diagnose funk
brennpunkt Deutsche Mobilfunkpolitik

Gremien versuchen Abgeordnete zu manipulieren

Mobilfunk-Anhörung am 27.02.2013 im Bundestag
Diagnose-Funk e.V. wirft dem Bundesumweltministerium und der Strahlenschutzkommission vor, die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und die Öffentlichkeit mit dem neuen „Fünften Bericht der Bundesregierung über die Forschungsergebnisse in Bezug auf die Emissionsminderungsmöglichkeiten der gesamten Mobilfunktechnologie und in Bezug auf gesundheitliche Auswirkungen“ (Drucksache 17/12027) erneut über die Risiken der Mobilfunktechnologie zu täuschen.

Wichtige Forschungsergebnisse würden unterschlagen, um zu verhindern, dass in der derzeitigen Novellierung der 26. Bundesimmissionschutzverordnung (26.BImSchV ) die Grenzwerte gesenkt werden. In der aktuell vorgelegten Diagnose-Funk Analyse "Deutsche Strahlenschutzgremien versuchen Abgeordnete zu manipulieren" heißt es:

"Im Bericht der Bundesregierung vom 3.1.2013 an den Bundestag und dem zugrundleliegenden Forschungsbericht der Strahlenschutzkommission ( SSK ) vom 30.9.2011 wird die deutsche Öffentlichkeit über den Stand der Forschung zu den Risiken des Mobilfunks desinformiert. Zur Frage der Krebsgefahr wird der Stand der Forschung manipulativ dargestellt, zur Spermienschädigung werden selektiv zwei Forschungen aufgeführt als Beweis, dass Entwarnung gegeben werden kann. Die Ergebnisse von fast 30 weiteren Forschungen werden unterschlagen. Die Erkenntnisse, dass die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks oxidativen Zellstress, nachweislich ein Hauptschädigungsmechanismus, auslösen, fehlen komplett. Allein dazu liegen weit über 50 Forschungsergebnisse vor. Durch die mit WLAN/WiFi arbeitenden TabletPCs und Spielekonsolen müsste im Interesse des Schutzes der Kinder und Jugendlichen ein Review über die Wirkungen der WLAN-Strahlung erwartet werden, aber: Fehlanzeige. Die Strahlenschutzkommission, die diese Berichte verantwortet, geht jetzt sogar so weit, zu empfehlen, dass Forschung gänzlich eingestellt werden kann. Diese Berichte wurden von Lobbyisten diktiert, um den Mobilfunk-Betreibern den Weg freizumachen für ihr Milliardengeschäft. Wissenschaftler, die sie mit formuliert haben, lassen jede ethische Verantwortung vermissen."

Am 27. Februar findet im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit des Bundestages eine öffentliche Anhörung zur Mobilfunk-Problematik statt, zu der auch die kritischen Wissenschaftler Prof. Dr. Hans-Peter Hutter, Medizinische Universität Wien, Prof. Dr. Wilfried Kühling, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) und Dr. H.-Peter Neitzke ECOLOG-Institut gGmbH als Sachverständige geladen sind. Diagnose-Funk e.V. appelliert an die Abgeordneten, die Eingaben der Umweltverbände ernst zu nehmen und dafür zu sorgen, dass endlich eine Verbraucherschutzpolitik eingeleitet wird.

 

Siehe auch folgende Verlinkungen.

Publikation zum Thema

Format: A4Seitenanzahl: 6 Veröffentlicht am: 24.02.2013 Bestellnr.: 221Sprache: Deutsch

5. Mobilfunkbericht der Bundesregierung

Deutsche Strahlenschutzgremien versuchen Abgeordnete zu manipulieren
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Im Bericht der Bundesregierung vom 3.1.2013 an den Bundestag und dem zugrundeliegenden Forschungsbericht der Strahlenschutzkommission (SSK) vom 30.9.2011 wird die deutsche Öffentlichkeit über den Stand der Forschung zu den Risiken des Mobilfunks desinformiert. Zur Frage der Krebsge-fahr wird der Stand der Forschung manipulativ dargestellt, zur Spermien-schädigung werden selektiv zwei Forschungen aufgeführt als Beweis, dass Entwarnung gegeben werden kann. Die Ergebnisse von fast 30 weiteren Forschungen werden unterschlagen. Der Brennpunkt zeigt die Tricks, mit denen die Strahlenschutzkommission arbeitet.
Format: A4Seitenanzahl: 8 Veröffentlicht am: 12.04.2011 Bestellnr.: 209Sprache: Deutsch

4. Mobilfunkbericht der Bundesregierung

Wahrheitsgehalt des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Das Kernargument der Industrie und aller Behörden zur Abwehr jeglicher Kritik an der Mobilfunktechnologie sind - neben der Grenzwertfrage - die Ergebnisse des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms (DMF). Auf den Ergebnissen des DMF von 2008 fußt der „Vierte Bericht der Bundesregierung über die Forschungsergebnisse in Bezug auf die Emissionsminderungsmöglichkeiten der gesamten Mobilfunktechnologie und in Bezug auf gesundheitliche Auswirkungen vom 12. Januar 2011 (Drucksache 17/4408)“. Mit diesem Bericht der Bundesregierung wird wieder einmal begründet, warum an der bisherigen Mobilfunkpolitik festgehalten werden kann. Diagnose-Funk e.V. kritisiert diesen Bericht als ein Dokument staatlich organisierter Unverantwortlichkeit.
Format: A 4Seitenanzahl: 16 Veröffentlicht am: 28.11.2012 Bestellnr.: Nicht verfügbar!Sprache: Deutsch

Vom Elend des deutschen Strahlenschutzes

Prof. Alexander Lerchls Kampagne gegen WHO Beschluss gescheitert
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Zwei Ereignisse prägen aktuell die Diskussion um die Risiken der Mobilfunktechnologie. Im Mai 2011 wurde die nicht-ionisierende Strahlung von der IARC-Arbeitsgruppe der WHO als möglicherweise Krebs erregend eingestuft, im Oktober 2012 verkündete das Kassationsgericht in Rom letztinstanzlich, dass Handys und schnurlose Telefone Tumore im Kopf auslösen könnten. Beides rief natürlich die Industrie auf den Plan: beide Entscheidungen seien nicht haltbar. Und sie kann sich dabei auf eine Anzahl von Wissenschaftlern stützen, die mit enormer Energie die Positionen der Industrie begründen. In Deutschland ist das v.a. Professor Alexander Lerchl. Er steht an der Spitze des deutschen Strahlenschutzes als Vorsitzender des Ausschusses nicht-ionisierende Strahlung in der Strahlenschutzkommission (SSK). Der Brennpunkt analysiert lobbyistische Verflechtungen und die Methoden, wie unbequeme Wissenschaftler diffamiert werden.
Format: A4Seitenanzahl: 10 Veröffentlicht am: 20.09.2010 Bestellnr.: 203Sprache: Deutsch

Interphone Studie

19 Millionen Euro für ein zensiertes Ergebnis
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Der Brennpunkt analysiert die Ergebnisse der Interphone-Studie.
Heft 4, September 2009Veröffentlicht am: 01.09.2009 Bestellnr.: 704Sprache: Deutsch

Warum Grenzwerte schädigen, nicht schützen – aber aufrechterhalten werden

Beweise eines wissenschaftlichen und politischen Skandals
Autor:
Franz Adlkofer, Karl Hecht, Lebrecht von Klitzing, Klaus Kniep, Wilhelm Mosgoeller, Karl Richter, Hans-Christoph Scheiner, Ulrich Warnke
Inhalt:
Die in dem Heft vereinten Beiträge konvergieren in dem klaren Ergebnis, dass die geltenden Grenzwerte niemanden schützen, weil sie maßlos überhöht sind und nach anachronistischen Gesichtspunkten festgelegt wurden. Die Schrift gelangt damit aber auch zu dem Urteil, dass der betriebenen Politik des Mobil- und Kommunikationsfunks die wissenschaftliche, die demokratische und die menschenrechtliche Legitimation fehlt.
Format: A4Seitenanzahl: 6 Veröffentlicht am: 01.12.2011 Bestellnr.: 212Sprache: Deutsch

Warum Mobilfunk-Grenzwerte und die SAR-Werte für Handys nicht schützen

2011
Inhalt:
In der Diskussion um die Gesundheitsschädlichkeit der nichtionisierenden Strahlung des Mobilfunks begründen Industrie und Behörden ihre Politik mit zwei Hauptargumenten: 1. Das Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm hat alle offenen Fragen geklärt. 2. Solange die Grenzwerte eingehalten werden, bestehen keine Gesundheitsgefahren. In Deutschland regelt die 26.BImSchV (Bundesimmissionsschutz Verordnung) die Grenzwerte für die Mobilfunkstrahlung. Immer, wenn Bürger gegen Immissionen von Mobilfunkmasten protestieren, die Einrichtung von WLAN-HotSpots wegen der Strahlenbelastung kritisieren, auf die Gefährdung des Gehirns durch die Handystrahlung hinweisen, kontern die Behörden mit einem Argument: Die Grenzwerte werden eingehalten, ja weit unterschritten. Doch welche medizinische Aussagekraft haben die Grenzwerte?
Format: A4Seitenanzahl: 7 Veröffentlicht am: 25.09.2011 Bestellnr.: Nicht verfügbar!Sprache: Deutsch

Wie muss man einen Forschungsbericht richtig lesen? Handys und Hirntumore bei Jugendlichen

Analyse der Cefalo-Studie (Deutsche Übersetzung ):
Autor:
Prof. Magda Havas
Inhalt:
Wissenschaftliche Artikel, die in Fachzeitschriften veröffentlicht werden, sind an eine wissenschaftliche Leserschaft mit besonderen Fachkompetenzen gerichtet. Ein Laie, ein Journalist und selbst ein Wissenschaftler - der sich auf einen anderen Bereich spezialisiert hat - kann Mühe haben, so einen Artikel zu lesen und zu verstehen. Solche Berichte kritisch zu beurteilen ist das, was wir den Universitätsstudenten beibringen. Sobald sie lernen, wie man einen wissenschaftlichen Bericht entschlüsselt und eine Studie im Einzelnen betrachtet, müssen sie sich nicht mehr auf die Meinung anderer über diesen Bericht verlassen. Den Studenten beizubringen, wie man selbständig denkt, ist eine der Aufgaben eines Universitätsprofessors.
Format: A4Seitenanzahl: 12 Veröffentlicht am: 27.05.2011 Bestellnr.: 208Sprache: Deutsch

Europarat fordert Kurswechsel

Die potentiellen Gefahren durch elektromagnetische Felder und ihre Auswirkung auf die Umwelt
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Der zuständige Ausschuss des Europarates hat ein Zeichen gesetzt. In einer einstimmig verabschiedeten Resolution und dem dazugehörigen Report fordert der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und regionale Angelegenheiten am 06.05.2011 ein grundsätzliches Umsteuern in der Mobilfunkpolitik. Am 27.05.2011 wurde die Resolution vom Ständigen Ausschuss des Europarates modifiziert übernommen und angenommen. Detailliert wird in dem Report der Stand der Forschung wiedergegeben, werden Schutz- und Vorsorgemaßnahmen gefordert, eine Forschungsförderung für neue Technologien und besonders eine Aufklärung unter Kinder- und Jugendlichen angemahnt.
Artikel veröffentlicht:
24.02.2013

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