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Studie bestätigt: Hirntumorrisiko verdoppelt

Meta-Analyse von Dr. Vini Gautam Khurana
Ab 10 Jahren Mobiltelefon-Nutzung verdoppelt sich annähernd das Risiko, auf der gleichen Seite (“ipsilateral”) des Kopfes, an der bevorzugt telefoniert wird, an einem Hirntumor zu erkranken.

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Aktualisiert am 17.09.2009

Der Spezialist Dr. Vini Gautam Khurana veröffentlichte im letzten Jahr das e-paper 'Mobile Phones and Brain Tumours - A Public Health Concern' (s. unter Downloads)

Siehe auch Artikel 'Hirntumore: Bedenken um die Volksgesundheit' unter nebenstehendem Link.

Das Papier stützt sich auf eine 15 Monate dauernde objektive Forschung durch den Autor, in die eine kritische Betrachtung auf die Auswertungen der Quellen laufender medizinischer und wissenschaftlicher Literatur einbezogen ist, zusätzlich zu den Berichten in der Presse und im Internet.

Die Artikel, in welchen Diagnose-Funk darüber berichtete, sind nebenstehend aufgeführt.

In seiner Ausarbeitung warnte er vor einem enormen Anstieg von Tumoren und forderte die Industrie auf, sofortige Schritte zur Reduktion der Strahlung zu unternehmen.
Kritik aus Wirtschaftskreisen lies nach Veröffentlichung nicht lange auf sich warten. Die Mobil Operator Association (Mobilfunkbetreiber-Gesellschaft) hatte Khuranas Studie als „selektive Diskussion wissenschaftlicher Literatur durch eine Einzelperson“ abgelehnt. Sie warfen ihm vor, dass er „keine ausgewogene Analyse der veröffentlichten Wissenschaft präsentiert“ und „er kommt zu gegenteiligen Schlussfolgerungen der WHO und 30 anderen unabhängigen wissenschaftlichen Expertenberichten.“

Die vorliegende Meta-Analyse von Dr. Vini Gautam Khurana (Bild), an welcher unter anderem die bekannten Grössen Prof. Hardell und Prof. Kundi mitgewirkt haben, bestätigt was er schon letztes Jahr veröffentlicht hatte, dass beim Gebrauch von Mobiltelefonen während >/=10 Jahren das Risiko annähernd verdoppelt wird, dass ein Hirntumor auf der gleichen Seite (“ipsilateral”) des Kopfes, an der bevorzugt telefoniert wird, diagnostiziert wird.

Abstract

Mobiltelefone und Hirntumore: eine Bewertung der langzeitigen epidemiologischen Daten (data)
Khurana VG
, Teo C, Kundi M, Hardell L, Carlberg M.
Australische Nationale Universität Australien, Departement für Neurochirurgie
Deutsche Übersetzung: Diagnose-Funk [62 KB]

HINTERGRUND: Die Debatte über die Gesundheitsauswirkungen von elektromagnetischer Strahlung niedriger Intensität, ausgehend von Quellen wie Hochspannungsleitungen, Basisstationen und Mobiltelefonen wurde kürzlich wieder angefacht. In der gegenwärtigen Bewertung haben die Autoren versucht, folgende Fragen zu stellen: gibt es einen epidemiologischen Beweis für den Zusammenhang zwischen Langzeitgebrauch von Mobiltelefonen und dem Risiko für die Entwicklung eines Hirntumors? In dieser Meta-Analyse von Langzeit-Epidemiologie-Datenmaterial eingeschlossen ist eine kurze Übersicht über die Mobilfunktechnologie und die Diskussion über Labordaten, biologische Mechanismen und Auftreten von Hirntumor.

METHODEN: Damit die Studien in die gegenwärtige Meta-Analyse eingeschlossen werden, müssen sie alle folgenden Kriterien erfüllt haben:

(i) Veröffentlichung in einer peer-reviewed Zeitschrift.

(ii) Einbezug von Teilnehmern, die ein Mobiltelefon während >/= 10 Jahren benutzten (d.h. , eine Minimum-Latenzzeit von 10 Jahren); und

(iii) Einfügung einer Seitigkeits-Analyse von Langzeitbenutzern (d.h. eine Analyse der Seite des Hirntumors, bezogen auf die Seite des Kopfes, an dem das Handy vorzugsweise gehalten wurde). Dies ist eine Meta-Analyse, die alle 11 Langzeit-Epidemiologie-Studien in diesem Feld enthält.

RESULTATE:
Die Resultate zeigen an, dass beim Gebrauch von Mobiltelefonen während >/=10 Jahren das Risiko annähernd verdoppelt wird, dass ein Hirntumor auf der gleichen Seite (“ipsilateral”) des Kopfes, an der bevorzugt telefoniert wird, diagnostiziert wird. Das Datenmaterial erreicht statistische Signifikanz für ein Gliom und ein Akustikneurom, aber nicht für ein Meningiom.

SCHLUSSFOLGERUNG: Die Autoren schliessen daraus, dass es einen adäquaten epidemiologischen Beweis gibt, der darauf hindeutet, das es einen Zusammenhang zwischen längerem Handygebrauch und der Entwicklung eines ipsilateralen (= auf der gleichen Seite) Hirntumors gibt.