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Hamburger Ärztekammer warnt vor Risiken

Stellungnahme zu Mobilfunk
In der Stellungnahme "Hinweise zu möglichen Risiken des Mobilfunks und Empfehlungen zur Nutzung" von 2013 weist die Hamburger Ärztekammer deutlich auf mögliche Gesundheitsrisiken der Mobilfunkstrahlung hin.

Zum SAR-Wert für Handys schreibt sie: "Die aufgeführten SAR-Grenzwerte beziehen sich allerdings im Wesentlichen auf die Gefährdung durch thermische Effekte, mögliche athermische Störungen werden nicht berücksichtigt." Weiter heisst es in der Stellungnahme:

Zur Studienlage
"
Die Studien zum gesundheitlichen Gefährdungspotential mobiler Funkeinrichtungen sind zahlreich und kommen zu kontroversen Schlüssen. Gesundheitliche Auswirkungen im Frequenzbereich der Mobilfunktechnik sind einerseits durch thermische Effekte, andererseits durch athermische Störungen zu erwarten..."

Zu möglichen Beschwerden
"Menschen mit erhöhter Sensibilität geben an, auf hochfrequente Strahlung zu reagieren. So werden Beschwerden wie Migräne, Kopfschmerzen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Ohrgeräusche, Unbehagen, Reizbarkeit, Schwindelanfälle oder Nervosität von ihnen angegeben. Diskutiert werden auch mögliche Zusammenhänge mit Krebserkrankungen oder die Beeinflussung des Zentralnervensystems, der Blut-Hirnschranke und der Gehirnaktivitäten (Störung der Hirnströme)."

Zur gepulsten Strahlung und DECT-Schnurlostelefonen
"Besondere Bedeutung kommt möglicherweise der Verwendung gepulster Mobilfunkstrahlung zu.
Die Basisstationen schnurloser Telefone mit DECT-Standard (praktisch alle schnurlosen Telefone haben seit Jahren diese Eigenschaft) geben auch im Stand-by-Modus eine gepulste Strahlung ab, welche ins-besondere in der Nähe von Basisstationen erheblich ist. Dies wissen nur wenige Nutzer schnurloser Telefone. Basisstationen senden also rund um die Uhr hoch frequente Felder aus, auch wenn das Mobilteil auf der Basisstation liegt. Die gepulste Strahlung der Basisstationen (z. B. von DECT-Telefonen) hat eine große Reichweite und ist hinsichtlich der Regeneration des menschlichen Organismus anders zu bewerten als eine Dauerstrahlung während des Telefonierens mit alten schnurlosen Telefonen (z. B. der CT1+- Standard). "

Zu Langzeitwirkungen
"Hinsichtlich der Langzeitwirkungen gepulster elektromagnetischer Felder liegen ebenfalls keine aus-reichenden Erkenntnisse vor. Einzelfallstudien können dieses Dilemma nicht lösen. Deshalb ist es ratsam, sich der Belastung durch DECT-Telefone so wenig wie möglich auszusetzen und am Arbeitsplatz sowie im häuslichen Umfeld möglichst schnurgebundene Telefone zu verwenden. Bei der Benutzung von Mobilfunktelefonen sollten einige einfache Regeln befolgt werden."

Es folgen ausführliche Tipps, wie man sich schützen kann.

Artikel veröffentlicht:
14.10.2014
Quelle:
Ärztekammer Hamburg, Stellungnahme vom Februar 2013

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