diagnose funk

Projekt „miniWatt“ Kleinzellennetze, Abschaltung u.a.

Eckpunkte der Diskussion
Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wurde unter Leitung des Instituts für Höchstfrequenztechnik und Elektronik der Universität Karlsruhe die sogenannte miniWatt-Studie 1 und 2 durchgeführt. „Alternative Funksysteme mit minimaler Strahlungsleistungsdichte im digitalen Rundfunk, Mobilfunk, drahtlosen LANs“. Es ging um das ausloten von Minimierungspotenzialen bei den Emissionen der Mobilfunks.

Ein wesentliches Ergebnis im Arbeitspaket 5 waren die Vorschläge zur Minimierung durch Vergleichmäßigung – weg von wenigen stark strahlenden Makro-Sendeanlagen, hin zu schwach strahlenden Pico– oder Femto-Sendeanlagen. Das Minimierungspotenzial zur Senkung der allgemeinen Strahlenbelastung solch einer Struktur wurde mit dem Faktor 10 bis 100 angegeben. Weitere Ergebnisse waren die Vorschläge im Paket 7 zur Netzoptimierung durch Effiziente Sendernetz- und Empfangsstrukturen und Expositionsarme Netze. Auch hier wurde ein hohes Minimierungspotenzial gesehen. Es wurden auch sog. Ad-hoc-Netze zur Schaffung versorgungsfreier Gebiete diskutiert – das heißt, die Netze abschalten zu können, wenn kein Bedarf ist.

Des Weiteren wurde auch das Trennen der Innen– und Außenversorgung diskutiert.

Zu einer Weiterentwicklung oder gar Umsetzung ist es nie gekommen. Die weiteren dafür nötigen Untersuchungen wurden von den Betreibern bereits im Keim erstickt. Hierzu ein Zitat aus einer Rede des Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz (2005):

"Im Bereich Dosimetrie war es ein Ziel, die Möglichkeiten zur Minimierung der HF-Exposition der Bevölkerung durch regionale integrierte Netzplanung zu untersuchen. Um die bestehenden Mobilfunknetze zu evaluieren und Strategien zur Minimierung zu entwickeln, sind Informationen über den Netzaufbau verschiedener Betreiber erforderlich. Leider haben die Netzbetreiber in diesem Projekt der Zusammenarbeit nicht zugestimmt. Sie sehen in der Offenlegung der Netzstrategie ureigenste Unternehmsinteressen tangiert."

Die Politik sollte die Blockadehaltung nicht länger hinnehmen, sondern so, wie sie es auch in anderen wirtschaftlichen Bereichen tut, gesetzlich eingreifen.

 

Format: A4Seitenanzahl: 40 Veröffentlicht am: 05.04.2004 Herausgeber: Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt

MiniWatt-Programm I - Broschüre

Konzepte zur Minimierung der Exposition der Bevölkerung durch elektromagnetische Felder
Autor:
Bundesministerium für Bildung und Forschung / Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Inhalt:
Zusammenfassung des Forschungsvorhabens MiniWatt I "Mobilfunkkommunikation und Rundfunk der Zukunft"
Format: A4Seitenanzahl: 92 Veröffentlicht am: 18.03.2003 Herausgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

MiniWatt-Programm I - Forschungsbericht

Alternative Funksysteme mit minimaler Strahlungsleistungsdichte im digitalen Rundfunk, Mobilfunk, drahtlosen LANs
Autor:
Prof. Dr.-Ing. Werner Wiesbeck Institut für Höchstfrequenztechnik und Elektronik Universität Karlsruhe (TH)
Inhalt:
Abschlussbericht des ersten Forschungsvorhabens des BMBF zur Minimierung der Strahlenbelastung
Format: A4Seitenanzahl: 45 Veröffentlicht am: 21.10.2008 Herausgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

MiniWatt-Programm II - Forschungsbericht

Minimierung der Immission künftiger Funkdienste
Autor:
Prof. Dr.-Ing. Werner Wiesbeck Institut für Höchstfrequenztechnik und Elektronik Universität Karlsruhe (TH)
Inhalt:
Abschlussbericht des zweiten Forschungsvorhabens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Minimierung der Strahlenbelastung