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Grüne wollen Aufklärung der Krebsfälle

Strahlen von Richtfunkmasten in Verdacht
Im Zusammenhang mit der hohen Zahl von Krebsfällen in der Gemeinde Mittelstenahe haben die Grünen des Kreistages Cuxhaven eine umfassende Aufklärung gefordert.

Experten vermuten, dass Strahlen von Richtfunkmasten die Krankheiten ausgelöst haben. "Solange der Verdacht besteht, dass die Funkstrahlen gesundheitsschädlich sind, muss auch eine vorübergehende Stilllegung der Richtfunktürme erwogen werden", sagen die Grünen. Um die Gesundheit der Bürger zu schützen, fordern sie eine Überprüfung der Richtfunkstrecken im Landkreis Cuxhaven. Dabei gehe es vor allem um Türme, die baugleich mit dem Funkturm in Mittelstenahe bei Bad Bederkesa seien. Dort sind von 260 Einwohnern mehr als 30 an verschiedenen Krebsarten erkrankt. In dem Dorf treffen die Strahlen von drei Richtfunktürmen aufeinander. Unterstützt werden die Grünen vom Bürgermeister der Gemeinde Bramstedt bei Hagen. Hier hatten Anwohner vor zwei Jahren erfolglos gegen den Bau eines Richtfunkturms protestiert. "Wir haben zwar nicht direkt Angst, aber es geht immerhin um die Gesundheit unserer Bürger", so der Gemeindevertreter. Nach Angaben der Kreisverwaltung soll jetzt zunächst die Stärke der elektromagnetischen Strahlen am Richtfunkturm in Mittelstenahe gemessen werden.

Artikel veröffentlicht:
03.03.2007
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