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ElektrosmogReport 3/4-2020: neue Studien zu WLAN, Fruchtbarkeit, DNA-Schädigungen und oxidativem Stress

Inhalt: 900 und 1800 MHz-Strahlung verändern die Genexpression mit Auswirkungen auf den Hippocampus ● 1800 und 2100 MHz führen zu oxidativem Stress in den Hoden von Ratten ● WLAN vermindert die Antioxidantien, führt zu einer Überproduktion freier Radikaler und Leberschäden ● 900, 1800 und 2450 (WLAN) MHz führen zur Modulation der DNA-Histon-Methylierung ● 1800 MHz erzeugen eine erhöhte ROS-Konzentration im Innenohr ● Mobilfunknutzung kann zu einem geringeren Geburtsgewicht führen ● Kritische Auseinandersetzung mit einer Bewertung von 5G eines IEEE-Komitees ● Zusammenfassung der Analyse von Hardell/Carlberg zur ICNIRP

Der ElektrosmogReport 3-4/2020 enthält sechs Besprechungen zu neuen Studien und zwei Kommentare zu Reviews. Er enthält das Register 2020. Jede ElektrosmogReport-Ausgabe widerlegt die ständig verbreiteten Falschinformationen, es gäbe keine Forschungen mit Nachweisen gesundheitlicher Risiken nicht-ionisierender Strahlung. Die neuen Studien behandeln Ergebnisse zu WLAN, den Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und zu pränatalen Einflüssen, epigenetischen Veränderungen, DNA-Schädigungen und oxidativem Zellstress.

 

 

Inhalt und Einzelstudien-Besprechungen (verlinkt mit EMFdata.org):

Alkis et al. (2019) kamen zu dem Ergebnis, dass 900, 1800 und 2100 MHz zu DNA-Schädigungen (bei 1800 & 2100 MHz) und oxidativem Stress in den Hoden von Ratten führen und damit Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben.

Fahmy/Mohammed (2020) untersuchten die WLAN-Frequenz 2450 MHz. Durch die Bestrahlung waren die Antioxidantien (Glutathione (GSH) und Superoxiddismutase (SOD)) vermindert, die Überproduktion an freien Radikalen führte zu Leberschäden.

Kumar et al. (2020) untersuchten die epigenetische Modulation der DNA-Histon-Methylierung. Die Bedeutung der Methylierung wurde bisher nicht untersucht. Sie bestrahlten mit 900, 1800 und 2450 MHz-(WLAN-)Signalen. Die größten Auswirkungen hatten die WLAN-Signale. Auswirkungen auf die Hirnleistungen, Krebsentstehung und Fortpflanzung werden vermutet.

Yang et al. (2020) bestrahlten mit 1800 MHz das Innenohr. Bei einem SAR-Wert von 4 W/kg wurde eine erhöhte ROS-Konzentration festgestellt.

Boileau et al. (2020) gingen der Frage nach, ob sich die Mobilfunknutzung auf das Wachstum von Embryos auswirken könnte. Das Ergebnis: häufiger Gebrauch kann zu einem geringeren Geburtsgewicht führen.

Die Studie von Tohidi et al. (2020) weist nach, dass die Strahlung von 900 und 1800 MHz die Genexpression verändert (Prozess der Umsetzung genetischer Information in Proteine) und zu einer verminderten Funktion des Hippocampus (Teil des Gehirns, der vor allem für das Gedächtnis wichtig ist) führen kann. Das kann zu einer Beeinträchtigung des Lernens führen.

Die ElektrosmogReport-Autoren setzten sich kritisch mit einer Bewertung von 5G eines IEEE-Komitees auseinander (Bushberg et al. 2020).

Außerdem enthält der ElektrosmogReport eine Zusammenfassung der Analyse von Hardell/Carlberg zur ICNIRP (Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung) als Lobbyorganisation der Mobilfunkindustrie.

Der ElektrosmogReport wird von Fachwissenschaftlern verfasst, die von diagnose:funk dafür bezahlt werden. Wir stellen ihn auf unserer Homepage www.EMFdata.org kostenlos zur Verfügung, weil diese wissenschaftsbasierten Nachweise unsere Arbeit legitimieren. Zudemist diagnose:funk derzeit die einzige Organisation in Deutschland, die die Studienlage auswertet.

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Artikel veröffentlicht:
01.12.2020
Autor:
diagnose:funk