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Sieg im Antennenstreit nach Brustkrebs

Mobilfunk-Verpächter macht Vertrag rückgängig
Ein an Krebs erkranktes Ehepaar hat seinen Kampf um den Abbruch eines 3 m vom Gartenzaun entferneten Mobilfunkmasten gewonnen.

Bei Margaret King, 66, war 2 Jahre, nachdem sie in ihr Heim gezogen waren, Brustkrebs diagnostiziert worden. Ihr Mann George, 74, erkrankte 2 Jahre später an der gleichen Krankheit

Beide hatten sich einer Behandlung unterzogen, um das erkrankte Brustkrebsgewebe zu entfernen und Herrn King wurden in 5 Operationen Läsionen im Gesicht entfernt.

Die beiden geben die Schuld für ihre Gesundheitsprobleme einem 60 Fuss hohen Mast, der 10 Fuss von ihrem Garten und 20 Fuss von ihrem Haus entfernt steht. Sie sagen, es gebe zuviele Ungereimtheiten, dass beide an Krebs erkrankt sind, nachdem sie in ihr Haus gezogen waren, insbesondere, weil Brustkrebs bei Männern selten ist.
Gestern sprachen sie mit Erleichterung darüber, dass nach einer 2 Jahre dauernden und nun beendeten Kampagne der Mast endlich entfernt wurde.

Mrs. King, eine pensionierte Bankangestellte: „Wir sind überglücklich. Es war ein aufreibender Kampf. Wir hatten so etwas zuvor in unserem Leben noch nie nötig gehabt. Wir mussten alle dazu antreiben, etwas dagegen zu tun. Ich hoffe, dass in Zukunft dieser Mast weit weg von Wohngebieten, weg von Wohnungen, Schulen und Spitälern errichtet wird.“

Wachsende Zahlen von Opfern geben den Emissionen dieser Antennen Schuld für ihre Beschwerden, die von Krebs bis Blutgerinnsel im Gehirn reichen.

Die Regierung behauptet, dass Mobilfunkmasten beim Volk keine Schäden verursachen. Aber Mr. und Mrs. King, die 5 Enkelkinder haben, sagen, dass sie gesund und fit gewesen seien, als sie 1997 ihr £400 000 teures, freistehendes Haus in Crowborough, Sussex einzogen. Der Mast steht auf Land der Reifenfabrik ATS -Euromaster, und die Kings wussten anfangs nicht, dass dieser dem Mobilfunkriesen Vodafone gehörte.

„Wir haben angenommen, dass es eine Art von Radio-Antennenmasten für ATS war“ sagte Mrs. King. „Erst, als es Applikationen gab, mit denen der Mast aufgerüstet wurde, realisierten wir, dass es ein Vodafon-Mast war.

Dann dachten wir, es sei doch ein seltsamer Zufall, dass wir beide an Brustkrebs erkrankt waren. Dies schien aus der Sicht der Fakten sehr unwahrscheinlich, da es in Grossbritannien nur 200 bis 300 Fälle von Brustkrebs bei Männern gibt.

2004 haben die Kings mit Erfolg verhindert, dass Vodafon die Masten um 3 Fuss näher an ihr Haus versetzte und noch mehr Bauteile installierte. Dann haben sie mit Unterstützung anderer Einwohner darum gekämpft, dass der Mast vollständig entfernt wurde und ATS davon überzeugt, die Einwilligung für den Standort rückgängig zu machen. Vodafone kämpfte anfangs dagegen, zog sich dann aber zurück.

Das Ehepaar ist belastet, da Mr. King noch zwei weitere Gesichtsoperationen vor sich hat. Er sagte: „Jedermann benützt Mobiltelefone. Die Gesellschaften sollten jedoch sorgfältig prüfen, wo sie Standorte für Masten auswählen.“

Eine Vodafon-Sprecherin sagte: „Obwohl wir den Kings wohlwollend gegenüber stehen, gibt es keine substanziellen Beweise dafür, dass die Masten schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen haben. Antennen müssen dort stehen, wo sich die Mobilfunkbenutzer befinden, wo sie leben, arbeiten und reisen, um ihnen den Service zu bieten, den viele von uns schätzen.“

Dr. Michael Clark, ein Strahlenexperte der Health Protection Agency sagte: „Es gibt keinen festen Beweis dafür, dass Radiowellen zu Brustkrebs oder anderen Krebsarten führen.“

Aber Jean Philips, von der Aktivistengruppe POWERWATCH, verlangte mehr Forschung. Er sagte: „Es scheint, dass es genügend von lokalen kommunalen Organisationen gesammelte Beweise gibt, die schädliche Wirkungen auf die Gesundheit zeigen. Es existiert ein zunehmender Beweis für den Zusammenhang mit Krebs und wir wissen, dass von Leuten, die in der Nähe von Masten leben, über Hautläsionen gemeinhin berichtet wird.
 

Kommentar der Diagnose-Funk

Im Laborversuch wurde dutzende Male nachgewiesen, dass relativ schwache elektromagnetische Felder das Erbgut diverser – jedoch nicht aller – Zelltypen schädigen kann. Dies wurde auch unter streng kontrollierten Bedingungen im Doppel-Blind-Experiment nachgewiesen und reproduziert. Kaum ein unabhängiger Forscher zweifelt noch an diesem Faktum. (Siehe auch DNA bricht je nach Sponsor: Mobilfunk-Forschung ad absurdum ) Zu weiteren krebsfördernden Effekten wie eine Unterdrückung der körpereigenen Melatoninproduktion und eine (z. T. hierdurch) erhöhte Prävalenz freier Radikale gibt es Hinweise in vivo und in vitro.

  • Demers et al. 1991: 2.9-fache Brustkrebsrate bei beruflich exponierten Männern. (Kleine Fallzahl, daher statistisch nicht signifikant)
  • Loomis et al. 1994: 1.38-fache Brustkrebsrate bei beruflich exponierten Frauen. (Statistisch signifikant. Untergruppe Telefon-Elektrikerinnen: 2.17-fache Brustkrebsrate)
  • Cantor et al. 1995: 1.15-fache Brustkrebsrate bei beruflich exponierten Frauen. (Grosse Fallzahl, daher statistisch sehr signifikant)
  • Tynes et al. 1996: 1.5-fache Brustkrebsrate bei beruflich exponierten Frauen. (Funkerinnen. Grosse Fallzahl, daher statistisch sehr signifikant)
  • Dolk et al. 1997a: Bis 1.64-fache Brustkrebsrate bei Männern welche in der Nähe eines Radiosenders wohnen. (Kleine Fallzahl, daher statistisch nicht signifikant)
  • Van Wijngaarden et al. 2001: Teilweise erhöhte Brustkrebsraten bei beruflich exponierten Frauen, bis 2.06-fach (statistisch signifikant)

Zudem gibt es diverse Studien zur Blockierung der krebsheilenden (antiproliferative) Wirkung des körpereigenen Hormons Melatonin und des Östrogen-Rezeptor-Modulators Tamoxifen durch elektromagnetische Felder:

Publikation zum Thema

Format: A4Seitenanzahl: 3 Veröffentlicht am: 29.10.2006 Bestellnr.: Nicht verfügbar!Sprache: Deutsch

DNA bricht je nach Sponsor

Mobilfunk-Forschung ad absurdum
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Die beiden Experten Prof. Henry Lai und Dr. Louis Slesin trugen Studien zusammen und verglichen die Ergebnisse mit der Herkunft der Forschungsgelder. Der Brennpunkt zeigt, daß man kein Statistiker sein muß, um einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Resultat der Studie und dem Auftraggeber zu erkennen.
Artikel veröffentlicht:
21.05.2007
Autor:
Emily Cook | Daily Mail, Übersetzung: Evi Gaigg, diagnose:funk
Quelle:
Daily Mail, 16.03.2006