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Hirntumore an der RMIT-Universität in Melbourne

Mehrere Mobilfunkbasisstationen auf dem Dach
ARPANSA kommentiert Medienberichte über Fälle von Hirntumoren an der RMIT-Universität und einen möglichen Zusammenhang mit Mobilfunkmasten auf dem Dach von Gebäuden.

Die RMIT-Universität kündigte am 11. Mai 2006 an, zwei Etagen eines Gebäudes in der Bourke Street, Melbourne, zu schließen. Grund sind Bedenken wegen des Auftretens von sieben Hirntumoren in den vergangenen sieben Jahren. Auf dem Dach des Gebäudes befinden sich mehrere Mobilfunkbasisstationen. Dr. John Loy von ARPANASA (Australian Radiation Protection and Nuclear Safety Agency) sagte am 12.05.2006 dazu, das Vorgehen der Universität sei verständlich. Er wolle aber betonen, dass es keine gesicherte wissenschaftliche Verbindung zwischen elektromagnetischer Strahlung im Hochfrequenzbereich und bösartigen oder andersartigen Hirntumoren gebe. "Es hat den verbreiteten Verdacht gegeben, dass der Gebrauch von Mobiltelefonen die Häufigkeit des Auftretens von Hirntumoren erhöht, aber dies bleibt unbewiesen. Die WHO koordiniert derzeit epidemiologische Forschungen in 13 Ländern, um dies in einheitlicher Weise zu untersuchen. Die Studien aus diesem koordinierten Programm, die bis heute veröffentlicht wurden, haben keine Verbindung zu Hirntumoren gezeigt", so Dr. Loy.