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EU-Politiker: Höchste Zeit für hohen Schutz

TV-Reportage „Vernetzt und verstrahlt“
Man impft uns vorsichtshalber gegen die Schweinegrippe, hat Bedenken gegen Gen- und Nanotechnik, die Politik geht gern auf Nummer sicher – ganz anders beim Mobilfunk … Seit gut 15 Jahren sind wir alle der Handystrahlung ausgesetzt, ob wir Handys nutzen oder nicht; Langzeitrisiken wie ein mögliches Krebsrisiko sind noch nicht abgeklärt, ein Spiel auf Risiko!

Benutzer werden immer jünger, Kinder nehmen in ihrem Körper mehr Strahlung auf, sind empfindlicher als Erwachsene und sind so deutlich weniger gegen Mikrowellen geschützt, viele Kinder in Europa telefonieren schon mit 8 Jahren das erste Mal mit Mobiltelefon; Elektromagnetische Wellen können durch Messgeräte hörbar gemacht werden; Nutzer würde eine solche Demonstration abschrecken, dessen ist ein Baubiologe überzeugt.

Die Sendeleistung der Handys sind zwar schädlicher als die von Masten, Mobilfunkmasten strahlen aber ihre Mikrowellen rund um die Uhr ab, für die Sendeleistung ist max. 41 V/m der Grenzwert.

Belgische Langzeit-Studie an Ratten: Blutzusammensetzung ändert sich, Sterblichkeitsrate doppelt so hoch, Gedächtnisleistung nimmt ab; 21 Monate bei niedriger Bestrahlung (entspricht einem Menschenleben), nur 124 getestete Ratten; so nicht repräsentativ (Geld für größere Studie fehlt).

EU-Länder haben unterschiedliche Vorsorgeregelungen, Frankreich erwägt z.B. aktuell ein Verbot in Schulen; „EU: jeder so wie es ihm beliebt …“, kein EU-Gesetz zwingt Länder, Grenzwerte zu senken.

"Wir setzen Millionen Menschen diesen Strahlen aus. Wir wissen auch, dass viele daran erkrankt sind, vielleicht sogar auch gestorben sind, und es wäre höchste Zeit, einen hohen Schutz für die Bürgerinnen und Bürger in der Europäischen Union einzuführen, wir brauchen eine europaweite Regelung."

Jo Leinen; SPD; Mitglied des europäischen Parlaments; Vorsitzender des Ausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Artikel veröffentlicht:
28.10.2009
Quelle:
Protokoll einer Reportage aus 'Bericht aus Brüssel' im WDR am 28.10.2009, Dauer 7:10 Minuten.