diagnose funk

Minimierung am praktischen Beispiel

Strahlenbelastung reduzieren durch Technik und intelligente Nutzung

Trennen von Indoor- und Outdoorversorgung

Eine Datenfunk-Verbindung ist laut der Zeitschrift Connect-Test noch bei einer Empfangsstärke von 0,000.5 µW/m² gegeben. Zur Bereitstellung dieses Leistungspegels nur für den mobilen Funk im Außenbereich könnte die aktuelle Sendeleistung der Sendeanlagen, verbunden mit einer Optimierung der Standorte, um ca. drei Zehnerpotenzen gesenkt werden. In Stuttgart-West z.B. würde die Dachgeschosswohnung gegenüber der Makro-Sendeanlage dann nicht mehr 100.000 µW/m² sondern "nur" noch mit ca. 100 µW/m² belastet.

Ein Netz für alle

Würde der Staat zudem die Mobilfunkbetreiber auf die Nutzung von nur noch einem gemeinsamen, leistungsfähigen Mobilfunknetz verpflichten, würde die Vielfachbestrahlung durch vielen Netze unterschiedlicher Betreiber und mit jeweils mehreren Diensten (GSM900, GSM1800, UMTS, LTE800, LTE2100) vermieden und in der gleichen Dachgeschosswohnung kämen nur noch um die 10 µW/m² an.

Femtozellen für Innenversorgung

Am Rande dieser optimierten Funkzelle, wo außen (outdoor) nur noch sehr schwache Signalstärken ankommen - also indoor dann durch die Gebäudedämpfung kein Mobilfunkempfang mehr möglich ist – übernimmt die Femtozelle im Haus die Versorgung. Der SmartPhone-Nutzer betritt seine Wohnung und die kleine Sendeanlage im Haus sichert automatisch ohne Unterbrechung den Mobilfunkempfang.

Nachbarn werden nicht mehr Zwangsbestrahlt

Im Optimalfall versorgt die Femtozelle nur den Raum im Haus, in dem Mobilfunkempfang gewünscht ist - z.B. im Büro oder Wohnzimmer. Damit lässt sich die Leistung des Routers auf ein Minimum reduzieren und auch das Endgerät regelt entsprechend runter - es müssen ja keine Wände mehr durchstrahlt, noch große Distanzen überbrückt werden. Die Nachbarschaft wird nicht mehr ungefragt mit Mobilfunksignalen ´versorgt`. Und auch der Mobilfunk-Nutzer hat damit die Möglichkeit Zuhause für ein gesundes Lebensumfeld zu sorgen, indem die Indoor-Anlage z.B. Nachts einfach ausgeschaltet wird.

Hohe Datenraten trotz geringer Sendeleistung

Diese Technik steht bereits zur Verfügung und löst auch das Kapazitätsproblem der Betreiber. Tests mit einer handelsüblichen Femtozelle haben gezeigt, dass z.B. bei einer maximalen Funkbelastung von weit unter 10 µW/m² im Nahbereich eines regelbaren Indoor-Routers, auch in 10 m Entfernung noch Übertragungsraten von 20 Megabit/Sek. auf das SmartPhone möglich sind.

Zuhause geht es auch völlig strahlungsfrei

Eine weitere Möglichkeit für Zuhause: Richtet der Nutzer eine automatische Rufumleitung für sein SmartPhone ein, schaltet das Gerät zu Hause auf den Flugmodus und alle Nachrichten und Anrufe werden auf das Festnetz umgeleitet.