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218 Wissenschaftler warnen vor Elektrosmog

Internationaler Appell an UN und WHO
Stand Januar 2016 fordern 218 Wissenschaftler aus 39 Ländern, viele davon Lehrstuhlinhaber die zu den Wirkungen der nicht-ionisierenden Strahlung des Mobilfunks forschen, in einem Appell an die UN/UNO und WHO, sich in ihrem Umweltprogramm mit den Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Felder zu befassen:

"Zahlreiche kürzlich erschienene wissenschaftliche Publikationen zeigen, dass EMF – deutlich unterhalb der meisten international und national geltenden Grenzwerte – auf lebende Organismen einwirken. Die Wirkungen umfassen ein erhöhtes Krebsrisiko, zellulären Stress, einen Anstieg gesundheitsschädlicher freier Radikale, genetische Schäden, Änderungen von Strukturen und Funktionen im Reproduktionssystem, Defizite beim Lernen und Erinnern, neurologische Störungen und negative Auswirkungen auf das Allgemeinbefinden der Menschen. Wie die sich mehrenden Belege für schädliche Auswirkungen auch auf die Pflanzen- und Tierwelt zeigen, reicht die Bedrohung weit über die Menschheit hinaus."

Die Unterzeichner des Appells kritisieren, dass die geltenden Grenzwertregelungen (ICNIRP-Richtlinien) wissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren:

"Nach unserer Überzeugung sind die ICNIRP-Richtlinien schon deshalb nicht geeignet, die Gesundheit der Menschen zu schützen, weil sie die Bereiche Langzeit-Exposition und Wirkung niedriger Intensitäten nicht berücksichtigen...Da die Grenzwertfestlegung zur Verhinderung schädlicher gesundheitlicher Wirkungen kontrovers beurteilt wird, schlagen wir vor, dass die Vereinten Nationen (UNEP) sich in ihrem Umweltprogramm mit der Angelegenheit befassen und Mittel für einen unabhängigen interdisziplinären Ausschuss
bereitstellen, welcher das Für und Wider von Alternativen zur derzeitigen Praxis erforscht und prüft...".

Die Wissenschaftler stellen 9 Forderungen auf:

1. Kinder und Schwangere besonders geschützt werden;
2. Richtlinien und Ausführungsbestimmungen verbessert werden;
3. die Hersteller ermuntert werden, sicherere Technologien zu entwickeln;
4. die Einrichtungen, die für Erzeugung, Weiterleitung, Verteilung und Überwachung der Elektrizität verantwortlich sind, angemessene Stromqualität bereithalten und ordnungsgemäße elektrische Leitungsnetze bereitstellen, um schädlichen Streustrom möglichst gering zu halten;
5. die Öffentlichkeit über die möglichen gesundheitlichen Risiken elektromagnetischer Felder vollständig aufgeklärt und über Maßnahmen zur Verminderung der Schädlichkeit unterrichtet wird;
6. medizinisches Fachpersonal über die biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder unterrichtet und für die Behandlung elektrosensibler Patienten ausgebildet wird;
7. die Regierungen für Ausbildung und Forschung zum Thema elektromagnetische Felder und Gesundheit Mittel bereitstellen, und zwar unabhängig von der Industrie und von der Forschung, die von der Industrie in Auftrag gegeben wird;
8. die Medien finanzielle Verbindungen von Experten zur Industrie offenlegen, wenn sie deren Meinung zu Gesundheits- und Sicherheitsaspekten EMF-emittierender Technologien zitieren; und
9. für Elektrosensible weiße Zonen (strahlungsfreie Gebiete) ausgewiesen werden.

Publikation zum Thema

Format: A4Seitenanzahl: 7 Veröffentlicht am: 11.05.2015 Sprache: DeutschHerausgeber: EMFscientist.org

Internationaler Appell 2015

Wissenschaftler rufen zum Schutz vor nicht-ionisierenden elektromagnetischen Feldern auf
Autor:
Deutsche Übersetzung der Pressemitteilung
Inhalt:
194 Wissenschaftler, viele davon Lehrstuhlinhaber, aus 39 Ländern, die zu den Wirkungen der nicht-ionisierenden Strahlung des Mobilfunks forschen, sind besorgt. Zahlreiche kürzlich erschienene wissen-schaftliche Publikationen haben gezeigt, dass elektromagnetische Felder lebende Organismen weit unterhalb der meisten international und national geltenden Grenzwerte schädigen. Die Wissenschaftler haben die UNO, ihre Mitgliedsstaaten und die WHO aufgefordert, sich in ihrem Umweltprogramm mit den Gesundheitsrisiken elektromagnetischer Felder zu befassen. Der Appell wurde am 11. Mai 2015 übermittelt.