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Corona: Regierung muss Gesundheitsschutz und Vorsorgeprinzip endlich ernst nehmen!

Erklärung des diagnose:funk-Vorstandes
Deutschland, Europa, in der ganzen Welt sind Menschen bedroht und das soziale Leben lahmgelegt vom Coronavirus. Der diagnose:funk-Vorstand nimmt die Risiken dieses Virus sehr ernst und beteiligt sich weder an den alarmistischen, verschwörungstheoretischen Spekulationen noch Verharmlosungen, die im Netz kursieren. Die Ausbreitung des Virus zu verhindern, Menschen zu schützen, auch mit vorübergehend drastischen Maßnahmen, ist legitim.

diagnose:funk bekommt täglich Anfragen, ob dieser Virus mit 5G zusammenhänge? Es gibt bisher keine uns bekannte Forschung zum Zusammenhang der 5G-Frequenzen und dem Coronavirus (siehe Investigate Europe: "Wie Corona-Verschwörungstheorien von tatsächlichen 5-G-Problemen ablenken"). Doch weist die Forschung seit Jahren nach, dass das Immunsystem durch nichtionisierende Mikrowellenstrahlung, wie sie im Mobilfunk genutzt wird, geschwächt wird.

Bereits 2009 legten dazu Olle Johannson (Department of Neuroscience, Karolinska Institute, Stockholm) und 2013 Stanislaw Szmigielski (2013) (Military Institute of Hygiene and Epidemiology, Warschau) Reviews vor, 2017 erschien die Studie von El-Gohary/Said zur Schwächung des Immunsystems durch elektromagnetische Felder bei 900 MHz.[1] Joel M. Moskowitz, Ph.D., School of Public Health, University of California, Berkeley, hat aus gegebenem Anlass dazu eine Zusammenstellung von Studien vorgelegt (s. Downloads). Das Immunsystem wird v.a. durch Oxidativen Zellstress, ausgelöst durch nicht-ionisierende Strahlung, angegriffen, einer Ursache vieler entzündlicher Erkrankungen. Dies wurde durch mehr als 100 Studien nachgewiesen.[2] In nahezu jedem ElektrosmogReport werden Studien besprochen, die Oxidativen Zellstress als Schädigungsursache benennen. Kostoff et al. (2020) analysieren in ihrem 5G-Review, dass es das Zusammenspiel vieler Umweltbelastungen ist, einer toxischen Gesamtsituation, die Menschen immer anfälliger für äußere Einflüsse macht. Zu 5G schreiben sie: 

  • "Die Überlagerung einer bereits vorhandenen toxischen drahtlosen Strahlungsumgebung mit 5G-Strahlung wird die bereits nachgewie­se­­nen nachteiligen Auswirkungen auf die Gesundheit noch verstärken. Weit mehr Forschung und Tests von potenziellen 5G-Gesundheitseffekten unter realen Bedingungen sind erforderlich, bevor eine weitere Einführung gerechtfertigt ist." (Kostoff et al. 2020.)[3]

Der achte Mobilfunkbericht der Bundes­regie­rung bestätigt, dass die Bevölkerung durch 5G einer immer höheren Dosis toxischer Mikrowellenstrahlung ausgesetzt werden wird:

  • "Die Digitalisierung der Gesellschaft schreitet rasant voran. Dies wird zu einer starken Zunahme der drahtlosen Kommunikation insgesamt, mit vermehrtem Einsatz elektromagnetischer Felder und damit auch zu einer insgesamt höheren Belastung der Bevölkerung führen."[4]

Der Kampf vieler Bürgerinitiativen, Ärzte und Wissenschaftler für ein 5G Moratorium und eine Strahlenminimierung hat gerade angesichts massenhafter Erkrankungen eine zentrale Bedeutung für den Gesundheitsschutz.

ARD: Politik im Krisenmodus / Vereidigung der rumänischen Regierung

Diese Krise ist eine Chance zum Umsteuern

Ziehen wir Lehren für die Zeit nach Corona. Der Artikel von Sonja Sha in der Zeitschrift le monde diplomatique analysiert, wie die Naturzerstörung durch den Menschen die Ausbreitung von Viren begünstigt.[5] Wir wurden jahrzehntelang von Politikern und Parteien regiert, deren Politik der Unterwerfung unter Industrieinteressen uns in lebensbedrohliche Situationen führt, in Kriege, Umwelt- und Gesundheitskatastrophen.[6] Sie hatten bisher wenig Respekt vor der Schöpfung, wenn es um Industrieinteressen ging. Ihre Politik hat wider besseres Wissen Arten vernichtet, Bienen und Insekten stehen vor dem Aussterben.

Diese Krise ist eine Chance zum Umsteuern. Wir müssen von der Politik fordern, dass mit derselben Konsequenz und demselben Medienaufwand wie gegen Corona auch gegen die Umweltzerstörung, die Klimakatastrophe, Kohlekraftwerke, AKWs, das Artensterben, den Abbau des Gesundheitswesens durch die Ökonomisierung, krankmachende Produkte, von der Fleischherstellung in Massentierhaltung bis zur Mobilfunktechno­logie, und gegen die Wurzel allen Übels, den Wachstumswahn vorgegangen wird. Denn der gefährlichste mentale Virus, der seit Jahrzehnten unsere Lebensgrundlagen zerstört, ist die politisch akzeptierte Profitgier und ihre Folgen, der Raubbau natürlicher Ressourcen, die Zerstörung der Umwelt für den Hyperkonsum. Es ist höchste Zeit, dass die Politik den Warnruf aus dem eigenen Umweltbundesministerium ernst nimmt:

  • "Der Klimawandel schreitet voran, Lebensräume verschwinden und Arten sterben aus: Ein gutes Leben in einer intakten Umwelt wird mittelfristig auch in Deutschland und Europa keine Selbstverständlichkeit mehr sein. Zentrale Bereiche unseres Lebens werden sich wandeln müssen. Wirtschaft, Arbeit, unser gesamter Alltag stehen vor einem sozial-ökologischen Umbau. Die Weichen dafür stellt der Mensch in diesem Jahrzehnt. Ob der Weg in eine lebenswerte, treibhausgasneutrale Zukunft führt, hängt auch von der Gestaltung der Digitalisierung ab … Damit die Digitalisierung nicht zum Brandbeschleuniger ökologischer Zerstörung wird, braucht es Leitplanken."[7]

Vorsicht: Aus dem Ausnahmezustand darf kein Normalzustand werden

Die gegenwärtige Medienkampagne gegen den Coronavirus beweist, welche Macht Politik und Medien haben, Einstellungen zu ändern. Die Reaktion der Bevölkerung darauf zeigt aber auch im Positiven, dass die Menschen zu einem Umdenken bereit sind und für den Erhalt der Lebensgrundlagen auch eine Änderung der Lebensweise akzeptieren.

Wir sehen allerdings auch mit Sorge, wie einzelne Industriezweige versuchen, aus der Krise Profit zu schlagen und totalitäre Strukturen auf smartem Weg sich durchsetzen könnten. Der gegenwärtige Notstand darf nicht dazu dienen, Strukturen einzuführen, die den Ausnahme- als Normalzustand etablieren. Gerade für den Kampf gegen die Umweltzerstörung brauchen wir mehr denn je unsere demokratischen Grundrechte. Es darf nach Corona auf allen Gebieten der Politik und Wirtschaft kein "Weiter so!" mehr geben.

Wir arbeiten weiter

Unsere diagnose:funk Mitarbeiter arbeiten in Heimarbeit und im Versand mit voller Kraft weiter, um unsere Homepage zu verbessern, neue Materialien zu erarbeiten, um Sie weiter beliefern zu können. Nehmen Sie v.a. in den Bürgerinitiativen die Chance wahr, unsere neuen Veröffentlichungen und Videos in Ruhe zu studieren, v.a. den neuen Sammelband und unsere Ratgeber, um noch schlagkräftiger die Auseinandersetzung für eine strahlungsärmere Zukunft, ein 5G-Moratorium und WLAN-freie Schulen weiterführen zu können.

  • Aber vor allem: Bleiben Sie gesund und schöpfen Sie in der erzwungenen Quarantäne durch sozialen Zusammenhalt Kraft für die Arbeit an einer besseren Welt.

Der geschäftsführende diagnose:funk-Vorstand

Klaus Böckner, Jörn Gutbier, Peter Hensinger

Stuttgart, den 23.03.2020

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Die Quellen enhalten wichtige Zusatzinformationen:

[1] Studien zur Auswirkung nicht-ionisierender Strahlung auf das Immunsystem:

Johansson O (2009): Disturbance of the immune system by electromagnetic fields - A potentially underlying cause for cellular damage and tissue repair reduction which could lead to disease and impairment, Pathophysiology 16 (2009) 157–177:

  • "Both human and animal studies report large immunological changes upon exposure to environmental levels of modern, human-made EMFs. Some of these exposure levels are equivalent to those of wireless technologies in daily life, and often at low or very low (i.e., non-thermal) levels."

Stanislaw Szmigielski (2013):  Reaction of the immune system to low-level RF/MW exposures, Review, Military Institute of Hygiene and Epidemiology, Warsaw, Poland, Science of the Total Environment 454–455 (2013) 393–400

El-Gohary OA, Said MA (2017): Effect of electromagnetic waves from mobile phone on immune status of male rats: possible protective role of vitamin. Wirkung elektromagnetischer Wellen von Handys auf den Immunstatus von männlichen Ratten. Can J Physiol Pharmacol 2017; 95 (2): 151-156.  Die Studie fand heraus, dass das ImmunglobulinA (IgA) durch die Strahlung signifikant abnimmt. ImmunglobulinA kommt in Sekreten des Magen-Darmtraktes, der Atemwege, Mund- und Nasenschleimhaut vor. IgA schützt die Schleimhäute vor Infektionen, ist ein Antikörper, der eine bedeutende Abwehrbarriere gegen Krankheitserreger bildet.

Schlusssatz der Studie El-Gohary/Said:

  • "From the results of the current work, we conclude that exposure to mobile phone electromagnetic waves has deleterious effects on the immune system and that vitamin D seems to be a highly promising agent for protecting the immune system and preventing its dysfunction as a result of exposure to EMF."
  • Übersetzung:"Aus den Ergebnissen der aktuellen Arbeit schließen wir, dass die Exposition gegenüber elektromagnetischen Wellen von Mobiltelefonen schädliche Auswirkungen auf das Immunsystem hat und dass Vitamin D ein vielversprechendes Mittel zu sein scheint, um das Immunsystem zu schützen und seine Funktionsstörungen als Folge der Exposition gegenüber EMF zu verhindern." Siehe dazu auch : https://www.emf-portal.org/de/article/30667

Bioinitiative Report, Section 8 (2012): Evidence for Effects on the Immune System. Supplement Immune System and EMF RF. Prof. Yury Grigoriev, MD, Chairman Russian National Committee on Non-Ionizing Radiation Protection Moscow, Russia

Bioinitiative Report, Section 8 (2007): Evidence For Effects On The Immune System. Olle Johansson, PhD. The Experimental Dermatology Unit, Department of Neuroscience,Karolinska Institute,Stockholm, Sweden

Nach der Hypothese von Martin Pall , die kontrovers diskutiert wird, öffnet nicht-ionisierende Strahlung die Kalzium-Kanäle. Dieser Zusammenhang, der für alle Frequenzen des Mobilfunks von Pall beschrieben wird, müsste dringend wissenschaftlich überprüft werden.

Bereits 1991 stellte die deutsche Strahlenschutzkommission in einem Beschluss fest:

"Über spezielle Effekte, die nicht auf der Erwärmung beruhen, wird in der Literatur seit ungefähr 15 Jahren berichtet. Wenn eine Hochfrequenzstrahlung mit einer anderen Frequenz ampli-tudenmoduliert ist, können Feldwirkungen auftreten, welche bei unmodulierter Strahlung nicht existieren. Es handelt sich meistens um Veränderungen der Permeabilität von Zellmembranen. Beispielsweise wurde festgestellt, daß bei einer HF-Strahlung mit einer Frequenz von 147MHz, die mit Frequenzen zwischen 6 und 20 Hertz moduliert war, der Kalziumausstrom aus Zellkulturen bei bestimmten Frequenzen signifikant (um 10 bis 20%) erhöht war. Insgesamt wurde eine komplexe Abhängigkeit dieser Effekte von Intensität und Frequenz beobachtet, wobei spezielle Frequenzbereiche besonders wirksam sind. Die Membraneffekte wurden vielfach bestätigt, so daß ihre Existenz heute als gesichert gilt. Hervorzuheben ist, daß die SAR-Werte hierbei teilweise kleiner als 0,01 W/kg sind und damit erheblich unterhalb thermisch relevanter Intensitäten liegen." (S.6)

Schutz vor elektromagnetischer Strahlung beim Mobilfunk. Empfehlung der Strahlenschutzkommission. Verabschiedet in der 107. Sitzung der Strahlenschutzkommission am 12. Dezember 1991. Veröffentlicht in: – Bundesanzeiger Nr. 43 vom 03. März 1992
– Veröffentlichungen der Strahlenschutzkommission, Band 24.

Arbeiten zum Zusammenhang von Viren und dem Wirkmechanismus Öffnung der Kalzium-Kanäle (keine EMF-Forschung!). Dadurch wird die Replikation der Viren begünstigt. Dies wurde für einen anderen Corona-Virus, einen nahen Verwandten des aktuellen Corona-Virus, experimentell bestätigt:

Bai D, Fang L, Xia S, Ke W, Wang J, Wu X, Fang P, Xiao S: Porcine deltacoronavirus (PDCoV) modulates calcium influx to favour viral replication. Virology 2020, 539, 38-48. doi: 10.1016/j.virol.10.011., www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31670218, Download: https://tinyurl.com/sjc9qt3

Übersichtsartikel: Xingjuan Chen, Ruiyuan Cao, und Wu Zhong: Host calcium channels and pumps in viral infections. Cells 2020, 9, 94. doi:10.3390/cells9010094; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31905994

[2] Yakymenko I et al.: Oxidative mechanisms of biological activity of low-intensity radiofrequency radiation. Electromagn Biol Med 2016; 35 (2): 186-202. In deutscher Übersetzung als diagnose:funk Brennpunkt erschienen. In Deutsch erschienen als diagnose:funk Brennpunkt.

[3] Kostoff RN, Heroux P, Aschner M, Tsatsakis A, ADVERSE HEALTH EFFECTS OF 5G MOBILE NETWORKING TECHNOLOGY UNDER REAL-LIFE CONDITIONS, Toxicology Letters (2020), doi: https://doi.org/10.1016/j.toxlet.2020.01.020; Download: http://www.avaate.org/IMG/pdf/toxicology_letters_pre_proof.pdf.

Besprechung der Studie von Kostoff im ElektrosmogReport 2020-1.

[4] „Achter Bericht der Bundesregierung über die Forschungsergebnisse in Bezug auf die Emissionsminderungsmöglichkeiten der gesamten Mobilfunktechnologie und in Bezug auf gesundheitliche Auswirkungen“ Drucksache 19/6270,  2019, http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/062/1906270.pdf

[5] Sonia Shah (2020):  Woher kommt das Coronavirus? Viele Erreger von Infektions­krankheiten stammen von Tieren. Allerdings kommt selten zur Sprache, dass bei der Übertragung auf den Menschen die Zerstörung von Lebensräumen eine zentrale Rolle spielt. Le Monde diplomatique, März 2020¸https://monde-diplomatique.de/!5668094

siehe auch: Fachleute des Weltbiodiversitätsrats IPBES beziehen Position zur COVID-19-Pandemie": "Es gibt eine einzige Spezies, die für die COVID-19-Pandemie verantwortlich ist – der Mensch." IPBES-Expert*innen machen in einem Gastbeitrag auf den Zusammenhang zwischen dem Verlust der Artenvielfalt und Pandemien aufmerksam und beziehen Stellung."

[6] Werner Rügemer: Heuchler, Profiteure und andere Menschenfreunde – „Corona“ als Anlass für kollektive demokratische Selbstorganisation, Nachdenkseiten, 19.03.2020; https://www.nachdenkseiten.de/?p=59428

[7] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (2020): Umweltpolitische Digitalagenda, S.1. "Big-Data-Analysen erlauben es, Kundinnen und Kunden durch personalisierte Werbung passgenau in ihrer individuellen Lebenssituation anzusprechen. Sie prognostizieren Konsumwünsche und wecken (vermeintliche) Bedarfe. Insbesondere die ununterbrochene Verfügbarkeit des Online-Handels birgt die Gefahr, die Umwelt zu belasten und den potenziellen Nutzen der Digitalisierung zu konterkarieren."(S.19) https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/broschuere_digitalagenda_bf.pdf

Bundesregierung, 17. Legislaturperiode, Drucksache 17/12051: Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012, Kapitel 2.3 Risikoanalyse „Pandemie durch Virus Modi-SARS“. Kommentar Stuttgarter Zeitung vom 24.03.2020: "Mit den in der Risikoanalyse von 2012 aufgelisteten Detailkenntnissen hätte Deutschland auf die jetzige Pandemie besser vorbereitet sein können." Müller/Käfer: Drehbuch für die Pandemie.

Bereits 2013 hat das Fraunhofer-Institut die Studie "Pandemische Influenza in Deutschland 2020 Szenarien und Handlungsoptionen" publiziert, keine Regierung nahm sie ernst.