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Neues Flugblatt: 5G-Digitalisierung-Klimakatastrophe

Flugblatt zum Verteilen auf Demos gegen die Klimakatastrophe
Bild:FridaysforFuture

Nicht zuletzt auf Grund der FridaysforFuture - Proteste und des Gutachtens des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung (WBGU) und der Erklärung dazu von Umweltministerin Svenja Schulze hat eine Diskussion um den Zusammenhang Digitalisierung, Umweltzerstörung und Klimakatastrophe begonnen. Eine gute Gelegenheit, mit vielen Bürgern, die sich wegen der Klimakatastrophen Gedanken machen, über diese Umweltfragen ins Gespräch zu kommen. In vielen Kommunen wird über den Klimanotstand diskutiert, gleichzeitig sollen sie aber digitalisiert werden. Das Flugblatt kann auch für Stadträte eine Grundlage sein, um einen ökologischen Fußabdruck für den Ausbau der digitalen Infrastruktur zu fordern.

Das neue diagnose:funk Flugblatt 5G-Mobilfunk?-Digitalisierung? Fortschritt für wen? Klimakiller–Ressourcenvernichter-Überwachung – Elektrosmog kann kostenlos heruntergeladen werden (Downloads rechte Spalte) und in schwarz/weiß oder farbig in jedem Copy-Shop in A5 oder A4 vor Ort gedruckt werden.

Das Flugblatt kann auch in unserem Shop zum Preis von 0,04 Euro/Exemplar, BestellNr.318 im A5 Format direkt bestellt werden:

https://shop.diagnose-funk.org/5G-Mobilfunk-Elektrosmog-Klimakiller-Ueberwachung-Flugblatt

oder per Mail versand@diagnose-funk.de.

Hier der Text des Flugblatts:

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5G-Mobilfunk?  -   Digitalisierung? Fortschritt für wen?

Klimakiller – Ressourcenvernichter Überwachung – Elektrosmog

Laut dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) werde der unregulierte digitale Umbau der Gesellschaft die Klima- und Umweltkrise beschleunigen und die planetarischen Leitplanken durchbrechen.

  • Heute liegt der Energieverbrauch der IKT-Technologien am globalen Stromverbrauch bei 10 Prozent, bis 2030 wird sein Anteil auf mehr als 30 Prozent steigen! Auf den zivilen Luftverkehr entfielen 2018 lediglich 2 Prozent der Emissionen.

Die 5G-Strahlung soll laut EU in der Lage sein, pro Quadratkilometer 1 Million Geräte zu vernetzen: Milliarden neue vernetzte Geräte des Internets der Dinge, im SmartHome, Millionen Autos im geplanten autonomen Fahren, Millionen Bewegungs- und Einkaufsvorgänge in der Stadt. Dafür soll der Konsum wachsen, braucht es neue Haushaltsgeräte, Autos, stromfressende Sendeanlagen, Server und gigantische Datenzentren für die Verarbeitung.

Momentan werden so viele Menschen und Geräte vernetzt, dass die globale Kommunikation bis 2025 nach aktuellen Schätzungen mehr CO2-Emissionen erzeugen wird als jedes Land – mit Ausnahme von China, Indien und den USA.

„Auch das Internet hat einen Auspuff“!

In etwa 40 Großkraftwerke werden inzwischen benötigt, die allein für das Internet laufen. Jede Google-Suche, jede Online-Überweisung, jedes Instagram-Foto, jeder Facebook-Eintrag, braucht enorme Mengen von Speicherplatz, und die Datenspeicher brauchen enorme Mengen Energie. So muss zum Beispiel beim YouTube-Schauen auf dem Smartphone nicht nur der geringe Stromverbrauch des Geräts selbst berücksichtigt werden, sondern auch der bei seiner Produktion. Des Weiteren der Energiebedarf für die Netzwerke und Datenzentren zur Speicherung und Auslieferung der Inhalte.  Hinzu kommt der Energie-Aufwand für die Entsorgung all dieser Technik nach dem Ende ihrer Nutzungsdauer.

Gigantischer Ressourcenverbrauch!

Allein der ökologische Rucksack eines Smartphones beträgt 75 kg, fast 750-mal schwerer als das Gerät selbst. So müssen z.B. für dessen Produktion 910 Liter virtuelles Wasser aufgewendet werden. Spitzenreiter hierbei ist der  Computer. In einem einzigen davon stecken 20.000 Liter virtuelles Wasser. Nur für die deutschlandweit im Jahr verkauften Smartphones entsteht ein Naturverbrauch von 125.000 Lkw-Ladungen. Für 2020 werden weltweit 52 Megatonnen ausrangiertem Elektroschrott prognostiziert, das entspricht einer Schrotthalde aller 46 Millionen Autos in Deutschland. Fast alle Rohstoffe werden unter menschen- und gesundheits­unwürdigen Arbeitsbedingungen gewonnen – auch durch Kinder, wie z. B. bei der Coltan-Produktion im Kongo.

Überwachung – Steuerung – Demokratieabbau!

Mit 5G kommt eine gigantische Datensammel- und Überwachungsstruktur für den Umbau aller Städte und Regionen zu SmartCitys. Ziel ist es, von jedem Bürger in Echtzeit zu wissen, wo er sich befindet und was er tut. In der Broschüre „Smart City Charta“ der Bundesregierung ist zu lesen: „Post-Voting Society. Da wir genau wissen, was Leute tun und möchten, gibt es weniger Bedarf an Wahlen, Mehrheitsfindungen oder Abstimmungen. Verhaltens­bezogene Daten können Demokratie als das gesellschaftliche Feedbacksystem ersetzen.“

5G-Technologie erhöht Gesundheitsrisiken!

Ein weltweites Konsortium von Ärzten und Wissenschaftlern fordert den Ausbaustopp von 5G und warnt vor den Auswirkungen der Mikrowellenstrahlung: mit „der Implementierung von 5G drohen ernste, irreversible Konsequenzen für den Menschen.“ Berliner  „Tagesspiegel“ am 11.01.2019: „Krebsrisiko durch 5G: Europa ignoriert die Gefahr“

  • Höchste Zeit, über diese Nebenwirkungen zu diskutieren und über Alternativen nachzudenken!
Artikel veröffentlicht:
28.08.2019
Autor:
diagnose:funk

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