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Technologie der Zukunft: Visible Light Communication

Besser, schneller und sicherer
Smartphones kommunizieren über elektromagnetische Wellen in den Frequenzen von z.Zt. 800 - 2600 MHz. Diese gepulsten Mikrowellen-Frequenzen sind gesundheitsschädlich. Auch das Licht ist eine elektromagnetische Welle – nur mit viel höherer Frequenz, von 384 THz bis 789 THz (Terahertz).

An diese evolutionär vorhandenen Frequenzen ist unser Körper angepasst. Warum nicht die Frequenzen des Lichts als Übertragungsmedium nutzen? Das hätte nur Vorteile: Künstliche Lichtquellen sind überall vorhanden, in der Wohnung, in den Büros, in der Tiefgarage, an den Straßenlaternen, in den Verkehrsampeln. Wir haben also schon Milliarden potenzielle Basisstationen. Nur mit vielen kleinen Sendezellen und mit höheren Frequenzen kann das ständig wachsende Datenvolumen auch zukünftig bewältigt werden.

Die Vorstellung ist bestechend: ich schalte im Büro die Beleuchtung ein, und mein PC empfängt das Internet und mein Smartphone kommuniziert darüber. Die LED-Lampe ist Sender und Empfänger. Die LED-Technik macht es möglich, optisch zu kommunizieren. Dazuhin wäre es auch ein Schutz gegen Datenspionage: Lichtwellen dringen nicht durch Wände, ein betriebliches VLC-Intranet ist sicher schwerer zu knacken. Die VLC-Technik wurde u.a. am Heinrich Hertz Institut in Berlin und an der Universität Edinburgh entwickelt. Auch China arbeitet mit Hochdruck daran und nennt es LiFi. Die Berliner Wissenschaftler werben für die Akzeptanz der Technologie und suchen nach Möglichkeiten für Pilotprojekte, um die Alltagstauglichkeit zu beweisen.

 

Format: A4Seitenanzahl: 4 Veröffentlicht am: 12.06.2015 Bestellnr.: 230Sprache: Deutsch

Visible Light Communication (VLC)

Optische mobile Kommunikation
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Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) in Berlin hat eine Datenübertragungstechnik entwickelt, bei der das Licht handelsüblicher LED-Lampen, die für die Raumbeleuchtung Verwendung finden, mit eingebettetem Mikrochip als Datenträger genutzt wird. Dies könnte eine Alternative zu WLAN werden. Der Brennpunkt berichtet über den Start des ersten Pilotprojektes auf der Insel Mainau.