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Energiesparlampen können Augen schädigen

Ö1 Mittagsjournal, 08.03.2008
Die Glühbirne hat es, das natürliche Spektrum des Sonnenlichts. Die Energiesparlampen haben es nicht. Diagnose-Funk veröffentlicht Auszüge des Audiobeitrags.

Der Blauanteil überwiegt und dieser dringt tief in das Auge ein, so der Leiter der internationalen Licht-Vereinigung Alexander Wunsch.

Alexander Wunsch:

„Von der Hornhaut, von der Oberfläche des Auges, bis zur Netzhaut, kann das Licht ungehindert und zwar das sichtbare Licht, ungehindert durchtreten. Und man weiss ja, dass ultraviolettes Licht die Zellen schädigt. Das ist schon lange bekannt. Für die Netzhaut des Auges ist der Blaulichtanteil deswegen wichtiger, weil die ultravioletten Anteile schon in der Hornhaut und in der Linse weggefiltert werden, aber die blauen Anteile eben vollumfänglich auf die Netzhaut und auf die Rezeptorzellen der Netzhaut treffen.“

Tierversuche bestätigen Netzhautschädigungen der Augen durch Fluoreszenzlicht wie es Energiesparlampen aussenden. Auch bei LCD-Bildschirmen ist der Blauanteil im Licht hoch.

„Bei allen Gasentladungslampen, eben auch bei Energiesparlampen, bei Hintergrundbeleuchtungen von Computermonitoren, haben wir bei 436 Nanometer, das ist ein Indigoblau, eine sehr starke Emissionslinie. Es handelt sich dabei um eine monogromatische Emissionslinie, um eine Energiespitze im Spektrum, die so in der Natur nirgendwo vorkommt.“

Das Sonnenlicht hat neben kurzwelligem Blau auch langwelliges Rot als Gegengewicht. Dieses sorgt für den natürlichen Reparaturmechanismus. Wer lange vor dem Computer sitzt kann sich von der Natur inspirieren lassen und mehr Rot auf den Bildschirm bringen um die Augen zu schützen.

„Blaue Hintergrundmuster auf dem Bildschirm müsste man auch nicht unbedingt verwenden. Auch die Darstellung von weissen Textblättern im Computer, bringt natürlich auch einen hohen Anteil von Blau mit sich.“

Man kann auch eine gelblich gefärbte Brille bei der Bildschirmarbeit aufsetzen. Oder Pausen einlegen bei denen man mit geschlossenen Augen in der Sonne sitzt oder unter einer Glühbirne. Das Lesen bei blauem Licht sollte man vermeiden, sagt Alexander Wunsch, denn weisses Papier reflektiert die blauen Lichtanteile stark. Wunsch empfiehlt zum Lesen das warme Licht von Glühbirnen.

Artikel veröffentlicht:
08.03.2008
Autor:
diagnose:funk
Quelle:
Ö1 Mittagsjournal, 08.03.2008

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