenbank der WHO und der deutschen Bundesregierung, listet zum Stichtag 16.01.2015 die Anzahl von 20551 Studien aus dem Bereich der Nieder– und Hochfrequenz, davon sind 1117 aus dem Bereich des Mobilfunks. In der Diagnose-Funk-internen Auswertung weisen davon ca. 650 Studien biologische Effekte nach. Von diesen Studien hat Diagnose-Funk bisher 107 Studien als solche mit gesundheitsgefährdendem Potential klassifiziert, die allesamt höchste wissenschaftliche Kriterien erfüllen. Diagnose-Funk gibt aktuelle Studienrecherchen und Studienreports heraus. Die Rezensionen und Einordnungen werden für Diagnose-Funk von Wissenschaftlern vorgenommen. Die Informationen dazu finden Sie auf: www.mobilfunkstudien.de.

Heft 6, März 2012Format: A4Seitenanzahl: 64 Veröffentlicht am: 01.03.2012 Bestellnr.: 706Sprache: Deutsch

Zu den Folgen der Langzeiteinwirkungen von Elektrosmog

Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks
Autor:
Prof. Karl Hecht
Inhalt:
Prof.Karl Hecht erstellte in den 1990er Jahren im Auftrag des Bundesamtes für Telekommunikation eine Aufarbeitung des Forschungsstandes sowjetischer Arbeiten. Die Ergebnisse waren brisant und verschwanden im Archiv. In dieser Broschüre sind sie veröffentlicht. Auf der Grundlage eines breiten medizinischen und statistischen Datenmaterials, das er der Auswertung von 878 russischsprachigen Studien verdankt, kann Karl Hecht an einem Zeitraum von bis zu zwei Jahrzehnten deutliche gesundheitsschädigende Langzeitwirkungen elektromagnetischer Felder zeigen. Am Beispiel seiner Forschungsrecherche macht er aber auch anschaulich, wie solche Ergebnisse tabuisiert werden, wenn sie ökonomischen und politischen Interessen widersprechen.
Heft 9, August 2014Format: A4Seitenanzahl: 88 Veröffentlicht am: 01.08.2014 Bestellnr.: 709Sprache: deutsch

Langzeitrisiken des Mobil- und Kommunikationsfunks

Tagungsband Würzburg 2014
Autor:
Prof. Dr. phil. Karl Richter, Prof. Lennart Hardell, Prof. Dr. Michael Kundi, Dr. Ulrich Warnke, Dr. Karl Braun-von Gladiß, Prof. Dr. Franz Adlkofer, Prof. Dr. Wilfried Kühling, Bernd Irmfrid Budzinski
Inhalt:
Wie die Tagung der Kompetenzinitiative e. V. im April 2014 in Würzburg gezeigt hat, sind die Erkenntnisse der Wissenschaft über die Risiken der Mobilfunkstrahlung inzwischen so weit fortgeschritten, dass die Ablehnung von Präventivmaßnahmen zum Schutze von Mensch und Natur nur noch mit Blindheit oder Skrupellosigkeit erklärt werden kann. Der Band enthält alle Vorträge der Tagung.
Format: A4Seitenanzahl: 20 Veröffentlicht am: 01.08.2011 Bestellnr.: 210Sprache: Deutsch

Langzeiteinwirkung von Mikrowellen-Bestrahlung durch Radar und Mobilfunk löst Krebswachstum aus

Übersetzung der Studie von Yakymenko I., Sidorik E., Kyrylenko S., Chekhun V. (2011)
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
In der Übersichtsarbeit (Review) von Yakymenko et al. fassen die Autoren die Ergebnisse epidemiologischer und experimenteller Studien zusammen und kommen zu dem Schluss, dass Mikrowellen, die im Radar- und Mobilfunkbereich Anwendung finden, das Potenzial haben, Krebswachstum zu begünstigen. Die Schlussfolgerung der Autoren ist, dass die Grenzwerte dringend neu überdacht werden müssen und die Bevölkerung aus Vorsorgegründen vor zu hoher Hochfrequenzstrahlung geschützt werden muss. Die Autoren betonen in der Einführung, dass sie nur epidemiologische und experimentelle Arbeiten verwertet haben, die zweifelsfreie Ergebnisse geliefert haben.
Format: A4Seitenanzahl: 50 Veröffentlicht am: 11.02.2016 ISBN-10: 978-92-9213-720-5Sprache: DeutschHerausgeber: Europäische Umweltagentur EUA

Späte Lehren aus frühen Warnungen - Band II - Zusammenfassung

Wissenschaft, Vorsorge, Innovation
Autor:
Europäische Umweltagentur EUA/EEA
Inhalt:
Der Bericht "Späte Lehren aus frühen Warnungen" 2013 ist der zweite Bericht dieser Art, der von der Europäischen Umweltagentur (EUA) in Zusammenarbeit mit zahlreichen externen Autoren und Fachgutachtern erstellt wurde. Die Zusammenfassung des Berichts ist hier nun auch auf Deutsch verfügbar. Er enthält auch ein Kapitel zum Thema Mobiltelefone und Hirntumore sowie Analysen und Hintergründe zu den Strategien der Industrie und der instrumentalisierten Wissenschaft und Politik zur Vorsorge-Vermeidung. Und es werden die Wege aufgezeigt, wie das zu vermeiden wäre.
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Das Säen von Zweifeln, das Missachten wissenschaft-licher Nachweise von Risiken und die Beanstandung einer übermäßigen Regulierung scheinen für manche Industriekonzerne und Think Tanks eine bewusste Strategie zur Untergrabung von vorsorglichen Entschei-dungen darzustellen.

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Steffen Foss Hansen und Joel A. Tickner "Späte Lehren aus frühen Warnungen: Wissenschaft, Vorsorge, Innovation" Teil A Lehren aus Gesundheitsgefährdungen - Das Vorsorgeprinzip und Fehlalarme — gezogene Lehren, S.13