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Das natürliche elektromagnetische Spektrum und die technisch erzeugte Mobilfunkstrahlung

Elektrizität und natürliche elektromagnetische Strahlung (Wellen, bzw. Felder), die die Erde umgeben, spielten bei der Entstehung des Lebens eine Schlüsselrolle. Sie sind fester Bestandteil der chemischen und biochemischen Vorgänge in biologischen Systemen.

Die Entwicklung des Lebens und der biologischen Artenvielfalt hat sich vor dem Hintergrund natürlicher elektromagnetischer Felder vollzogen und wurde durch sie entscheidend beeinflusst. Das natürliche elektromagnetische Spektrum ermöglichte die Entstehung von Tieren, Menschen und Pflanzen, die Entwicklung der Zellen. Zellen, Gewebe und Organe in unserem Körper verständigen sich nicht nur über chemische Botenstoffe, sondern auch über elektrische Signale. Die Herzspannungskurven im EKG, die Gehirnspannungskurven im EEG oder die Muskelspannungskurven im EMG sind hierbei nur die offensichtlichsten Beispiele.

Das elektromagnetische Spektrum wie es mal war

Das natürliche elektromagnetische Spektrum unterhalb der Wärmestrahlung (Terahertz-Frequenz) zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es hier große Leerstellen gibt (siehe Abb. 1). Er bestehen nur vier schmale Frequenzbereiche, die in ihrer Wirkung auf biologische Systeme eine bekannte Rolle spielen. Ansonsten gibt es hier viele Leerstellen, bzw. einen natürlich vorhandenen Leistungspegel, der Milliardenfach unterhalb der vier relevanten Feldeinflüsse liegt. Nur so konnte sich die elektromagnetische Zellkommunikation ohne äußere Störstrahlung entwickeln. Heute überlagern die künstlichen Felder die natürlichen in ihrer Stärke in der Regel um viele Größenordnungen.

Die vier natürlichen Einflussgrößen sind: Das Erdmagnetfeld als wichtiger Orientierungsfaktor für Lebewesen und die elektrischen Gleichfelder (Frequenz 0 Hertz (Hz)) der Atmosphäre und Materialien; die sog. Atmospherics im Kilohertzbereich: Impulsentladungen in der Atmosphäre durch z.B. Gewitteraktivitäten; und die Schumann-Resonanzen ab 7,8 Hz: Stehende Wellen, gespeist aus den Impulsentladungen der Atmosphäre, die von herausragender Bedeutung für die Organisation des Lebens auf der Erde (Chronobiologie, Gehirnfrequenzen) sind.

In den Frequenzen, in denen heute der Mobilfunk „funkt“, lag der Leistungspegel des natürlichen Hintergrundrauschens (die Leerstellen in der Spektrumsgrafik) bei einem Leistungspegel von weniger als 10 hoch minus 18 Watt pro Quadratmeter. Durch die flächendeckende Nutzung der Mobilfunk-Kommunikation ist heute jeder Mensch und die gesamte Umwelt nicht nur einer völlig neuen Art von künstlich erzeugter Strahlung ausgesetzt, sondern deren Stärke liegt auch noch billionenfach über dem natürlich vorhandenen Strahlungpegel (vgl. Link oben).

Das elektromagnetische Spektrum und was wir draus gemacht haben

Man kann festhalten: Viele Frequenzen der technisch erzeugten Strahlung funken in das uns umgebende, natürliche elektromagnetische Spektrum und stören auch die individuellen Zellabläufe, was sensible Organismen, u.a. die elektrohypersensiblen Menschen, früher zu spüren bekommen. Die technisch erzeugte Strahlung wirkt auf die Zellen als Störstrahlung und führt zu Zellstress [50] und das bei Menschen, Tieren und Pflanzen. Die natürlichen Abläufe werden gestört. Die nicht-ionisierende technische Strahlung führt zu Schädigungen der Zelle: „Aus technischer Information wird biologische Desinformation“ (Dr.med. Wolf Bergmann).

Schon 1991 warnte die deutsche Strahlenschutzkommission (BfS) in einem Beschluss vor den Risiken elektromagnetischer Felder und wies auf den Forschungsstand zu den schädigenden Wirkmechanismen hin: „So können unter Sonderbedingungen, wie über amplitudenmodulierte HF-Felder, auch direkte Wirkungen auf Makromoleküle, Zellmembranen oder Zellorganellen induziert werden … Die Membraneffekte wurden vielfach bestätigt, so dass ihre Existenz heute als gesichert gilt. Hervorzuheben ist, dass die SAR-Werte hierbei teilweise kleiner als 0,01 W/kg sind und damit erheblich unterhalb thermisch relevanter Intensitäten liegen.“ [51]

Wir wissen heute über das Schädigungspotential des Mobilfunks Bescheid. Auch die Wirkmechanismen sind bekannt. [52] Prof. Karl Hecht schreibt: „Die elektromagnetischen Strahlungen verursachen im menschlichen Körper oxidativen und nitrosativen Stress als überschüssige freie Sauerstoff- und NO-Radikale in Ionenform, die zusammenwirkend sehr aggressiv die Zellen und deren Ultrastrukturen (Mitochondrien) sowie die Erbgutsubstanz zerstören können.“ [53] Darauf ist das breite Schädigungspotential zurückzuführen, denn „alle Krankheiten, alle degenerativen Leiden (Arteriosklerose, Hirnschwund, Immunschwäche, Myopathien, Polyarthitiden, Lungenfibrosen, Hepaopathien, Krebserkrankungen u.a.) werden durch freie Radikale induziert, erzeugt und unterhalten“, so Hecht über die Rolle des oxidativen Zellstresses. Das ganze Schädigungspotential ist aber immer noch nicht erforscht. Es gibt fast keine Studien über die Auswirkungen des Frequenzmixes, dem wir ausgesetzt sind und über die Kombinationswirkungen mit anderen Umweltschadstoffen, die meist auch über oxidativen Zellstress wirken.

Künstliche EMF haben Auswirkungen auf alles was lebt

Dass diese Strahlung Tiere und Pflanzen, die ja alle aus hoch reaktiven Zellen bestehen, stört und schädigt, ist nur logisch. Die meisten Forschungen werden an Ratten, Mäusen und Fliegen durchgeführt, an diesen Labortieren ist die Schädlichkeit nachgewiesen. Auf frei lebende Tiere hat die Strahlung dieselben Effekte. Dazu liegen z.B. die Forschungsberichte der Kompetenzinitiative vor, auch zu Auswirkungen auf Bäume.

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Alle Krankheiten, alle degenerativen Leiden ... werden durch freie Radikale induziert, erzeugt und unterhalten.

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Prof. Karl Hecht