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Dachdecker-Innung empfiehlt Schutzkleidung

Berufsverbände reagieren auf Risikowarnungen
Mitgliedern wird geraten, Dächer mit Mobilfunkmasten nur noch mit ausreichender Schutzkleidung zu betreten.

Strahlende Verbindung

„Dr. Hans Christoph Scheiner aus München, in einem Gastvortrag in Marl: „Meterweise Bücher und hunderte von Studien renommierter Universitätsprofessoren belegen die Schädlichkeit von Elektrowellen auch unterhalb der zulässigen Grenzwerte. Das Bundesamt für Strahlenschutz kennt sie alle, doch leugnet es in der Öffentlichkeit ihre Existenz. Es ist sicher, dass diese Hochfrequenzen Einfluss auf das Biosystem des Menschen haben, besonders auf den Bereich des Gehirns. Multiple Sklerose, Alzheimer und Parkinson träten vermehrt bei Menschen auf, die über einen längeren Zeitraum unter dem Einfluss der Hochfrequenzen stehen. Das belegten Studien der Universität Lund (Schweden), die seit Jahren auf diesem Gebiet forsche. Besonders gefährdet seien Kinder“.

Auf Risikowarnungen haben inzwischen schon einige Berufsverbände reagiert. Die Dachdecker-Innung rät ihren Mitgliedern, Dächer mit Mobilfunkmasten nur noch mit ausreichender Schutzkleidung zu betreten. Europäische Versicherungen haften nicht bei Schäden, die von Mobilfunkstrahlung herrühren. Eine Gesellschaft in den USA ist infolge Zahlungsforderungen gar in die Insolvenz geraten.

Kommentar

Eine Gefahr besteht nicht nur für Dachdecker, sondern für sämtliche Handwerker, die aussen an Gebäuden arbeiten, wie Maurer, Gipser, Maler, Spengler etc. Eine potenzielle Gefährdung kann auch dann bestehen, wenn sich eine Antenne auf einem angrenzenden Nachbardach befindet. Auch in diesem Fall empfiehlt sich eine Schutzmassnahme bei regelmässigem Aufenthalt. Die geltenden Grenzwerte bieten keinen Schutz, da diese sich am technisch Machbaren orientieren. Dass Versicherungen solche Schäden ablehnen, ist ein Anzeichen dafür, welches Risikopotenzial diese Technologie mit sich bringt.

Artikel veröffentlicht:
06.04.2007
Autor:
diagnose:funk
Quelle:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 28. März 2007

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