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NTP-Studie bestätigt Krebsrisiko durch Mobilfunk

Aufklärungs- und Vorsorgepolitik unerlässlich
Am 27.05.2016 wurden die Ergebnisse der bisher größten Studie, finanziert von der Regierung der USA mit 25 Mio Dollar, zu nichtionisierender Strahlung und Krebs, vorgestellt. Das Ergebnis: Mobilfunkstrahlung kann zu Tumoren führen. Durch die Strahlung wurden zwei Krebsarten (Schwannom, Gliom) und bei einer zusätzlichen Anzahl von Ratten präkanzerogene Zellverän­de­rungen (Hyperplasie von Gliazellen) ausgelöst.

Die Studie wurde im National Toxicology Program (NTP) innerhalb des National Institutes of Health  der US-Regierung durchgeführt. Das Ergebnis ist so brisant, dass die Wissenschaftler schon vor der Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift mit dem geprüften Ergebnis an die Öffentlichkeit gingen. Es erfordere, so die Wissenschaftler, von der US-Regierung eine Aufklärungs- und Vorsorgepolitik.

Die Reaktionen der American Cancer Society, führender Krebsforscher weltweit, im ConsumerReport, in den MicrowaveNews sind eindeutig: die Studie erfüllt höchste wissenschaftliche Ansprüche.

Damit Sie sich über die Studie informieren können, hat diagnose:funk Dokumente für Sie aufbereitet und auch vom Englischen ins Deutsche übersetzt, die Sie unter Downloads als PDFs herunterladen können:

  • Bericht der MicrowaveNews, Verfasser Louis Slesin
  • Stellungnahme der American Cancer Society
  • Stellungnahme der BioInitiative Gruppe, verfasst von Prof. Lennart Hardell
  • Stellungnahme von Prof. Wilfried Kühling, Vors. des wissenschaftlichen Beirats des BUND

Wissenschaftler fordern nach den Ergebnissen der NTP-Studie, die nicht-ionisierende Strahlung als Kanzerogen einzustufen, auf Stufe 1 in der WHO Skala. Nun  ist Verantwortung  v.a. der Politik gefragt. Wenn man die Kinder und Jugendlichen als Smartphone-Dauernutzer beobachtet, und von diesen Studienergebnissen und den potentiellen Folgen weiß, dann ist ein weiteres Zögern  zur Entscheidung für eine aktive Vorsorgepolitik eine bewusste Inkaufnahme von Gesundheitsschädigungen.

Artikel veröffentlicht:
07.06.2016
Autor:
diagnose:funk

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