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3. Studie zu Schwarzenburger Kurzwellensender

Publikation nach 8 Jahren Geheimhaltung
Nach 8 Jahren Geheimhaltung wird jetzt plötzlich die 3. Schwarzenburger Studie publiziert. Was steckt hinter dieser unglaublichen Verzögerungstaktik?

Wollte man den Aufbau der Mobilfunknetze nicht stören oder spielte man bei der Swisscom (früher Telecom) bewusst auf Verjährung, falls sich die Anwohnerschaft des 1998 abgebrochenen Senders von Schweizer-Radio-International doch noch zu einer Sammelklage entschliesst?

Gründe für eine Sammelklage wären vorhanden

und mit den nun plötzlich publizierten Studien ebenfalls die Beweismittel. Mit den jetzt vorhandenen Daten zur Melatoninausschüttung (siehe Bild 3) können Elektrosmogleugner nicht mehr behaupten, die Leiden der Bevölkerung hätten alle nur aus lauter Einbildung und unbegründeten Ängsten bestanden.
Die Verjährungsfrist für Körperschäden endet nach Art 60ff ZGB nach 10 Jahren. Die Anwohner des ehemaligen Kurzwellensenders von Schweizer-Radio-International, welchen man nach ihren eigenen Aussagen rund 20 Jahre ihres Lebens gestohlen hat, müssten sich jetzt unheimlich anstrengen, um noch vor Ablauf dieser Frist vor dem Bundesgericht zu landen. Wenn es für den Startschuss dazu nicht bereits zu spät ist?
Denn bereits um Beginn und Ende dieser Verjährungsfrist gibt es grosse Diskussionen unter Juristen. Der lachende Dritte könnte die Swisscom (ehemals Telecom) sein, die dann den Geschädigten nach den erlittenen Gesundheitsschäden auch noch eine lange Nase drehen könnte.

Die erste, 1992 vom Bundesrat bestellte

und 1995 von der UNI Bern veröffentlichte Studie diente eindeutig dem Zweck, die Bevölkerung soweit ruhig zu stellen, um den Sender Schwarzenburg möglichst ungestört um das 5-Fache verstärken zu können.
Man muss wissen, dass der Sender Schwarzenburg über Kurzwelle pro- westlich getrimmte Radiosendungen via Jonosphäre direkt in Überseegebiete und hinter den Ural verfrachtete. Alle 15 Minuten gab es Nachrichten in mindestens 5 Weltsprachen.
Die Welt, und mit ihr die Schweiz standen mitten im kalten Krieg. Und somit mitten in einer radiophonischen Aufrüstung. Die Propagandasender der verfeindeten Nationen versuchten mit immer stärkeren Sendern, sich gegenseitig aus dem Aether zu verdrängen. Da konnte natürlich die Schweiz nicht abseits stehen und musste wegen ihren Handelsbeziehungen zum pro-westlichen Staatenbündnis herzhaft mitmischeln.

Derweil wurden die Schäden an Flora und Fauna und somit auch an Menschen, verursacht durch die starken elektromagnetischen Felder des Senders, immer grösser und konnten schon 1995 nicht mehr wegdiskutiert werden. Also entschloss man sich, die Resultate der ersten Studie soweit wie nur irgendwie möglich zu verwässern. Ob die damals beteiligten Wissenschafter an dieser Aktion bewusst mitmachten, oder ob sie von der Telecom schlicht an der Nase herumgeführt wurden, ist auch heute nicht ganz klar.

Die Verwässerung begann schon mit einem völlig falschen Studienkonzept.

Bei Betrachtung von Bild 1 wir sofort klar, dass der Schwerpunkt der Untersuchungen in den 5 Hauptstrahlrichtungen hätte liegen müssen. Statt dessen begann man um den Sender herum im Abstand von 1 und 2 km 2 Kreise zu ziehen und die Bewohner von Zone A als stark bestrahlte Gruppe, die Bewohner von Zone B als mittelstark bestrahlte und die Bewohner der Zonen C als unbestrahlte Referenzgruppe zu bezeichnen. Dies, obschon den Telecom-Verantwortlichen seit über 30 Jahren bekannt war, dass ausserhalb der Zone B, da, wo das Gelände stark anzusteigen beginnt und dadurch das EM-Feld am Boden auflag, zum Teil wesentlich höhere Feldstärken herrschten, als am äusseren Rand der Zone A, wo die Häuser nicht angestrahlt, sondern hoch oben überstrahlt wurden.

In der Zone A hätte man das Konzept eines Kreises

noch einigermassen hinnehmen können, aber in der Zone B lagen die Haupstrahlrichtungen bereits dermassen weit auseinander, dass sich bestrahlte und unbestrahlte Anwohner kunterbunt vermischten und die Auswirkungen schwer verwässert wurden.
Noch interessanter war die südliche, angeblich unbestrahlte Zone C. Diese lag bereits 75m höher als das Sendergelände und wurde von der Senderichtung Südamerika ziemlich direkt angstrahlt. Die nördliche Zone C dagegen war durch 2 Hügelzüge vom Sender getrennt, lag 25m tiefer als das Sendergelände und hatte keine Sichtverbindung zu diesem. Einzig die Bewohner der nördlichen C-Zone hätten, weil sie quasi im Funkschatten lagen, als Refernzgruppe genommen werden dürfen. Dadurch wurde auch in der angeblich unbestrahlten Referenzgruppe eine Verwässerung vorgenommen. Damit hätte der Bevölkerung vorerst einmal suggeriert werden sollen, dass es zwischen Bestrahlten und Unbestrahlten keine oder nur sehr geringe gesundheitliche Unterschiede gebe.

Aber die Rechnung ging nicht auf.

Auf Grund der Replikation und auf Grund massivstem Druck aus der Bevölkerung – die Senderregion glich einem Pulverfass und Militär und Polizei übten schon fleissig Antiterroreinsätze – musste der Sender Ende März 98 stillgelegt und im Sommer 98 ersatzlos abgebrochen werden.

Dies, nachdem bereits über 7 Millionen in die Projektierung von 2 neuen gigantischen Drehantennen (100m hoch und 100 Spannweite) mit einer 5-fachen Verstärkung der Sendeleistung und in Landkäufe und Enteignungsverfahren gesteckt worden waren.
Die getätigten Vorbereitungsarbeiten und Vorinvestitionen hinderten jedoch die Elektrosmogleugner bis heute nicht daran, zu behaupten, der Sender sei aus wirtschaftlichen und nicht aus gesundheitlichen Überlegungen abgebrochen worden.
Um diese Behauptung zu stützen und um die im Anrollen begriffene Handywelle nicht zu stören, mussten jedoch unter allen Umständen die Ergebnisse der Replikation geheim gehalten werden. Erst 8 Jahre später werden sie jetzt publiziert. Hier sind sie kurz zusammengefasst.

Um die Sache weiter zu entschärfen,

wurde zwischen Einschlaf- und Durchschlafstörungen unterschieden. Obschon eigentlich anhand der Sendezeiten klar war, dass die in Senderichtung Südamerika lebenden Probanden an Einschlafstörungen und die in Richtung Nordamerika lebenden an Durchschlafstörungen litten. Sehen Sie dazu bitte auch in Bild 1 nach. Hätte man einfach kurz und bündig nur nach Schlafstörungen gefragt, wäre man in der Zone A glatt auf 88% und in der Zone B glatt auf 51% gekommen. Das war natürlich im Vor-Handyzeitalter absolut unüblich. Die Norm lag damals für eine ländliche Bevölkerung bei 8% Schlafgestörten. Heute, im dichten Antennenwald der Handymasten, wollen uns Behörden und Elektrosmogleugner klar machen, dass 30 bis 50% Schlaflose absolut normal seien.
In der Zone R gab es 1998 trotz höheren Strahlungswerten logischerweise etwas weniger Schlafstörungen, weil diese Zone nachmittags zwischen 13 und 17Uhr bestrahlt wurde.

Endlich begriffen!

Dieses offensichtlich falsche Konzept verleitete Senderbefürworter immer wieder dazu, zu behaupten, dass alles nur Einbildung sei oder dass die Befindlichkeitsstörungen nichts mit dem Senderbetrieb zu tun hätten und vor allem psychologischer Natur, infolge Angstmacherei sei.
Um eine solche Argumentation auszuschliessen oder auch zu beweisen, wurde endlich im März/April 98, das heisst eine Woche vor und eine Woche nach endgültiger Stillegung des Senders eine gross angelegte Studie über die Melatonin-Ausschüttung bei Menschen durchgeführt. Diesmal, jetzt endlich nicht mehr im Zusammenhang mit der Entfernung zum Sender, sondern mit einer realen Angabe der Strahlenbelastung vor und nach Abschaltung des Senders.

27 Individuen (so nennen die Wissenschafter ihre Mitmenschen) in angeblich stark bestrahlten Zonen mussten während 2 Wochen, je 5mal pro 24-Stunden, Speichelproben abgeben. In diesen Speichelproben konnte das Hormon Melatonin nachgewiesen werden. Melatonin ist ein körpereigenes Antidepressivum, ein körpereigenes Krebsabwehrmittel sowie ein körpereigenes Schlafmittel, welches in der Zirbeldrüse nur nachts und bei genügender Dunkelheit produziert wird. Da, wo das Melatonin fehlt, wird das Individuum (pardon: der Mensch) logischerweise ernsthaft krank. Hochfrequente elektromagnetische Bestrahlung interpretiert die Zirbeldrüse als Licht und stellt infolgedessen die Produktion von Melatonin ein. Fatal für alle Betroffenen! Auch für diejenigen, die es nicht wahrhaben wollen!
Die Zirbeldrüse lässt sich nicht mit der Psyche oder mit Angstmacherei manipulieren. Das mögen sich bitte alle Elektrosmogleugner auf diesem Globus merken!

Interessant ist die Verwendung der Masseinheit von mA/m, einer Einheit, die in der Bevölkerung und in Ärztekreisen niemand versteht, aber gut in die in der Schweiz geläufigen V/m (Volt pro Meter) umzurechnen ist. Ein weiterer Verschleierungsversuch? Wenn man die geringen Strahlenbelastungen in Betracht zieht, die zu einer negativen Beeinflussung der Zirbeldrüse führten, muss man das in Erwägung ziehen. Denn die angeblich besten Grenzwerte der Welt (von Schweizer Behörden erfunden) liegen zum Beispiel bei Mobilfunksendern bei 5V/m


Tägliche Melatoninausschüttungen:
Gruppe 1
vor Abschaltung des Senders 4.6 pg/ml
Gruppe 1 nach Abschaltung des Senders 9 pg/ml
Gruppe 2 vor Abschaltung des Senders 9.5 pg/ml
Gruppe 2 nach Abschaltung des Senders 14.8 pg/ml
Gruppe 3 vor Abschaltung des Senders 17.8 pg/ml
Gruppe 3 nach Abschaltung des Senders 100.6 pg/ml

Sensationell und zugleich erschreckend die Resultate von Gruppe 3

Am Ende dieses Teils der 3. Schwarzenburg Studie

wird von der Wissenschaft kühn behauptet, mit diesen Reultaten liessen sich keine Rückschlüsse auf die Auswirkungen von Mobilfunkantennen ziehen. Diese würden in einem ganz andern Frequenzbereich arbeiten. Dem kann nur in dem Sinn zugestimmt werden, dass die von den Mobilfunkantennen ausgehende Strahlung noch weit schlimmere Auswirkungen hat. Die Kurzwellenstrahlung lief wohl auf einer viel tieferen Frequenz, war aber ähnlich gepulst wie die heutige Mobilfunkstrahlung. Die Pulsierung war jedoch viel sanfter, das heisst nur etwa im Verhältnis 1:2 zum Träger überhöht und mit viel flacheren Flankensteilheiten. Die Pulsfrequenz lag, genau wie die heutige Mobilfunkstrahlung immer zwischen 200Hz und 2kHz. Tonfrequenzmodulation nannte man das. Beim Mobilfunk dagegen ist die Pulshöhe mindestens 1000 mal höher als der Träger und die Flankensteilheit nahezu senkrecht Das nennt man bezeichnenderweise einen Sägezahnpuls. Es wird im wahrsten Sinne des Wortes an uns gesägt.

Wir sind gespannt, wie sich jetzt die von der Industrie gesponserten Elektrosmog-Verharmloser und Verleugner aus der Affäre ziehen wollen. Eine Ahnung haben wir schon. Aber auch wir stehen in den Startlöchern! Wir haben noch weit mehr Zahlen und Grafiken.

Der erste Teil der 3. Schwarzenburg-Studie wurde in der Fachzeitschrift Somnologie 9, 2005 publiziert. In hochtechnischem und hochmedizinischem Englisch, auf dass es in Schwarzenburg ja niemand verstehe. Dazu wurde eine deutsche, überaus kurze Zusammenfassung gesetzt, welche die Bevölkerung rund um den Sender erneut als Psychopathen hinzustellen versucht. Die Bevölkerung wird sich das kaum gefallen lassen!
Titel: Sleep Disturbances in the Vicinity of the Short-Wave Broadcast Transmitter Schwarzenburg.

Der 2.Teil, der mit dem Melatonin steht in der Fachzeitschrift Bioelectromagnetic 27:142-150 (2006)
Titel: Effect of Short-Wave 6-22MHz Magnetic Fields on Sleep Quality and Melatonin Cycle in Humans: The Schwarzenburg Shut-Down Study.

Artikel veröffentlicht:
25.06.2006
Autor:
Text und Grafiken von Hans-U. Jakob | Gigaherz Schweiz
Quelle:
Gigaherz Schweiz

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