diagnose funk

Mobilfunk und männliche Fruchtbarkeit

Studie untersucht Auswirkungen
Analyse der Wirkung von GSM-Mobiltelefonen auf die Morphologie, Beweglichkeit und Anzahl von Spermien. Diagnose-Funk veröffentlicht die deutsche Übersetzung.

Einleitung

Das Problem des Ausbleibens von Nachkommen ist ein Phänomen, das schätzungsweise 15% der verheirateten Paare in Polen betrifft. Unfruchtbarkeit wird definiert als Empfängnisunfähigkeit nach einem Jahr Geschlechtsverkehr ohne die Benützung empfängnisverhütender Mittel. In der Hälfte der Fälle liegt der ursächliche Faktor beim Mann. Männer sind den Auswirkungen verschiedener Umweltfaktoren ausgesetzt, welche ihre Zeugungsfähigkeit herabsetzen können. Die Verminderung der männlichen Zeugungsfähigkeit ist ein Phänomen, das über die Jahre entsteht, was annehmen lässt, dass eine der Ursachen für die Verminderung von Spermien-Parametern die Verbreitung technischer Entwicklungen in unserem Lebensraum ist. Ein schädigender Effekt auf die männliche Fruchtbarkeit wird erkennbar durch eine Verminderung von Spermien, Störungen ihrer Beweglichkeit oder ihrer Struktur. Die Verursacher können chemische Substanzen, ionisierende Strahlung oder auch Stress und elektromagnetische Wellen sein. Das Ziel der Studie war die Quantifizierung der Auswirkungen eines Gebrauchs von Mobiltelefonen auf die Fruchtbarkeit von Männern, die sich einer ehelichen Unfruchtbarkeits-Therapie unterzogen hatten.

Studiendesign

Die folgenden Gruppen wurden aus den 304 Männern, die die Studie mitmachten, gebildet:

Gruppe A: 99 Patienten, die keine Mobiltelefone benutzten,

Gruppe B: 157 Männer, die GSM-Mobiltelefone sporadisch während 1-2 Jahren benutzten,

Gruppe C: 48 Männer, die während mehr als 2 Jahren regelmässig Mobiltelefone benutzten.

Resultate

Bei der Analyse der Wirkung von GSM-Mobiltelefonen auf Spermien wurde herausgefunden, dass ein prozentueller Anstieg von Samenzellen mit abnormer Morphologie mit der Dauer der von GSM-Mobiltelefonen emittierten Strahlung zusammenhing. Es wurde auch bestätigt, dass eine fortschreitende Verminderung der Spermien-Beweglichkeit mit der zunehmenden Häufigkeit einer Mobiltelefon-Nutzung korrelierte.

Autoren

Wdowiak A, Wdowiak L., Wiktor H.

Abteilung für Geburtshilfe, Gynäkologie und geburtshilflich-gynäkologische Pflege, medizinische Universität von Lublin 20-250 Lublin, Polen

Voller Studientitel

Wdowiak A, Wdowiak L, Wiktor H.; Evaluation of the effect of using mobile phones on male fertility; Ann Agric Environ Med. 2007;14(1):169-72

Artikel veröffentlicht:
13.08.2007
Autor:
diagnose:funk
Quelle:
Annals of agricultural and environmental medicine, 2007; 14(1):169-72

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