diagnose funk
Gerichtlicher Vergleich

Prof. Lerchl im Rechtsstreit mit Diagnose-Funk

Nach DF-Stellungnahme zu ZEIT-Artikel
Gegen die kritische Stellungnahme von Diagnose-Funk e.V. zur ZEIT Titelgeschichte "Der unsichtbare Feind" (22.08.2013) erwirkte Prof. Lerchl eine einstweilige Verfügung (30.08.2013) beim Landgericht Bremen.

Diagnose-Funk legte dagegen Widerspruch ein. Das Ergebnis des Prozesses am 26.09.2013 im LG Bremen: Diagnose-Funk darf die Stellungnahme weiter veröffentlichen, mit zwei Einschränkungen: Die Worte "Industrienähe" und "Belohnung" dürfen in diesem konkreten Zusammenhang mit der Person Alexander Lerchl nicht mehr benutzt werden. Die Formulierung "Die IARC der WHO lehnte die Teilnahme von Prof. Lerchl an der Konferenz im Mai 2011 ab“ darf weiter benutzt werden. Mit diesem Kompromiss war Diagnose-Funk einverstanden, um den Prozess zu beenden.

Im Prozess ging die Diskussion zentral um die Frage, aus welchem Grund Prof. Lerchl nicht an der Konferenz der IARC (Krebsagentur der WHO) teilnehmen durfte. Prof. Lerchl bestreitet, dass die WHO dies mit seiner "Industrienähe", abgeleitet aus seiner Vortragstätigkeit für das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF), begründete. Peter Hensinger, Vertreter des Vorstands, akzeptierte die Einschätzung des Gerichts, dass eine Verknüpfung mit "Industrienähe" aus dem genauen Wortlaut des WHO-Briefes nicht abgeleitet werden kann, ließ sich aber vom Gericht zusichern, dass die Formulierung "Die IARC der WHO lehnte die Teilnahme von Prof. Lerchl an der Konferenz im Mai 2011 ab“ ohne Sanktionen wiederholt und die Stellungnahme zum Artikel der ZEIT mit der Schwärzung der Begriffe "Industrienähe" und "Belohnung" weiter publiziert werden darf.

Die Diagnose-Funk e.V. aufgezwungene Verhandlung hat große Kosten verursacht. Die eingesetzten Gelder fehlen nun in anderen Projekten. Deshalb bitten wir Sie, für die weitere Durchführung geplanter Aktivitäten, uns mit einer Spende zu unterstützen - jeder Betrag ist willkommen.

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Lesen Sie den Bericht über den genauen Ablauf des Prozesses als PDF unter Downloads.

Publikation zum Thema

Format: A4Seitenanzahl: 8 Veröffentlicht am: 12.04.2011 Bestellnr.: 209Sprache: Deutsch

4. Mobilfunkbericht der Bundesregierung

Wahrheitsgehalt des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Das Kernargument der Industrie und aller Behörden zur Abwehr jeglicher Kritik an der Mobilfunktechnologie sind - neben der Grenzwertfrage - die Ergebnisse des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms (DMF). Auf den Ergebnissen des DMF von 2008 fußt der „Vierte Bericht der Bundesregierung über die Forschungsergebnisse in Bezug auf die Emissionsminderungsmöglichkeiten der gesamten Mobilfunktechnologie und in Bezug auf gesundheitliche Auswirkungen vom 12. Januar 2011 (Drucksache 17/4408)“. Mit diesem Bericht der Bundesregierung wird wieder einmal begründet, warum an der bisherigen Mobilfunkpolitik festgehalten werden kann. Diagnose-Funk e.V. kritisiert diesen Bericht als ein Dokument staatlich organisierter Unverantwortlichkeit.
Format: A 4Seitenanzahl: 16 Veröffentlicht am: 28.11.2012 Bestellnr.: Nicht verfügbar!Sprache: Deutsch

Vom Elend des deutschen Strahlenschutzes

Prof. Alexander Lerchls Kampagne gegen WHO Beschluss gescheitert
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Zwei Ereignisse prägen aktuell die Diskussion um die Risiken der Mobilfunktechnologie. Im Mai 2011 wurde die nicht-ionisierende Strahlung von der IARC-Arbeitsgruppe der WHO als möglicherweise Krebs erregend eingestuft, im Oktober 2012 verkündete das Kassationsgericht in Rom letztinstanzlich, dass Handys und schnurlose Telefone Tumore im Kopf auslösen könnten. Beides rief natürlich die Industrie auf den Plan: beide Entscheidungen seien nicht haltbar. Und sie kann sich dabei auf eine Anzahl von Wissenschaftlern stützen, die mit enormer Energie die Positionen der Industrie begründen. In Deutschland ist das v.a. Professor Alexander Lerchl. Er steht an der Spitze des deutschen Strahlenschutzes als Vorsitzender des Ausschusses nicht-ionisierende Strahlung in der Strahlenschutzkommission (SSK). Der Brennpunkt analysiert lobbyistische Verflechtungen und die Methoden, wie unbequeme Wissenschaftler diffamiert werden.
Format: A4Seitenanzahl: 6 Veröffentlicht am: 24.02.2013 Bestellnr.: 221Sprache: Deutsch

5. Mobilfunkbericht der Bundesregierung

Deutsche Strahlenschutzgremien versuchen Abgeordnete zu manipulieren
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Im Bericht der Bundesregierung vom 3.1.2013 an den Bundestag und dem zugrundeliegenden Forschungsbericht der Strahlenschutzkommission (SSK) vom 30.9.2011 wird die deutsche Öffentlichkeit über den Stand der Forschung zu den Risiken des Mobilfunks desinformiert. Zur Frage der Krebsge-fahr wird der Stand der Forschung manipulativ dargestellt, zur Spermien-schädigung werden selektiv zwei Forschungen aufgeführt als Beweis, dass Entwarnung gegeben werden kann. Die Ergebnisse von fast 30 weiteren Forschungen werden unterschlagen. Der Brennpunkt zeigt die Tricks, mit denen die Strahlenschutzkommission arbeitet.
Aktualisierte Fortschreibung von „Die Fälscher“ und Beilage von "Zellen im Strahlenstress"Seitenanzahl: 16 Veröffentlicht am: 01.09.2008 Herausgeber: Verein zum Schutz der Bevölkerung vor Elektrosmog e.V.

Von subtiler Fälschung zur Wissenschaftskriminalität

Zur deutschen Mobilfunkforschung
Autor:
Peter Hensinger
Inhalt:
Der Autor hat diesen Vortrag auf der Offenen Akademie Gelsenkirchen gehalten. Er stellt sieben Methoden zur Manipulation der öffentlichen Meinung über die Risiken des Mobilfunks dar. Detailliert werden Studienverfälschungen aufgedeckt.
Heft 8, April 2013Format: A4Seitenanzahl: 36 Veröffentlicht am: 01.04.2013 Bestellnr.: 708Sprache: Deutsch

Was ist vom Strahlenschutz-Auftrag geblieben?

Eine Dokumentation zur deutschen Mobilfunk-Politik
Autor:
Karl Richter, Klaus Buchner, Ulrich Warnke, Karl Braun-von Gladiß, Markus Kern und Franz Adlkofer
Inhalt:
Die Schrift dokumentiert Vernetzungen, Interessenkonflikte und Satzungsverstöße, mit denen sich Organe des deutschen ‚Strahlenschutzes‘ weit von ihrem Gründungsauftrag entfernt haben und eher als Einrichtungen zum Schutz ökonomischer Interessen betätigen. Sie zeigt am Beispiel des 5. Mobilfunk-Berichts der Bundesregierung an den Deutschen Bundestag, wie ein nachweislich manipulierter Stand der Erkenntnis die Entscheidung der Volksvertreter in industriegefälliger Weise beeinflussen und lenken soll.
Heft 5, Juli 2011 Format: A4Seitenanzahl: 64 Veröffentlicht am: 01.07.2011 Bestellnr.: 705Sprache: DeutschHerausgeber: Kompetenzinitiative

Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft

Eine Dokumentation
Autor:
Franz Adlkofer und Karl Richter
Inhalt:
Der erste Teil dieser Schrift dokumentiert die Anstrengungen eines leitenden deutschen Strahlenschutzbeauftragten, für Industrie und Staat unbequeme Erkenntnisse gentoxischer Wirkungen aus dem Weg zu räumen. Die weiteren Teile des Heftes belegen aber auch, wie weit sich der deutsche Strahlenschutz dabei vom Stand internationaler Erkenntnis entfernt hat – auch mit Projekten des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms.