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Was Kommunen noch alles tun können

Kommunale Mobilfunk-Vorsorgekonzepte
Auch ohne Mobilfunk-Vorsorgekonzept und ohne strengere Grenzwerte können Verwaltungen aktiv Vorsorge / Minimierung betreiben.

Die Kommune hat hierzu sehr vielfältige Möglichkeiten. Als großer Arbeitgeber in der Gemeinde, als Gebäudebesitzer und Gebäudeverwalter, als Schulträger, als Förderer von Bildung und Kultur, als Betreiber öffentlicher Einrichtungen des Sports, als Verantwortlicher für die Feuerwehren, als Wirtschaftsförderer, als Betreiber von Stadtwerken und Anbieter von Infrastruktureinrichtungen können Kommunen aktive Aufklärung und Vorsorge betreiben. Hier einige Vorschläge:

Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen

  • zum Kinderschutz (Regeln zur Handy-/SmartPhone-Nutzung an Schulen)
  • zum Jugendschutz (Aufklärung der Jugendlichen über die Gefahren der körpernahen Endgerätenutzung - kann zu Spermienschäden führen, ist embryotoxisch, beeinflusst den Hormonhaushalt, führt zu Konzentrationsstörungen ...)
  • zum allgemeinen Gesundheitsschutz (z.B. EMF-Vorsorge im häuslichen Umfeld)
  • zum gesunden Arbeitsplatz (z.B. Einrichtung strahlungsarmer Arbeitsplätze nach dem Vorbild der Unternehmens Allianz-Handwerkerservice)
  • zur Mobilfunknutzung der im öffentlichen Dienst Beschäftigten (Vermeidung von Schadensersatzansprüchen – siehe hierzu das Marconi-Urteil in Italien6)
  • unabhängiges Informationsangebot über die Homepage der Kommune

Sofort-Maßnahmen

  • Vorrang für kabelgebundene Lösung, Austausch/Ersatz aller dauerstrahlender Schnurlostechnik in Verwaltung, Kindergärten, Schulen, Bibliotheken etc.
  • Regelungen zur Handynutzung in öffentlichen Einrichtungen, am Arbeitsplatz
  • Einrichtung von Telefonier-Abteilen in Stadt-, U- und S-Bahnen analog zu den früheren Raucherabteilen bei der Bahn, Handynutzungsverbot in Bussen

Schutz-Oasen

  • Anwenden des Stockholmer Prinzips: Unterstützung EMF-Geschädigter, Kostenübernahme und Unterstützung für Abschirmmaßnahmen, Wohnungswechsel und Anspruch auf einen strahlungsarmen Arbeitsplatz bei ärztlich diagnostizierter Elektrosensibilität7
  • Einrichtung von EMF-Schutzgebieten in strahlungsarmen Lagen / Stadtteilen