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Dr. Magda Havas: Kein WLAN an kanad. Schulen

Offener Brief an Eltern, Lehrer u. Schulbehörden
In einem offenen Brief nimmt Dr. Magda Havas zum Problem WLAN-Netzwerke in Schulen Stellung. Sie empfiehlt Vorsorge.

Sie kritisiert, dass sowohl die kanadische Regierung als auch die Netzwerkbetreiber diese Technologie, da sie unter den Grenzwerten liegt, als sicher betrachten. Diese Einstellung sei überholt und unkorrekt und die Einführung von drahtlosen Geräten in Schulen darum veranwortungslos.

Zu den von ihr erwähnten Fakten zählen die Richtlinien und Grenzwerte, die in Kanada im Vergleich z.B. zu Salzburg und Liechtenstein zu hoch sind und nur Kurzzeitwerte berücksichtigen, während in einschlägigen wissenschaftlichen Berichten längst eine Reihe gesundheitlicher Folgen aufgeführt werden.

Eine wachsende Anzahl von Menschen leidet wegen der Auswirkungen der Strahlung, an Elektro-Hypersensitivität und an den damit verbundenen Symptomen. Insbesondere Kinder sind wegen ihrer erhöhten Empfindlichkeit davon betroffen. Aus diesem Grund verlangt Dr. Magda Havas die Entfernung von drahtlosem Internet aus Schulen und führt dazu das  Beispiel Frankreich

(s. nebenstehenden Link zum entsprechenden Artikel)

auf, wo man bereits gehandelt hat. Sie weist auch auf das Beispiel von Florida, Kalifornien und Neuseeland hin, die die Errichtung von Mobilfunkantennen in der Nähe von Schulen verboten haben.

„Klar, wenn wir keine Antennen in der Nähe von Schule haben wollen, wollen wir erst recht keine in den Schulräumen selbst.“

Ein weiterer Hinweis in dem Brief bezieht sich auf die Beratung: so sollte die Benutzung von Mobiltelefonen begrenzt werden, wie dies bereits in verschiedenen anderen Staaten geschehen ist. Erst recht müsste dies für drahtlose Computer gelten, da diese den Körper noch mehr belasten als Mobiltelefone.

Schliesslich weist Dr. Magda Havas noch auf das Vorsorgeprinzip hin, das zur Anwendung gelangen muss, selbst dann, wenn die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Schädlichkeit noch nicht akzeptiert werden. Die wichtigsten Plätze für Kinder sind deren Heim, speziell ihr Schlafplatz und die Schule und die müssten so sicher wie möglich gehalten werden.

Sie schliesst mit den Worten: „Wenn wir irren, dann lasst uns zum Vorteil der Vorsorge irren!“


Magda Havas, PhD
(Bild). Associate Professor, Environment & Resource Studies, Trent University, Canada. Expert in radiofrequency radiation, electromagnetic fields, dirty electricity and ground current.

Artikel veröffentlicht:
28.07.2009
Autor:
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