diagnose funk

Minimierung am praktischen Beispiel

Indoor- und Outdoorversorgung (Innen- und Außenversorgung) trennen

Eine Datenfunk-Verbindung ist noch bei einer geringen Empfangsstärke von z.B. 0,000.5 μWatt/m² gegeben. Zur Bereitstellung dieses niedrigen Leistungspegels - nur für den mobilen Funk im Außenbereich - könnte die aktuelle Sendeleistung der Sendeanlagen um ca. drei Zehnerpotenzen (Faktor 1.000) gesenkt werden. Das Ganze muss sinnvollerweise mit einer Optimierung der Standorte verbunden sein. So würde z.B. in Stuttgart-West die Dachgeschosswohnung, die gegenüber der Sendeanlage liegt, dann nicht mehr mit 100.000 μWatt/m² (vgl. Gutachten Fußnote 87), sondern „nur“ noch mit ca. 100 μWatt/m² belastet werden.

Ein Netz für alle

Würde der Staat die Mobilfunkbetreiber hinsichtlich der Nutzung des Mobilfunknetzes zu einem gemeinsamen und trotzdem leistungsfähigen Mobilfunknetz verpflichten, so würde die Vielfachbestrahlung vermieden werden und in der erwähnten Dachgeschosswohnung kämen dann noch weniger, nämlich nur noch kleiner 20 μWatt/m² an.

Femtozellen für die Innenversorgung

Wenn am Rande der Funkzelle von außen (outdoor) nur noch sehr schwache Signalstärken ankommen und dann innen (indoor) - durch die Gebäudedämpfung - kein Mobilfunkempfang mehr möglich ist, kann die Femtozelle im Haus die Versorgung übernehmen. Diese Technik steht bereits zur Verfügung und löst auch das Kapazitätsproblem der Betreiber. Tests mit handelsüblichen Femtozellen haben gezeigt, dass z.B. bei einer maximalen Funkbelastung von weit unter 10 μWatt/m² - im Nahbereich eines regelbaren Indoor-Routers - auch in 6 m Entfernung noch Übertragungsraten von 100 Megabit/sec. auf das Smartphone möglich sind.

Fazit: Ein strahlungsarmer, aber hochleistungsfähiger Mobilfunk könnte sofort mit der bestehenden Mobilfunktechnik umgesetzt werden. Grenzwertvorschläge von 100 μW/m² und Vorsorgewerte für den Innenbereich von <1 μWatt/m² könnten damit umgesetzt werden.

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Ein strahlungsarmer, aber hochleistungsfähiger Mobilfunk könnte sofort mit der bestehenden Mobilfunk-technik umgesetzt werden. Grenzwertvorschläge von 100μW/m² und Vorsorge-werte für den Innenbereich von <1 μWatt/m² könnten damit umgesetzt werden.

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Jörn Gutbier, 1. Vorsitzender diagnose:funk