diagnose funk

Argumente der Lobby - Verkauf der Gesundheit

Bundesregierung antwortet den GRÜNEN
Ausverkauf der Gesundheit - der internationale Forschungsstand (u.a. Interphone) wird konsequent ignoriert, Industrieinteressen gehen vor.

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN hat am 11.07.2011 eine „Kleine Anfrage“ zum Mobilfunk und auch zur Rolle des Vorsitzenden der Strahlenschutzkommission, Prof. A. Lerchl, an die Bundesregierung gestellt.

Die Antwort der Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 17/6575) dokumentiert ihre Unterordnung unter Industrieinteressen und den Ausverkauf der Gesundheit. Sie ignoriert konsequent den internationalen Forschungsstand als auch Beschlüsse europäischer Gremien, des Europäischen Parlamentes, des Europarates, die Meinungen wissenschaftlicher Institutionen wie der Europäischen Umweltagentur, der russischen Kommission RNCNIRP oder auch wichtige Veröffentlichungen wie die aktuelle Monographie der ICEMS zu athermischen Wirkungen. Die geschieht offensichtlich mit dem Ziel, keine Vorsorgepolitik einleiten und die Grenzwerte weiterhin als Legitimation für den unkontrollierten Ausbau der mobilen Kommunikation nicht in Frage zu stellen zu müssen, der gegenwärtig mit TETRA und LTE eine neue Stufe erreicht.
Wir hoffen sehr, dass das Bündnis 90/Die GRÜNEN sich mit dieser Antwort der Bundesregierung nicht zufrieden geben und entsprechend ´nachlegen` wird.

Diagnose-Funk fordert angesichts der Erkenntnisse über die Risiken des Mobilfunks von der deutschen Bundesregierung eine Wende in der Mobilfunkpolitik und die sofortige Einleitung einer auf Vorsorge ausgerichteten Politik. Diagnose-Funk legt zu der skandalösen Antwort der Bundesregierung Dokumente vor, die zeigen, dass die Mobilfunkindustrie und ihre Lobbyisten die Bundesregierung fest im Griff haben. Lesen Sie dazu unsere u.g. Publiktionen, den Brennpunkt und den Forschungsreport von 2010/2011.

Die in der Antwort der Bundesregierung aufgestellte Behauptung, es gäbe keine belastbaren Hinweise auf gesundheitliche Gefährdungen, hat uns veranlasst, einen aktuellen „Forschungsreport“ herauszugeben, mit Forschungen die biologische Effekte nachweisen, die in den letzten 12 Monaten veröffentlicht wurden. Er ergänzt unsere Studienliste (Stand 2010), an deren Aktualisierung gearbeitet wird (siehe unter www.mobilfunkstudien.org).

Der Zustand des deutschen Strahlenschutzes unter dem Vorsitz von Prof. Alexander Lerchl ist dokumentiert im u.g. Brennpunkt „WHO lehnt Prof. A. Lechls Mitarbeit ab“ und in der ebenfalls u.g. Broschüre der Kompetenzinitiative: „Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft“.

Publikation zum Thema

Format: A4Seitenanzahl: 8 Veröffentlicht am: 12.04.2011 Bestellnr.: 209Sprache: Deutsch

4. Mobilfunkbericht der Bundesregierung

Wahrheitsgehalt des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Das Kernargument der Industrie und aller Behörden zur Abwehr jeglicher Kritik an der Mobilfunktechnologie sind - neben der Grenzwertfrage - die Ergebnisse des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms (DMF). Auf den Ergebnissen des DMF von 2008 fußt der „Vierte Bericht der Bundesregierung über die Forschungsergebnisse in Bezug auf die Emissionsminderungsmöglichkeiten der gesamten Mobilfunktechnologie und in Bezug auf gesundheitliche Auswirkungen vom 12. Januar 2011 (Drucksache 17/4408)“. Mit diesem Bericht der Bundesregierung wird wieder einmal begründet, warum an der bisherigen Mobilfunkpolitik festgehalten werden kann. Diagnose-Funk e.V. kritisiert diesen Bericht als ein Dokument staatlich organisierter Unverantwortlichkeit.
Format: A4Seitenanzahl: 20 Veröffentlicht am: 12.08.2011 Bestellnr.: 502Sprache: Deutsch

Studienreport 2010 / 2011


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Die Studienauswahl des letzten Jahres, die wir hier dokumentieren, spricht eine deutliche Sprache. Auf dem Gebiet der Spermienschädigung liegen nun über 20 Studien vor, die toxische Effekte und auch Wirkmechanismen beschreiben. Immer noch wird bestritten, dass kein Wirkmechanismus der nichtionisierenden Strahlung in ihrer Einwirkung auf die Zellen bekannt sei. Ständig erscheinen aber Studien, die oxidativen Stress, also die Generierung freier Radikale durch EMF beschreiben und hierin einen möglichen Wirkmechanismus sehen. Auch auf dem Gebiet der Sendemaststudien gibt es neue Untersuchungen. Besonders hingewiesen sei auf die Belo Horizonte - Studie. Neue Erkenntnisse gibt es über die Rolle elektrischer Felder in der Zellkommunikation und dem Orientierungsinn bei Tieren.
Format: A4Seitenanzahl: 4 Veröffentlicht am: 11.03.2011 Bestellnr.: 204Sprache: Deutsch

WHO lehnt Prof. A. Lerchls Mitarbeit ab

Anmerkungen zur gegenwärtigen Rolle der deutschen Strahlenschutzkommission
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Prof. Alexander Lerchl war bis 2011 Mitglied in der deutschen Strahlenschutzkommission und Vorsitzender des Ausschusses nichtionisierende Strahlung. Damit war er im Mobilfunkbereich der höchstrangige deutsche Strahlenschutzbeauftragte, Berater der Bundesregierung und Repräsentant des deutschen Staates in internationalen Gremien. Nun kam es im Herbst 2010 zu einem einmaligen Vorgang. Die WHO lehnte seine Aufnahme in eine Kommission der IARC (International Agency for Research on Cancer) zur Risikobewertung des krebserregenden Potentials hochfrequenter elektromagnetischer Felder ab.
Format: A4Seitenanzahl: 4 Veröffentlicht am: 10.03.2011 Bestellnr.: Nicht verfügbar!Sprache: Englisch

WHO takes distance from Prof. A. Lerchl

Commentary on the current role of the German Commission on Radiological Protection
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Prof. Alexander Lerchl is a member of the German Commission on Radiological Protection (SSK) and head of its Committee on Non-ionizing Radiation. Thus, he is the highest ranking representative for radiological protection in the area of mobile communication, advisor of the German government, and the German representative in international bodies. In autumn 2010, an unprecedented incident occurred. The WHO turned down his inclusion in a commission of the IARC (International Agency for Research on Cancer), which is to carry out a risk assessment of the carcinogenic potential of radiofrequency electromagnetic fields. An insult to Lerchl. Initially, the main reason quoted was his collaboration with the IZMF (German Informationszentrum Mobilfunk), the public relations office of the four German mobile phone operators.
Heft 5, Juli 2011 Format: A4Seitenanzahl: 64 Veröffentlicht am: 01.07.2011 Bestellnr.: 705Sprache: DeutschHerausgeber: Kompetenzinitiative

Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft

Eine Dokumentation
Autor:
Franz Adlkofer und Karl Richter
Inhalt:
Der erste Teil dieser Schrift dokumentiert die Anstrengungen eines leitenden deutschen Strahlenschutzbeauftragten, für Industrie und Staat unbequeme Erkenntnisse gentoxischer Wirkungen aus dem Weg zu räumen. Die weiteren Teile des Heftes belegen aber auch, wie weit sich der deutsche Strahlenschutz dabei vom Stand internationaler Erkenntnis entfernt hat – auch mit Projekten des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms.
Artikel veröffentlicht:
14.08.2011
Autor:
diagnose:funk

Downloads