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Neue Dimension von Funkbelastungen

Ablesegeräte
Eine neue Dimension von Funkbelastungen nimmt Einzug in unsere Haushalte. Hinter Begriffen wie Smart Metering, Energy-Box verbergen sich Funkheizkostenverteiler, funkauslesbare Strom-, Wasser- und Gasablesegeräte.

Insbesondere in Mehrparteienwohnungen werden diese Funksysteme verstärkt installiert, da es kein Betreten der Wohnungen mehr zum Zwecke des Ablesens bedarf. Funkverbindungen mit weiteren Haushaltsgeräten stehen ebenso im Raum. Momentan befinden sich die meisten Systeme immer noch in einem Versuchsstadium. Kommt es aber zu einem flächendeckenden Einbau wird sich die Anzahl von Mobilfunksendern und somit die direkte Hochfrequenzbelastung in Wohngebieten drastisch erhöhen.

Im Prinzip geht man davon aus, dass es nur bei den Ablesungen für die Jahresabrechnung zu Funkverbindungen kommt. Dass dem aber nicht so ist belegen verschiedene Informationen und eine Messung, welche vom Umweltanalytiker Dr. Moldan in einem Haushalt in Naila an einem Funkheizkostenverteiler der Fa. techem vorgenommen wurde.

Diese Messung ergab 500 µW/m² in 1 m AbstandDas ergibt bei 0,5 m ca. 2.000 µW/m² und bei 30 cm etwa 5.500 µW/m². Bei dieser Messung wurde auch ein Sendeintervall von ca. 30 sec festgestellt.

Bei dieser Messung wurde auch ein Sendeintervall von ca. 30 sec festgestellt. Ob dieses Intervall während des ganzen Jahres so ist, kann noch nicht bestätigt werden. Laut der Herstellerfirma techem werden die Intervalle zu Ablesezeiten kürzer gemacht und während des Jahres länger. Die kurzen Intervalle sind auf Dauer mit einer kleinen Batterie vermutlich nicht zu gewährleisten, zumal die Lebensdauer bei techem hierfür mit 10 Jahren angegeben wird. Wasserverbrauchszähler werden mit dem gleichen System betrieben. (m.E. keine Mobilfunkversendung, da die Daten ja im Flur des Hauses abgelesen/erfasst werden). Messungen zu intelligenten Stromzählern stehen an und werden in absehbarer Zeit veröffentlicht. Dort werden die Daten über GSM 900 (T-Mobile ist derzeit der einzige Anbieter) versendet.

Nachdem es endlich erfreuliche Veränderungen bei den DECT-Schnurlostelefonen (s. nebenstehender Link) gegeben hat und so eine Verringerung der Belastung in Wohnräumen erreicht werden kann, hält nun still und heimlich ein weiteres Funksystems in die privaten Räumlichkeiten Einzug. Gerade in einem Haushalt, vor allem auch bei kleinen Räumen, hält man sich immer wieder, zum Teil auch dauerhaft in direkter Nähe der Heizkörper auf.

Bei einem flächendeckenden Einbau und Funkkontakt in kurzen Intervallen wird sich die Anzahl von Mobilfunksendern und somit die direkte Hochfrequenzbelastung in Wohngebieten drastisch erhöhen. Dies widerspricht jedem Trend zur Reduktion von Hochfrequenzbelastung und wird sicher nicht stillschweigend hingenommen. Dessen kann man sich sicher sein.
 

Erfahrungen von Dr. med. Joachim Mutter

Der Umweltmediziner Dr. med. Joachim Mutter
berichtet über Erfahrungen mit den neuen Funksystemen aus seiner Praxis:

Habe jetzt schon Patienten kennengelernt, die wieder gesund wurden (u.a. durch Eliminierung von HF-Strahlenquellen), aber nach Ablesen und tournusmässigen Einbau von neuen Wärmemesszählern auf Funkbasis, vielerlei Beschwerden und Krankheiten erworben haben (obwohl sie nicht davon wussten, dass damit neue Strahlenquellen im Haus sind). Diese beinhalteten das bekannte Spektrum des Mikrowellensyndroms:
Schlaflosigkeit, Kopf-und Körperschmerzen, Herzpalpitation, Blutdruckkrisen, Schwindel, Müdigkeit, Gedächtnisschwäche, Augenbrennen, Hautbrennen, Tinnitus, Depressionen etc.

Diese wurden erst besser (nach Latenz von 2- 4 Tagen) , nachdem die Fachfirma die elektronischen Wärmezähler demontiert und dafür wieder die alten Messröhrchen an den Heizkörpern angebracht hatte. Zuvor konnten mittels Hochfrequenzmessung die Strahlenquellen ausgemacht werden.

Wenn bei Patienten trotz guter und normalerweise sonst wirksamer Therapie, die Beschwerden nicht besser werden, muss sicherlich auch an solche Ursachen im Wohnbereich gedacht werden.

Zu beachten ist, dass Patienten und deren Familien, die in Mehrfamilienhäusern leben, und von einer Vielzahl von Nachbarn umgeben sind, die neben Handy, DECT, WLAN auch noch elektronische Wärmezähler, und strahlende Energiezähler (und wohl in Zukunft auch Wasserzähler) betreiben, eigentlich keinerlei Chancen mehr haben, in Ihrem Leben auch nur noch eine Minute zu genießen, in der die HF-Strahlenbelastung unterhalb des von der österreichischen Ärztekammer empfohlenen Grenzwerte für Innenräume liegt. Da viele Patienten nach einer HF-Exposition meist mindestens einen Tag oder mehr in strahlenarmen Arealen, welche fast nicht mehr existieren, benötigen, bis sich wieder erholen können, werden chronische Krankheiten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Zukunft nicht gerade abnehmen.

Bericht zu Hochfrequenz-Messungen

an Heizkostenverteilern mit Funk der Fa. techem

Von Dr. Moldan / Umweltanalytik / 24.03.2009

Am 20.03.2009 wurden in einer Mietwohnung in Naila Messungen an einem Gerät der Fa. techem, 65760 Eschborn, zur Erfassung der Heizenergie an Heizkörpern durchgeführt. Hierbei handelte es sich um den Funkheizkostenverteiler data III.

Informationen zur Messung

Daten des Herstellers laut Datenblatt Betriebsfrequenz 868,95 Megahertz (MHz) Sendeleistung 3 bis 10 Milliwatt (mW) Sendedauer 7,5 Millisekunden (ms) Sendeintervall variabel, zu Ablesezeiten häufiger, sonst seltener (telefonische Auskunft Niederlassung Würzburg vom 24.03.2009)

Die Messung erfolgte mit kalibrierten Geräten Spektrumanalysator Typ ROHDE & SCHWARZ FSL 6, Geräte Nr. 10 04 23, 9 kHz-6 GHz, letzte Kalibrierung: 31.10.2006 Messantennen Typ Schwarzbeck USLP 9143, 250 MHz - 3 GHz, Seriennummer 198 Antennenkabel Typ Schwarzbeck AK 9513 mit 3 m Länge

Ergebnisse

Streubreite der Signale über 8 MHz Impulslänge ca. 7,5 msImpulsintervall ca. 32 sec, am Messzeitpunkt 20.03.2009 Impulsspitzenwert ca. 520 µW/m²; in einem Abstand von 1 m

Artikel veröffentlicht:
24.03.2009
Autor:
diagnose:funk
Quelle:
Dr. Moldan

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