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Richtig messen! - Das ist auch Ländersache

Eckpunkte der Diskussion
Bei der offiziellen Messreihe der elektromagnetischen Felder der BNA wird mit der Standortwahl „Erdboden“ gegen die Messvorschriften verstoßen. In den geltenden Messvorschriften der BNA (Reg TP MV 09/EMF/03e) von Februar 2003 heißt es:

"Der einzelne Messpunkt soll so gewählt werden, dass er repräsentativ für die größtmögliche Feldstärke und damit für den Messort ist."

Die 22. BImSchV. (Luftschadstoffe) z.B. umreißt die Vorgabe für die gezielte Suche nach den repräsentativen Messpunkt noch deutlicher. So heißt es in Anlage 2, I.a):

„Die Probenahmestellen, an denen Messungen zum Schutz der menschlichen Gesundheit vorgenommen werden, sollten so gelegt werden, dass i) Daten (…) innerhalb von Gebieten und Ballungsräumen gewonnen werden, in denen die höchsten Konzentrationen auftreten, denen die Bevölkerung wahrscheinlich direkt oder indirekt über einen Zeitraum ausgesetzt sein wird, (…) iii) Daten zu Konzentrationen (…) gewonnen werden, die für die Exposition der Bevölkerung im Allgemeinen repräsentativ sind.“

Realitätsnahe EMF-Messreihen beauftragen: Umweltministerien der Länder und die Kommunen sind Besteller von 50% der jährlich ca. 2.000 durch die BNA durchgeführten Messungen. Entsprechend können sie diese „repräsentativen“ und „höchste Emissionen“ erfassenden Messpunkte auch beauftragen.

Bezugsgrößen für die Messwerte

Da die Grenzwerte keine medizinisch-biologische Komponente und auch keine Vorsorgekomponente haben, ist der Hinweis, dass die Grenzwerte nicht nur immer eingehalten, sondern auch noch stark unterschritten werden, eine Beruhigungspille, vgl. S.42 ff.

Diagnose-Funk ist sich mit dem BUND, Europaparlament und Europarat einig, dass die geltenden thermischen Grenzwerte keine Sicherheit bieten, weil sie nichtthermische Effekte nicht berücksichtigen. Wir gehen vom Ziel der Unverletzlichkeit der Wohnung aus und schlagen als Referenzwerte die vom BUND abgeleiteten Werte vor:

Außen max. 100 µW/m² als einklagbarer Gefahrenabwehrstandard.

Innen max. 1 µW/m² als höchstzulässige Belastung in Gebäuden.

Diese Forderungen sind technisch umsetzbar.

Eine ausreichend gute Mobilfunkkommunikation ist auch noch bei Werten von 0,0005 Mikrowatt/m² möglich. Bei Berücksichtigung üblicher Dämpfungseigenschaften von Gebäuden ist eine ausreichend gute Indoorversorgung in normaler städtebaulicher Struktur mit Ein- und Mehrfamilienhäusern auch dann noch gegeben, wenn außen Strahlungswerte von nur 1 Mikrowatt/m² vorhanden sind.