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Indien: Mobilfunkmasten bedrohen Vögel

Haussperling könnte zur gefährdeten Art werden
"Elektromagnetische Strahlung, wie sie von Mobilfunktürmen ausgeht, stört die Haussperlinge und andere kleine Vögel", sagte Dr. Sainudeen Pattazhy, der Präsident der Kerala Environmantal Reseachers Association (KERA).

In einem Artikel der über DNA-india veröffentlicht wurde, wird über eine Studie durch eine ökologische Gruppe in Kerala berichtet. Erkannt wurden Auswirkungen auf die Eier von Sperlingen die auf Mobilfunkantennen nisten, welche nicht einmal nach einem einem Monat Junge schlüpfen, obwohl die normale Brutzeit 10-14 Tage beträgt. Diagnose-Funk hat den Artikel in's Deutsche übersetzt. Die nachfolgende Übersetzung ist nebenstehend auch als PDF unter den Downloads abrufbar!

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Thiruvananthapuram: Der Haussperling könnte wegen der Mikrowellenstrahlung durch Mobiltelefonmasten zu einer bedrohten Art werden. Eine Studie durch eine ökologische Gruppe in Kerala hat gezeigt, dass aus den Eiern von Sperlingen, die auf Mobilfunkantennen nisten, nicht einmal nach einem einem Monat Junge schlüpfen, obwohl die normale Brutzeit 10-14 Tage beträgt.

Ein Grund zur Sorge ist, dass die "Killertürme", eine der wenigen Nistmöglichkeiten für Sperlinge in der vogelfeindlichen Architektur der modernen Städte sind.
"Elektromagnetische Strahlung, wie sie von Mobilfunktürmen ausgeht, stört die Haussperlinge und andere kleine Vögel", sagte Dr. Sainudeen Pattazhy, der Präsident der Kerala Environmantal Reseachers Association (KERA). “Die Strahlung ist von sehr niedriger Frequenz, 900 bis 1,800 MHz und kann die dünnen Schädelvon Küken und die Schale der Eier schädigen.

"Mikrowellen können sich störend auf die Sinneswahrnehmungsfähigkeit der Vögel auswirken und sie fehlleiten, wenn sie fliegen und nach Futter suchen."

Kera´s einjährige Erhebung kam zu dem Resultat, dass die Zahl der Haussperlinge, die wissenschaftlich unter der Bezeichnung Passer Domesticus bekannt sind, drastisch abgenommen hat. In einigen Gegenden sind sie überhaupt nicht mehr zu sehen. "Die Vögel, die in der Nähe von Mobilfunktürmen zu nisten begonnen hatten, waren innerhalb einer Woche weg," sagte Pattazhy.

Er gibt auch den immer kleinen werdenden Grasflächen Schuld, der globalen Erwärmung und der flächendeckenden Verwendung von Pestiziden, die die Futterquellen von Vögeln vernichten.
Er sagte, dass die Sperlinge ein bewährtes Forschungsobjekt darstellen, weil sie gut für Studien von generellen biologischen Problemen und spezifischen Aufgaben wie die der Schädlingsbekämpfung geeignet sind.

Kera befürwortet die Aufnahme von Haussperlingen in die Liste der gefährdeten Arten: gegenwärtig sind die Vögel von der Union for Conservation of Nature in der Kategorie der am wenigsten gefährdeten Vögel aufgeführt.

Artikel veröffentlicht:
04.07.2009
Autor:
Deutsche Übersetzung: diagnose:funk
Quelle:
dna (Daily News and Analysis, Indien), 12.06.2009

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