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Comet-Assay-Test zeigt DNA-Strangbrüche

Vortrag Prof. Adlkofer zu REFLEX in NRW
Vortrag beim 7. Workshop "Elektromagnetische Felder in der Umwelt"; Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW, Düsseldorf; 2. Dezember 2004.

In der REFLEX-Studie wurde zum einen der Mikronukleus-Test als Methode zum Nachweis von Zellkern-Schädigungen angewandt. Eine Zunahme der Micronuklei in sich teilenden Zellen weist darauf hin, dass Chromosomen in kleinen Extrakernen abgespalten werden (was hier der Fall sein dürfte), oder dass das Programm der Zellteilung gestört ist. Die Abbildung zeigt solche Mikrokerne in sich teilenden HL60-Zellen, nachdem die HL60-Zellen Mikrowellenstrahlung („Handystrahlung“) ausgesetzt waren.

Ein weiterer Test ist der Comet-Assay, dessen alkalische Form den Anstieg von Einzel- und Doppel-DNA-Strangbrüchen anzeigt, wenn die DNA, die Grundsubstanz der Gene, geschädigt wird. Die Abbildung zeigt ein Beispiel dafür, was sich tut, wenn HL60-Zellen entweder nicht-ionisierenden Mikrowellen oder ionisierenden Röntgenstrahlen ausgesetzt werden. In beiden Fällen entsteht ein Komet mit einem mehr oder weniger langen Schweif. Je länger und prachtvoller dieser Schweif ist, desto stärker ist die DNA-Schädigung mit der man rechnen muss.

 

Artikel veröffentlicht:
02.12.2004
Autor:
Vortrag von Prof. Franz Adlkofer
Quelle:
Veröffentlicht auf diagnose:funk mit freundlicher Genehmigung des Autoren.

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