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Wechselrichter und Leitungen

Auf was Sie achten sollten
AK-Energie Herrenberg

Wechselrichter wandeln durch den Einsatz von elektronischen Bauteilen den Gleichstrom einer Photovoltaikanlageanlage (PV-Anlage) in Wechselspannung um. Dadurch werden magnetische Wechselfelder im 50 Hz-Bereich erzeugt, die in einem begrenzten Umkreis vorhanden sind. Daher sollten Wechselrichter einen Mindestabstand von zwei Metern zum nächsten Daueraufenthaltsbereich von Personen aufweisen. Wechselrichter gibt es auch zur Außenaufstellung.

Bei Wechselrichtern können elektrische 50 Hz Wechselfelder durch Spannungsrückwirkung auf das Gleichspannungskabel (Modulseite) wirksam werden und durch dieses in angrenzende Räume bis zu den Modulen übertragen werden. Dann erzeugt die gesamte Modulfläche elektrische Wechselfelder! Zusätzlich können auch Spannungsrückwirkungen im Oberwellenbereich und bei Wechselrichtern vom Hochfrequenztyp zusätzlich im kHz-Bereich entstehen. Bei ungeschirmter Kabelführung können dabei unerwünschte elektrische Wechselfelder in Innenräumen auftreten. Auch netzseitig können vom Wechselrichter oberwellenbehaftete Spannungsänderungen bis in den kHz-Bereich abgegeben werden.

Durch spezielle Maßnahmen, wie etwa die Art der Kabelverlegung und Kabelführung (z.B. Hin- und Rückleiter aneinander liegend, verdrillt), elektrische Schirmungen und spezielle Filter für die Wechselspannungsseite können Expositionen gegenüber elektrischen und magnetischen Feldern im Bereich 50 Hz und bis zum kHz-Bereich deutlich reduziert werden. Näheres siehe auch www.emvvorort.de/PV.html

Mehr zum Thema Netz-Filter finden Sie hier: www.bajog.de/fileadmin/downloads/Einsatzbeispiele/Bilder_u_Anhaenge/Solar_Kraftanlage.pdf

Kommunikationsmodul – wie erfolgt die Datenübertragung?

Fast alle modernen Wechselrichter werden heutzutage mit funkbasierten Kommunikationsmodulen ausgestattet. Innerhäuslich wird hier vorrangig der Bluetooth- oder WLAN-Standard eingesetzt. WLAN ist abzulehnen. Bei Bluetooth sollten die Übertragungsintervalle auf ein Minimum reduziert oder besser ganz vermieden werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter über diese Ausschaltfunktion und lassen Sie sich dies schriftlich bestätigen.

Die Einspeisung der Anlagendaten zur heute üblichen externen Überwachung der Anlage sollte kabelgebunden über ein LAN-Kabel und den Telefon- / DSL-Anschluss erfolgen. GSM/UMTS-Mobilfunkmodule sollten grundsätzlich nicht eingesetzt werden.