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Mobiltelefone beeinflussen Gehirnströme

Doppelblindstudie in Australien
In bislang wahrscheinlich größter Studie zur Schlafqualität wurden 50 Testpersonen vor dem Schlafengehen Strahlung ausgesetzt.

Australische Medien berichten, dass laut Forschungsergebnissen aus Melbourne Mobiltelefone menschliche Gehirnströme beeinflussen, selbst wenn das Gerät ausgeschaltet ist und der Nutzer schläft. Die Neurowissenschaftlerin Sarah Loughran untersuchte die Gehirnströme von 50 Testpersonen in der ersten halben Stunde, nachdem sie eingeschlafen waren. Vor dem Schlafengehen wurden sie 30 Minuten lang einer Mobilfunkstrahlung ausgesetzt. „Die Ergebnisse zeigen eine erhöhte Aktivität der Gehirnströme zu Beginn der Schlafphase, nicht während der REM-Phase (Rapid Eye Movement), sofern vorher eine Mobilfunkexposition stattgefunden hatte„, erklärte Frau Loughran. Diese Ergebnisse verglich sie mit den Gehirnströmen derselben Personen, wenn sie vor dem Schlafengehen keiner Mobilfunkstrahlung ausgesetzt waren. Die Ergebnisse sollen in Kürze in der Ausgabe 16 der Zeitschrift "Neurojournal" veröffentlicht werden.
Teile davon wurden bereits auf der Jahrestagung der Bioelectromagnetics Society (BEMS) im Juni vorgestellt (Zusammenfassung in den Meeting Abstracts, Seite 121). In der Diskussion zum Vortrag wurden einige schwerwiegende Mängel der Untersuchung aufgedeckt und diskutiert.

Artikel veröffentlicht:
12.10.2005
Autor:
Forschungsgemeinschaft Funk
Quelle:
The Age Company Ltd., 12.10.2005

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