diagnose funk

Funkabdeckung mit einem Netz

Kommerzielle Netze führen zu unnötiger Strahlenbelastung
Wie die Landkarte der Makro-Sendeanlagen aussehen könnte, wenn wir in Deutschland ein Mobilfunknetz für alle Anbieter betreiben würden, wollen wir beispielhaft erläutern.

Die Kartenausschnitte zeigen die Stadt Lüdenscheid in Nordrhein-Westfalen. Das obere Bild zeigt den Zustand des Netzaufbaus der vier Mobilfunkbetreiber inklusive Digitalfunknetz der Bahn. Stand Juni 2012 werden in dem abgebildeten Kartenausschnitt 107 Sendeanlagen betrieben. Diese verteilen sich auf die vier Betreiber wie folgt: Telekom 32, E-Plus 22, Vodafone 22, O2 -Telefonica 31 und die Bahn 3 Sendeanlagen.

Davon entfallen 35 Sendeanlagen auf den Mobilfunkstandard GSM900, 27 Sender auf den Standard GSM1800 und 45 Anlagen sind hier für die UMTS-Technik aufgebaut. Bis auf wenige Ausnahmen handelt es sich um sogenannte Sektor-Sendeanlagen mit je drei Sektoren pro Sender. Die derweil aufgebauten Sendeanlagen des neuen Mobilfunkstandards LTE sind hierbei noch nicht erfasst.

Für die rein funktechnische Außen-Versorgung der Fläche (Erreichbarkeit) reichen bei aktueller Leistungsauslegung bereits wenige Sendeanlagen. Beispielhaft dargestellt sind im unteren Bild die GSM900 Senderstandorte der Firma Vodafone, welche neben der Telekom mit der besten funktechnischen Versorgung in der Fläche wirbt.

Angenommen, wir hätten hier ein leistungsfähiges Netz mit ausreichend Kanalkapazitäten und Datenübertragungskapazität, um alle benötigten Mobilfunkverbindungen (der mobilen Kommunikation) zu bedienen, so könnten z.B. bereits weniger als ein Dutzend Sendeanlagenstandorte anstelle von über 100 ausreichen, um die gesellschaftlich gewünschte mobile Kommunikation (im Außenbereich!) zu gewährleisten.

Stadtgebiet Lüdenscheid Stand 2012 - mit 107 kommerziellen Mobilfunk-Sendeanlagen

Für die rein funktechnische Abdeckung von Lüdenscheid braucht es neun Sendeanlagen.

Ausreichende Kanal- und Datenübertragungskapazität müsste mit entsprechend leistungsfähiger Technologie bereitgestellt werden. In so einem Modell würden aber die Endgeräte nicht selten mit sehr hoher Sendeleistung unterwegs sein, was aber auch nicht gewünscht ist.

Datengrundlage mit freundlicher Genehmigung von: http://funk.breloehr.de