diagnose funk

Mensch & Umwelt

Elektromagnetische Felder beeinflussen Menschen und Umwelt
Die Entwicklung des Lebens und der biologischen Artenvielfalt hat sich vor dem Hintergrund natürlicher elektromagnetischer Felder (EMF) vollzogen und wurde durch sie entscheidend beeinflusst. Zellen, Gewebe und Organe in unserem Körper verständigen sich nicht nur über chemische Botenstoffe, sondern auch über elektrische Signale. Die Herzspannungskurven im EKG und die Gehirnspannungskurven im EEG oder die Muskelspannungskurven im EMG sind hierbei die offensichtlichsten Beispiele.

Das natürliche elektromagnetische Spektrum

Das elektromagnetische Spektrum umfasst die Gleichfelder, den Niederfrequenzbereich, die sog. „Zwischenfrequenzen“ (VLF*, Funkwellen), die Hochfrequenzstrahlung im Mega- und Gigahertzbereich (Mikrowellen), die Wärmestrahlung (Infrarot), das sichtbare Licht (optisch) und die ultraviolette Strahlung (UV) im Übergang von der nichtionisierenden Strahlung zur ionisierenden Röntgen-, Gamma- und Höhenstrahlung.

So hörte sich die Welt früher an: Spherics demoduliert (Impulsentladungen bei 10 kHz)

Grafik: Das natürliche elektromagnetische Spektrum (dargestellt über die Frequenz)

Im Frequenzbereich unterhalb der Wärmestrahlung haben wir es auf der Erde natürlicherweise mit vier relevanten Einflussgrößen zu tun: Das Erdmagnetfeld als wichtiger Orientierungsfaktor für Lebewesen und die elektrischen Gleichfelder der Atmosphäre und Materialien; die sog. Sferics im Kilohertzbereich: Impulsentladungen in der Atmosphäre durch z.B. Gewitteraktivitäten; die Schumannresonanzen ab 7,8 Hertz (Hz): Stehende Wellen, gespeist aus Impulsentladungen der Atmosphäre, sind von herausragenden Bedeutung für die Organisation des Lebens auf der Erde (Chronobiologie, Gehirnfrequenzen).

  • „Alles Leben vollzieht sich in einer elektromagnetischen Umwelt. Alle Lebewesen sind elektromagnetisch determiniert. Die natürlichen EMF-Frequenzen unserer Umwelt takten sich regulierend in die Informationsprozesse lebender Systeme ein. Die Bioelektrizität gewährleistet die Energie der Lebensprozesse. Gestörte Bioelektrizität bedeutet Krankheit. Ihre Abwesenheit bedeutet Tod.“

Prof. Dr. Karl Hecht, „Die Wirkung der 10 Hz Pulsation auf den Menschen“ http://t1p.de/gjl0

Kann Elektrosmog den Menschen beeinflussen?

Die Fähigkeit des Menschen elektromagnetische Felder wahrzunehmen, beschränkt sich i.d.R. auf das sichtbare Licht und die Wärmestrahlung. Elektrische Gleichfelder können indirekt spürbar sein und rudimentär kann die orientierende Wirkungen des Erdmagnetfeldes erfasst werden. Darüber hinaus gab es keinen Grund, weitere Sinnesorgane für EMF zu entwickeln.

Das elektromagnetische Spektrum heute

Technische elektromagnetische Felder unterhalb der Wärmestrahlung beeinflussen in Abhängigkeit von der Art, Intensität und Einwirkungsdauer lebende Systeme. Künstliche Felder überlagern die natürlichen in ihrer Stärke heute i.d.R. um viele Größenordnungen.

Die Behauptung, dass diese nun vorliegende Überlagerung der "Leerstellen" mit künstlichen elektromagnetischen Feldern mit lebenden Systemen nichts macht - außer ein paar Akutwirkungen bei extrem hoher Belastung (oberhalb der gültigen Grenzwerte), ist an Schlichtheit kaum zu überbieten.

So hört sich die Welt heute an: Mobilfunksignale demoduliert (Breitbandaufnahme 27 bis 3.000 MHz in einer Stadt, schwenkend aufgenommen)

Grafik: Das Spektrum heute. Hervorgehoben ist, in welchem Frequenzbereich der kommerzielle digitale Mobilfunk betrieben wird (2018). Pulsung und Modulationen der Mikrowellenstrahlung liegen z.B. zwischen 1 Hz (TETRA) und 75 kHz (UMTS). Die spezifische niederfrequente Charakteristik der unterschiedlichen Techniken werden laufend durch Weiterentwicklungen verändert. Diese niederfrequenten Anteile sind für die biologische Wirkung allem Anschein nach von großer Bedeutung. 

Künstliche elektromagnetische Felder beinflussen das Leben auf der Erde

Die Analyse der wissenschaftlichen Literatur zum Thema gesundheitlicher Risiken künstlicher elektromagnetischer Felder zeichnet ein sachlogisches Bild. Der sogenannte Elektrosmog kann unter anderem das vegetative und zentrale Nervensystem, Hormone, Chromosomen und Zellen beeinflussen und auch stören. Eine zu starke und zu lange Elektrosmogbelastung ist Stress für lebende Systeme und kann zu verschiedenen, teils schweren Krankheiten führen. Plausible Modelle für die Wirkmechanismen dahinter sind bekannt. Mehr dazu unter: www.emfdata.org

Alle sind Menschen elektrosensibel (ES), immer mehr werden elektrohypersensitiv (EHS)

Viele Menschen reagieren auf Elektrosmog mit teils erheblichen Störungen des Wohlbefindens. Elektrosensibilität kann je nach Schweregrad zu einer deutlichen Minderung der Lebensqualität und Arbeitsleistung führen. Insbesondere die Mobilfunkanwendung zwingt immer öfter Menschen zur Aufgabe ihres Arbeitsplatzes und/oder zur Flucht aus der eigenen Wohnung. Sie werden als Elektrohypersensitive (EHS) bezeichnet.

Über 30 Studien aus den Jahren 1995 bis 2013 zum Thema EHS, zeigen deutlich ansteigende Betroffenenzahlen (1,5% bis 21,6%). Der Mittelwert von 24 Studien seit dem Jahr 2000 liegt bei 9,2%. Die wahrscheinlichste Ursache ist eine steigende Belastung im Kilohertz-Bereich (z.B. durch Monitore, Notebooks, elektronische Geräte) und im Megahertz-Bereich (z.B. durch Handys, Sendeanlagen, Schnurlostelefone, WLAN).

*VLF: very low frequencies (sehr niedrige Frequenzen)