diagnose funk

Einleitung

Alternativen, Strahlungsminimierung, Selbstschutz
Die mobile Kommunikation ist die Leittechnik des 21. Jahrhunderts und die umsatzstärkste Branche unserer Zeit. Sie basiert auf gepulster Mikrowellentechnologie und wurde eingeführt ohne Beachtung ihrer Risiken. Hinzu kommt, dass ihre Faszination das Nachdenken über mögliche Umwelt- und Gesundheitsgefahren zu ersticken scheint.

Zurzeit befinden wir uns – nach dem Hype der ständigen Erreichbarkeit – in einer weiteren Phase des Ausbaus der Funkanwendungen: Parallel zur Einführung der SmartPhones und Tablets findet die Mobilmachung des Internets statt. Darüber hinaus wird der „Funk der Dinge“ grenzenlos ausgeweitet. Jedes Gerät, jeder Gegenstand fängt an, Informationen zu übermitteln, aber auch jedes Tun soll und wird immer und überall digital erfasst, gesammelt und gespeichert. Das nächste Mammutprojekt ist die komplette Vernetzung und Überwachung des Autoverkehrs – der Rollout hat bereits begonnen – ab 2015 werden automatische Notrufmelder in Neuwagen zur Pflicht und die Online-Vernetzung folgt absehbar. Für all dies ist die Anwendung von Funktechnologien unabdingbar und die Strahlenbelastung steigt und steigt. Können wir daran noch was ändern? Können wir uns schützen? Kann die Politik handeln? Dreimal ja, denn nichts ist alternativlos.

Die Risiken dieser Funktechnologie, die auf der gepulsten Mikrowellentechnologie basiert, waren bereits vor der Einführung aus Militärforschungen in den USA, der DDR und der Sowjetunion bestens bekannt. Das Bundesamt für Telekommunikation ließ in den 90er Jahren die umfangreiche sowjetische Forschung von Prof. Karl Hecht (Charité) aufarbeiten, aber sein Bericht war aufgrund der darin u.a. dokumentierten Langzeitschädigungen zu brisant, er verschwand im Archiv. Die zuständigen Sachbearbeiter im Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlichten noch 2005 die "Leitlinien Strahlenschutz", in denen sie vor der "unkontrollierten Exposition" warnten und staatliche Regulierung einforderten. Die Bundesregierung ließ das MiniWatt Programm erarbeiten, Regulierungsmaßnahmen wie "Ein Netz für alle Anbieter" wurden diskutiert. Industrie-Kanzler Schröder und 50 Milliarden Euro Lizenzgebühren beendeten die Diskussion. Verkaufte Gesundheit nennen wir das. Flankierend wurde ein ganzes System zur Risikoverschleierung aufgebaut. Die unkontrollierte Bestrahlung wurde zugelassen und heute haben wir mehr als ein Dutzend parallel betriebener Mobilfunknetze. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes müsste in einem ersten Schritt die Strahlenbelastung um ein Mehrtausendfaches gesenkt werden. Das ist durch drei Maßnahmen möglich, ohne die Kommunikationsmöglichkeiten einzuschränken:

  • Erstens durch die Trennung von Indoor- und Outdoor-Versorgung, die den Schutz der Wohnung vor ungewollter Durchstrahlung ermöglichen würde.
  • Zweitens durch ein Netz für alle Anbieter; so wie wir auch nur ein Stromnetz und eine Autobahninfrastruktur haben und nicht jeder Autobauer seine eigenen Straßen baut. Zielvorgabe ist: Die Funkstrecke muss so kurz wie möglich sein. Die Kommunikation läuft dann aber immer noch über die Mikrowellentechnologie. Deshalb
  • Drittens: Die Mikrowellentechnologie muss schnellstmöglich durch eine gesundheitsverträgliche Technologie abgelöst werden. Daran wird geforscht, mit der optischen Übertragungstechnik VLC (Visible Light Communication) über LED-Licht liegen bereits Ergebnisse vor und die Anwendungsreife steht vor der Tür.