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Informationsstelle Militarisierung: Das Militär als Triebkraft des 5G-Ausbaus

„Wer nicht digitalisiert, verliert."

Schwerpunkt RÜSTUNG DIGITAL. Die Informationsstelle Militarisierung (Tübingen) legt Analysen vor über die Digitalisierung der Bundeswehr und die Rolle von 5G dabei. "Die Frequenzen sind die Macht der Zukunft", diesen Satz prägte auf einer Bundeswehrtagung der Präsident der BDBOS, Andreas Gegenfurtner, über die Erwartungen an zukünftige 5G-Anwendungen aus der Perspektive der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Denn das digitale Gefechtsfeld ist überall. Die Anforderungen des Militärs sind eine Haupttriebkraft für den lückenlosen Ausbau von 5G. Nicht die vernetzte Milchkanne, mit der die Parteien von Schwarz bis GRÜN diese digitale Militarisierung hoffähig machen.

 

Download der IMI-Analysen als PDF

5G-Offensive. Zwischen Gefechtsfeld und Geopolitik von Jürgen Wagner

"Aufgrund seiner militärisch-machtpolitischen Bedeutung ist 5G somit zu einer Frage der „Digitalen Geopolitik“ geworden, für die sich Bundeswehr und Bundesregierung aktuell in Stellung bringen."

Digitalisierung der Bundeswehr: Weg in die (Tech)Aufrüstungsspirale von Martin Kirsch

"Vor dem Bild eines schießenden Panzers prangt der Schriftzug: „Move fast and break things“ (Beweg dich schnell und zerstöre Dinge). Mit diesem Sinnspruch, der ohne einen Funken von Zurückhaltung als Werbebotschaft genutzt wird, zeigt sich, welche gefährliche und hochgradig zerstörerische Mischung entsteht, wenn Digitalisierung, Startups und disruptive Technologie, bzw. Ideologie, auf Militär und Rüstungswirtschaft treffen, um einen militärisch-industriellen Technologiesprung herbeizusehnen."

Profiteure. Drei Beispiele aus der digitalen Aufrüstung ATOS - THALES - AIRBUS

EUropas (digitale) Aufrüstung. PESCO, DG Defence, EU-Verteidigungsfonds von Tobias Pflüger

"Die Verwaltung der neuen Militärhaushalte soll künftig die seit 2019 existierende „Generaldirektion Verteidigungsindustrie und Weltraum“ übernehmen. Die DG Defence wird  vom Franzosen Thierry Breton geleitet, der zuvor als Chef von Atos fungierte, einem der wichtigsten Unternehmen der IT-Kriegsindustrie."

KI und Geopolitik von Christoph Marischka

Mensch-Maschine: EU-Großprojekte zum Manned-Unmanned-Teaming von Marius Pletsch

"Gerade die beiden europäischen Großprojekte zeigen, dass man sich wieder vermehrt für Großmachtkonflikte (China und Russland) rüstet, in denen z.B. die gegnerische Luftverteidigung durch Drohnen, welche die bemannten Flugzeuge begleiten, gestört oder ausgeschaltet werden soll. Dabei ist der Druck groß, die unbemannten Systeme mit einem hohen Autonomiegrad auszustatten, um eine Überlastung des Bedienpersonals in den bemannten Systemen zu vermeiden und um auch weniger störanfällig zu sein, indem Kommunikations- und Datenverbindungen reduziert werden sollen. Inwiefern in solchen Szenarien – wenn der Schritt zu Autonomie in Teilsystemen bereits getan ist – eine bedeutsame menschliche Kontrolle überhaupt noch möglich ist, bleibt dabei fraglich."

 

>>> Download der Gesamtausgabe "Ausdruck" März 2020 mit weiteren Analysen:

https://www.imi-online.de/download/Ausdruck-Maerz-2020-Web.pdf

Einige Kernsätze aus der IMI Broschüre

  •  „Elektronische Kampfführung“ (EloKa) namens „Electronic Warfare Capability and Interoperability Programme for Future Joint Intelligence, Surveillance and Reconnaissance (JISR) Cooperation“. In der EU-Projektbeschreibung heißt es dazu: „Das schlussendliche Ziel des Projektes besteht in der Schaffung einer stehenden EloKa-Truppe. [...] Diese Truppe sollte zu gemeinsamen EloKa-Operationen in einem elektromagnetischen Umfeld sowie dazu in der Lage sein, die EU-Kampftruppen mit einzigartigen elektronischen Kampffähigkeiten zu unterstützen.“ (S.14)
  • "Auf der taktischen Ebene sind es vor allem die Landstreitkräfte mit ihrem „Plan Heer“, die sich der (5G-) Digitalisierung verschrieben haben, da sie als zwingend notwendig gilt, um aus künftigen Schlachten siegreich hervorgehen zu können. In seiner ihm eigenen Art fasste das Verteidigungsministerium den dahinter stehenden Gedankengang folgendermaßen zusammen:„Wer nicht digitalisiert, verliert" ... Aufgrund seiner militärisch-machtpolitischen Bedeutung ist 5G somit zu einer Frage der „Digitalen Geopolitik“ geworden, für die sich Bundeswehr und Bundesregierung aktuell in Stellung bringen.“ (S. 19)

 

Referenz von >>> autonomousweapons.org zum Artikel von Marius Pletsch:

MICRO DRONES KILLER ARMS ROBOTS - AUTONOMOUS ARTIFICIAL INTELLIGENCE - WARNING !!

Artikel veröffentlicht:
27.07.2020
Autor:
IMI / diagnose:funk

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