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Der Leuchtturm-Bluff

Eckpunkte der Diskussion
„Am besten stellen Sie die Sendeanlage auf das Schuldach, weil unter einer Antenne keine relevante Strahlung zu messen ist.“ Solche und ähnliche irreführenden Aussagen hören Kommunalvertreter nicht selten.

Richtig ist: „Absolut gesehen, treten im Gebäudeinneren deutlich geringere Immissionswerte auf als in der Umgebung des Standortes.“ So das Fazit des IMST-Instituts. Deutlich geringer heißt aber nicht, dass hier keine relevanten Strahlungswerte auftreten, die das Befinden und die Gesundheit der Betroffenen negativ beeinflussen können. Offizielle Untersuchungen12 als auch die Erfahrung der baubiologischen Messtechniker zeigen immer wieder, dass direkt unterhalb von Sendeanlagen „extrem auffällige“ Strahlenbelastungen von weit über 1.000 µW/m² keine Seltenheit sind.

Das Schaubild zeigt, dass Sendeanlagen nicht nur wie ein ´Leuchtturm` sondern auch nach oben, unten und hinten abstrahlen.

Die Strahlungsintensitäten in Gebäuden unterhalb von Sendeanlagen können innerhalb eines Raumes durch sog. Nebenkeulen und Reflexionen bis zum Faktor 1.000 schwanken. Wenn es sich hierbei z.B. um Klassenräume handelt, dann hat der Teil der Schüler, der in dem Bereich sitzt, wo die Strahlung sehr hoch ist, halt ´einfach Pech gehabt`.

 

Veröffentlicht am: 01.01.2005

Feuer unterm Dach

Über den angeblichen Leuchtturmeffekt
Autor:
Josef Reitberger und Roman Leipold / Chip
Inhalt:
Eine seriöse Studie besagt: Die Ausbreitung von Mobilfunk-Strahlung verläuft chaotischer als bisher angenommen. Brisant: Auch in Häusern direkt unter den Antennen treten überraschend hohe Immissionen auf. Bislang fühlten sich die Hauseigentümer auf der sicheren Seite.